Leserbrief von Nico Ginto vom 12. 11. 2009 zum Thema: Berichterstattung der L-IZ (zum Leipziger Neuseenland / Anm. d. Red.)
Redaktion
13.11.2009
Störmthaler See.
Sehr geehrter Herr Julke, mit Interesse verfolge ich das Angebot der L-IZ im Internet und die stets aktuelle und hinterfragende Berichterstattung auf Ihrem Portal. Neben den zahlreichen Informationen zu unserer Stadt berichten Sie auch über die Entwicklungen in der Region. Dabei fallen mir in letzter Zeit Artikel zu den Seen auf, in denen vermehrt die Grenzen zwischen Bericht und Kommentar des Autors verwischen.
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Daher zunächst meine Frage, ob dieser Stil durch Ihre Redaktion bewusst angewandt wird, um Inhalte in ein besonderes Licht zu rücken?!
Die Vertiefung von Themen durch entsprechende Kommentierung allein erscheint mir nicht als problematisch, vielmehr ist es die Art und Weise, wie zu bestimmten Themen zum Teil polemisch Stellung bezogen wird. Bei meinen Recherchen bin ich darauf gestoßen, dass der Autor ein weiteres Portal (das nichtkommerzielle www.radioneuseenland.de / Anm. der Red.) betreibt, an dieser Stelle könnte es Aufklärung geben - ist hier persönliche Unzufriedenheit und Mißgunst im Spiel??
Sehr geehrter Herr Julke, ich erwarte Ihre Antwort auf meine Anfrage - denn ich möchte es vermeiden, wieder auf das Informationsangebot der LVZ zurückgreifen zu müssen.
Antwort der Redaktion vom 12. 11. 2009 per Mail:
Sehr geehrter Herr Ginto,
Sie verfolgen hier in der Berichterstattung über den Leipziger Südraum durchaus noch Graswurzelarbeit - denn während in Leipzig Entscheider in den meisten Positionen schon begriffen haben, dass die Presse Antworten braucht und Faktenmaterial, dass man Hintergründe auch einmal beleuchten und Zusammenhänge auch erklären muss, ist das südlich der Leipziger Stadtgrenze - vorsichtig gesagt - noch etwas schwierig.
Wenn Sie die Artikel zum Gebiet verfolgen, werden Sie mitbekommen, dass unser dort aktiver Korrespondent sehr fleißig ist, Interviews zu machen, Anfragen zu stellen und die eher nicht Auskunftsfreudigen so langsam aus ihrem Dornröschenschlaf zu holen. Nur so gelingt überhaupt erst einmal da und dort ein Blick in das, was hinter der schönen Kulisse passiert - was aber Geld kostet (oder einbringt) und zwar zuallererst Steuergeld.
Dass es dabei zumeist eher kritisch zur Sache geht, hat durchaus damit zu tun, dass hinter netten Handshake-Bildern, die es immer wieder gab und gibt, doch einige Dinge geschehen, über die auch die Ortsansässigen zumeist wenig bis nichts erfahren. Mit der Zeit wird sich auch das ganz gewiss mit Fakten und Zusammenhängen anreichern. Aber wie gesagt: Das ist jetzt noch viel Graswurzelarbeit.
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