Leserbrief zu Kohle gemacht: Mibrag schafft 66 Millionen Euro Gewinn und kritisiert Bundesregierung
Redaktion
03.05.2011
Bagger auf der Innenkippe Profen.
Foto: Mibrag / Christian Bedeschinski
Von Kurt-L. Schornsheim: Liebe Leipziger, liebe Betroffene, dem Mibrag-Chef entschlüpften in diesem Jahr ganz andere Töne als in den Jahren zuvor. Zwar konnte der Betriebs-Gewinn für 2010 gegenüber dem Vorjahr gesteigert werden (!!!), aber (so Geislers Zitat) „... für das Jahr 2050 sähen Pläne der Bundesregierung kaum noch eine Stromerzeugung aus Braunkohle vor. ..“ .
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Unter diesem anklagenden Tenor möchte man dem Mibrag-Chef ehrerbietig zurufen: „So verzagt doch nicht, werter Meister! Solange Ihr noch tapfere und selbstlose Kämpfer wie den unverwüstlichen Haseloff an Eurer Seite wißt, kann man auf die Bundespolitik getrost pfeifen!“ Pfeifen in dem Moment, wo vom Bund plötzlich andere Signale kommen als erwartetetes wohlfeiles Stillhalten beim Fortbestand des betrügerischen und entwürdigenden Bergrechts?
Ganz sicher schmecken Geisler meine Anmerkungen noch weniger als die aktuellen Signale der Bundesregierung, aber als Mann der Wissenschaft sollte er so weitsichtig sein, um realistisch einschätzen zu können, daß das letzte Stündlein der vertreibungsintensiven Braunkohle längst eingeläutet worden ist.
Möge Geisler den nun einmal erzwungenen Tagebau Profen zu Ende bringen und dort (nur noch dort) nach Kohle graben, so lange das möglich ist. Aber Geisler soll um Himmels Willen die Mibrag auf zukunftsträchtige Technologien ausrichten, denn die Mibrag hat als einer der wenigen Betriebe die erforderlichen Mittel und die Vorlaufzeit dafür.
Die Spatzen pfeifen es von den Dächern! Selbst wenn es bei unserer verträumten Bundesregierung noch nicht angekommen sein sollte. Aber jähe Wendungen aus Berlin sind ja möglich, wie wir in der zurückliegenden Zeit alle mehrfach erleben durften. Die Zukunft gehört den erneuerbaren Energieversogungsverfahren, allen voran der Biowasserstoff-Technologie und globalen Wasserstoff-Wirtschaft (vgl. www.bio-wasserstoff.de).
Die Mibrag hätte vermutlich die Ressourcen, die Verbindungen und den langen Atem, um diese vor uns liegende gewaltige Aufgabe anzustoßen, des bin ich überzeugt. Darum darf man Dr. Geisler auch im Namen seiner vielen Tausend Beschäftigten bitten, denen er ein Garant sein will.
Die löblich zu erwähnende Errichtung einer Mibrag-Windkraftanlage ist dazu ganz sicher ein erster Schritt!
In der Hoffnung, in Geisler und der Mibrag Mitstreiter für den Fortschritt gefunden zu haben, verbleibe ich mit besten Grüßen aus Starsiedel, Kurt-L. Schornsheim
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