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20 Jahre VNG: Am 29. Juni 1990 wurde aus dem VEB eine Aktiengesellschaft

Redaktion
VNG-Zentrale in Leipzig.
VNG-Zentrale in Leipzig.
Foto: VNG
Am 29. Juni wurde in der Leipziger Braunstraße ein bisschen gefeiert: An diesem Tag vor 20 Jahren wurde die Verbundnetz Gas Aktiengesellschaft (VNG) gegründet. Zwei Tage vor der deutsch-deutschen Wirtschafts- und Währungsunion hatte die Treuhandanstalt, der alle Betriebe der DDR übertragen wurden, den VEB Verbundnetz Gas in eine Aktiengesellschaft umgewandelt.


Die Vorgängerbetriebe von VNG, deren Geschichte am 1. Juli 1958 mit der Gründung der Abteilung Technische Leitung Ferngas innerhalb des Verbundnetz West begonnen hatte, blickten bereits auf eine langjährige Erfahrung in der Gaswirtschaft zurück. Alleinige Aktionärin der jungen AG war zunächst die Treuhandanstalt, im Herbst 1991 war die Privatisierung mit dem Verkauf der Aktien an unterschiedliche Interessenten aus dem In- und Ausland abgeschlossen. Von Anfang an dabei war eine Reihe ostdeutscher Kommunen, die bis heute eine wichtige Funktion als Ankeraktionäre wahrnehmen. Die Privatisierung von VNG war der Startpunkt für eine schnelle Modernisierung der Infrastruktur in den neuen Ländern, der Umstellung vom umweltbelastenden Stadtgas auf das umweltschonende Erdgas und einer schellen Diversifizierung der Gasbezüge als auch einer Expansion der Geschäftsaktivitäten von VNG.

Der Sitz der VNG in Leipzig bei Nacht.
Der Sitz der VNG in Leipzig bei Nacht.
Foto: VNG

Klaus-Dieter Barbknecht, Vorstand Kaufmännisches und Personal von VNG, sagte bei einem Festakt vor den Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern: „Die Entwicklung des Unternehmens hin zur heutigen Verbundnetz Gas Aktiengesellschaft wurde von zwei politischen und wirtschaftlichen Systemen begleitet. Nur wenige Unternehmen, und das gilt vor allem für Ostdeutschland, können trotz dieser Umstände auf eine so erfolgreiche, langjährige Entwicklung zurückblicken.“ Und Barbknecht fügte hinzu, das Unternehmen stecke an seinem 20. Geburtstag voller Tatendrang und suche nach neuen Herausforderungen. Damit habe das Unternehmen sogar die besten Jahre noch vor sich, so der VNG-Vorstand.

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Die VNG AG ist heute eine international tätige Unternehmensgruppe, die aus Russland, Norwegen und anderen Quellen europäische Großkunden und Kommunen zuverlässig mit Erdgas versorgt. VNG ist unter anderem aktiv in Polen, Italien, in Österreich, der Schweiz, in der Slowakischen und der Tschechischen Republik, in Frankreich und in Luxemburg. In Norwegen baut VNG mit der Tochter VNG Norge eine eigene Erdgasproduktion auf. In Deutschland ist VNG unter den Erdgasimporteuren die Nummer 3 und in Europa unter den Top Ten. VNG ist außerdem der drittgrößte Gasspeicherbetreiber Deutschlands mit Kapazitäten von mehr als 2,6 Milliarden Kubikmetern. 2009 erzielte die VNG AG mit rund 700 Mitarbeitern einen Gasabsatz von 183 Milliarden Kilowattstunden und einen Umsatz von 4,8 Milliarden Euro.

www.vng.de


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