SPD-Fraktion nach Stadtratsbeschluss: VNG-Aktienkauf ist eine gute Nachricht für Leipzig
Redaktion
28.02.2009

Heiko Osswald.
„Der gestern beschlossene Kauf von VNG-Aktien ist eine gute Nachricht für Leipzig", meint der SPD-Finanzpolitiker Heiko Osswald. "Mit dem Kauf sichert die Stadt Leipzig den kommunalen Einfluss an einem der größten deutschen Energieversorger. Der Standort der Konzernzentrale in Leipzig ist damit gesichert."
Der Leipziger Stadtrat hatte in seiner Sitzung am Mittwoch, 25. Februar, mit breiter Mehrheit das Verfahren zum Kauf von VNG-Aktien im Wert von rund 37 Millionen Euro durch die stadteigene Leipziger Versorgungs- und Verkehrsgesellschaft (LVV) beschlossen. Der Kauf der Anteile war nötig geworden, weil einige ostdeutsche Kommunen (Jena und Halle) den Verkauf ihrer Anteile an der Verbundnetz Gas AG beschlossen hatten. Gleichzeitig versuchte der niedersächsische Energieversorger EWE seit einiger Zeit, eine Aktienmehrheit an dem Leipziger Unternehmen zu erwerben. Damit wäre der Abzug der Konzernzentrale aus Leipzig absehbar gewesen.
„Die Verbundnetz Gas AG ist mit knapp 1.000 Mitarbeitern ein wichtiges Wirtschaftsunternehmen in der Stadt Leipzig. Neben einem jährlichen Gewerbesteueraufkommen in zweistelliger Millionenhöhe leistet das Unternehmen jedes Jahr Wertschöpfungseffekte von direkt 38 und indirekt nochmals 54 Millionen Euro in der Region", erklärt Osswald. „Vor diesem Hintergrund kann der Aktienerwerb durch die Stadt eindeutig als lohnende Investition betrachtet werden."
Die SPD-Stadtratsfraktion hatte mit einem Antrag sichergestellt, dass der stadteigenen Leipziger Versorgungs- und Verkehrsgesellschaft (LVV) durch den Aktienerwerb im Auftrag der Stadt keine Liquiditätsengpässe entstehen. Darum muss die Stadt Leipzig nun zum einen durch die Übernahme von Sicherheiten sicherstellen, dass die LVV zu einer günstigen Finanzierung des Aktienpaketes kommt, damit keine negativen betriebswirtschaftlichen Effekte eintreten. Zum zweiten muss Leipzig dafür Sorge tragen, dass die LVV von den zusätzlichen Belastungen bezüglich Liquidität im Konzern freigestellt wird.
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