VNG-Debatte: Einspruch des Kartellamts bestätigt Kritik an EWE-Einfluss
Redaktion
10.01.2009

VNG-Zentrale im Winter.
Foto: VNG
„Die klaren Worte aus dem Bundeskartellamt helfen der VNG“, kommentiert der Leipziger SPD-Bundestagsabgeordnete Rainer Fornahl die jüngste Stellungnahme des Bundeskartellamtes gegen den Einstieg des Energiekonzerns EnBW beim Oldenburger Energieunternehmen EWE. Immerhin ging es dabei auch um die Leipziger VNG.
Das Bundeskartellamt hatte – mit Mitteilung vom 22. Dezember – "wettbewerbsrechtliche Bedenken gegen das am 8. September 2008 angemeldete Vorhaben der Energie Baden-Württemberg AG (EnBW), im Rahmen einer strategischen Partnerschaft einen Anteil von 26 % an der EWE Aktiengesellschaft (EWE) zu erwerben", erhoben.
Rainer Fornahl sieht sich durch die Feststellungen des Bundeskartellamtes in seiner Kritik an den Bemühungen der EWE um Übernahme der Mehrheit der VNG-Anteile bestätigt, die im Zusammenspiel mit dem strategischen Partner EnBW erfolgen sollte. „Als im Juli 2008 der Einstieg der EnBW bei der EWE offiziell verkündet wurde, hat EnBW-Chef Hans-Peter Villis die Übernahme der Mehrheit an der VNG Verbundnetz Gas AG durch die EWE als eines der Ziele der neuen Unternehmenspartnerschaft definiert“, erinnert Rainer Fornahl.
„Spätestens dann hätte Bundeswirtschaftsminister Michael Glos ein deutliches Stoppschild aufstellen müssen. Denn dieses Vorhaben ist mit Auflagen der Ministererlaubnis von 2002, mit der Eon die Übernahme der Mehrheit der Ruhrgas AG gestattet wurde, völlig unvereinbar“, so Rainer Fornahl.

Standort Leipzig: die VNG-Zentrale im Winter.
Foto: VNG
Dabei sorgen gerade die schon bestehenden Firmenverflechtungen für eine wohl auch ministeriell nicht mehr zu überschauende Erwerbs-Folgelandschaft. "Nach vorläufiger Einschätzung des Bundeskartellamts würde der Zusammenschluss auf den Gasmärkten in Ostdeutschland zur Verstärkung marktbeherrschender Stellungen von Beteiligungsunternehmen der EnBW und der EWE führen. Insbesondere ist zu erwarten, dass in den Gremien der bedeutenden ostdeutschen Gasversorgungsunternehmen ENSO Energie Sachsen Ost AG und DREWAG Stadtwerke Dresden GmbH bei der Gasbeschaffung auf die Interessen der VNG Rücksicht genommen wird", formuliert das Bundeskartellamt die eine Seite der Medaille.
Irgendwann können die vier dominierenden deutschen Energieversorger aus jeder Ebene der Verteilerkette rufen: Ich bin allhier. Über tief verschachtelte Beteiligungen haben sie in der Prozesskette mehrfach die Möglichkeit, Marktzugänge und Marktpreise in ihrem Sinne zu beeinflussen.
Die andere Seite der Verflechtung: "Daneben wäre auch die Verstärkung von marktbeherrschenden Stellungen zu erwarten, die ENSO und DREWAG auf ihren regionalen bzw. lokalen Gasmärkten bei der Belieferung von Weiterverteilern und Endkunden innehaben, und zwar durch Schwächung des von der VNG auf diese Märkte ausgehenden potenziellen Wettbewerbs."
„Deshalb muss jetzt endlich Schluss sein mit der Ignoranz des Wirtschaftsministers. Glos darf sich nun nicht mehr hinter vorgeblich fehlenden rechtlichen Möglichkeiten für ein Vorgehen gegen EWE und EnBW verstecken. Aktives Handeln für den Erhalt der VNG als eigenständiges ostdeutsches Energieversorgungsunternehmen ist mehr als überfällig“, bringt der Leipziger SPD-Politiker seine Forderung auf den Punkt.
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Das Fazit der "Frankfurter Rundschau" war am Ende eindeutig: Was da am Wochenende in Frankfurt zu erleben war, war ein Sieg für die Blockupy-Bewegung. Die Stadt Frankfurt selbst blamierte sich mit ihrem martialischen Großaufgebot an Polizei gründlich, mit ihrer Argumentation gegen vermeintliche "Linksextremisten" sowieso. Ein weiterer Versuch, die berechtigte Kritik der Demonstranten an der Erpressungspolitik gegenüber Griechenland zu diskreditieren.
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Am Samstag, den 26. Mai 2011 findet auf dem Sportcampus Jahnallee das alljährliche Internationale Kinderfest der Studentischen Eltern Leipzig e.V. statt. Das Fest für Leipziger Familien wird von Engagierten vieler internationaler Vereinigungen wie dem Zentrum für europäische und orientalische Kultur (ZEOK) und der Capoeira-Gruppe mit verschiedensten Aktionen getragen.
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Die Fotoausstellung "Es ‚messet’ wieder." ist Teil des Pilotprojekts „Leipziger Verlagsarchive: Reclam als Erinnerungsspeicher und Labor“ im Rahmen der Forschungsförderung „Geistes- und sozialwissenschaftliche Forschung“ des Freistaates Sachsen. Die Studenten und Wissenschaftler des Fachbereichs Buchwissenschaft an der Universität Leipzig erforschen seit dem Wintersemester 2009/10 die vom Stuttgarter Stammverlag zur wissenschaftlichen Erschließung zurückgeführten Archivdokumente des Leipziger Parallelverlagsteils.
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Die LVB planen für August 2012 eine weitere Erhöhung der Fahrpreise. Ein Einzelfahrschein wird zum Beispiel 20 Cent mehr kosten. Insgesamt werden die Tarife um rund 10 Prozent erhöht. Die Grüne Hochschulgruppe kritisiert diese Entwicklung scharf. Sie sieht die Attraktivität des Öffentlichen Nahverkehrs gefährdet und findet, Busse und Bahnen sollten für alle bezahlbar bleiben.
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Im Rahmen einer Tournee zu ihren Schwesternhochschulen in Aachen, Mainz und Hannover macht die Big Band der Hochschule für Musik und Tanz Köln auch Station in Leipzig. Sie tritt am Mittwochabend, 23. Mai, in der Hochschule für Musik und Theater, Grassistraße 8 auf. Gespielt werden zwei Kompositionen des Big-Band-Leiters Joachim Ullrich: „No Better Blues Suite“ und „Second Crime Suite“, die die Band in der letzten Phase erarbeitet und aufgenommen sowie in zwei Konzerten in Köln präsentiert hat.
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