Roadmap Palestine: Veranstaltungsreihe startet am Sonntag mit einer Ausstellungseröffnung
Redaktion
19.09.2008
Mit den Fotoausstellung "Occupied Landscape" und "At the Checkpoint" wird am Sonntag, 21. September, um 15:00 Uhr in der Galerie KUB, Kantstr. 18, die Veranstaltungsreihe "Roadmap Palestine" eröffnet. - Anfang Mai feierte Israel Geburtstag. Staatsoberhäupter, Präsidenten und Monarchen aus der gesamten Welt nahmen an den Feierlichkeiten teil und gratulierten Israel zu seinem 60. Jahrestag.
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Die israelische Parlamentspräsidentin Dalia Itzik nannte die israelische Geschichte der vergangen sechs Jahrzehnte eine "außerordentliche Erfolgsgeschichte". Die palästinensische Perspektive wird in diesem Zusammenhang in der bundesdeutschen Debatte häufig marginalisiert. Aus diesem Grund möchte Eurient e.V. im Rahmen der Interkulturellen Wochen in Leipzig (22.09 bis 5.10.2008) die kritische Auseinandersetzung mit dem Thema Israel-Palästina fördern.
Wir sind der Meinung, dass sich die Interkulturelle Woche in Zusammenhang mit dem am 03.10.2008 gefeierten Tag des Flüchtlings anbietet, um den Fokus auf die palästinensischen Flüchtlinge zu legen. Die komplexe Thematik soll mit mehreren Veranstaltungen aus verschiedenen Blickwinkeln beleuchtet werden.
Die beiden Austtellungen, die am Sonntag eröffnet werden:
"Occupied Landscape": Der Fotograf Felix Koltermann war von September 2006 bis März 2007 in Israel und Palästina.
In dieser Zeit entstanden Bilder, in denen er sich mit der Sichtbarkeit politischer Macht in der Landschaft des israelisch-palästinensischen Territoriums auseinander setzte. Der Friedens- und Konfliktforscher sieht die Landschaft "als ein Spiegelbild gesellschaftlicher Realität". Fotografie ist für ihn ein Mittel, um strukturelle Gewalt sichtbar zu machen. In seinem Vortrag berichtet Felix Koltermann über seine Sichtweise des Nah-Ost-Konflikts aus friedensjournalistischer Perspektive.
"At the Checkpoint": Khaled Jarrar lebt und arbeitet als Fotograf in Ramallah. Seine Arbeiten sind inspiriert durch die alltägliche Begegnung von Palästinensern und israelischen Soldaten an den etwa 400 existierenden militärischen Checkpoints zwischen Israel und den palästinensischen Gebieten. Seine Ausstellung ist für ihn "eine Botschaft an alle nach Frieden strebenden Nationen, dass die Behandlung der Palästinenser an den Checkpoints Ausdruck einer rassistischen Politik sei und allen ethischen Normen widerspreche".
Weitere Veranstaltungspunkte:
Dienstag, 23. September, 20:30 Uhr, Film: "Breaking the Silence - Israeli Soldiers talk about Hebron"
Mittwoch, 24. September, 20:30 Uhr, Vortrag: Christine Smers "Die besetzten Gebiete - Hintergründe und Perspektiven"
Donnerstag, 25. September, 20:30 Uhr, Vortrag: Felix Koltermann "Occupied Landscape"
Freitag, 26. September, 20:30 Uhr, Film: "The Iron Wall"
Sonntag, 28. September, 10:00 bis 15:00 Uhr Brunch/Finissage
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