Via Regia Sculptura nimmt Abschied: Noch vier Tage Kunst-Schau in der Leipziger City
Ralf Julke
27.09.2011
Franziska Möbius: Shared Space.
Foto: Förderverein Künstlergut Prösitz
In Großenhain machte das Projekt im Mai Station, in Kamenz ging's im Juni weiter. Im September folgte der Bildhauer-Workshop in Leipzig, dessen Ergebnisse seit dem 18. September in der Innenstadt zu sehen sind. Nur noch vier Tage, dann nimmt die "Via Regia Sculptura" Abschied von Leipzig. Weiter geht's auf der Via Regia.
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"Das Langzeitprojekt 'Via Regia Sculptura' befördert die temporäre und dauerhafte Platzierung zeitgenössischer Kunstwerke entlang des alten europäischen West-Ost-Verbindungswegs von der spanischen Küste bis in die Ukraine", versucht der Förderverein Künstlergut Prösitz e.V. zu umschreiben, was es mit dieser künstlerischen Reise auf der alten Handelsstraße auf sich hat, auf der Leipzig einer der wichtigsten Knotenpunkte war.
Begonnen wurde das Projekt 2010 im Freistaat Sachsen, wo Görlitz - als Gastgeber für die 3. Sächsische Landesausstellung über die "Via regia" und Leipzig als lebendige alte Handelsstadt für künstlerische Wettbewerbe ausgewählt wurden.
Piotr Baran: Installation "Aknister" im Elstermühlgraben.
Foto: Förderverein Künstlergut Prösitz
In Leipzig zeigen sich - mitten in der City - sechs Preisträger. Sechs künstlerische Entwürfe wurden umgesetzt. Die Stadt Leipzig und Sponsoren unterstützen das Projekt. Aber: Das Ende naht. Wer die sechs Arbeiten noch sehen will, sollte das schöne Herbstwetter der nächsten Tage zu einem City-Spaziergang nutzen.
Nummer 1 findet man im Elstermühlgraben nahe dem Naturkundemuseum. Dort hat Piotr Baran seine Installation Aknister zu Wasser gelassen. Gleich daneben, am Treppenaufgang, findet man die Wandinstallation "SDPU" von Petra Polli. Nummer 3 überliest man, wenn man's nicht weiß, auf dem Richard-Wagner-Platz: Hier hat Hael Yxx seine Installation "Love for sale" aufgebaut. Am Messehaus am Ring gegenüber sieht man bei Dunkelheit die Lichtinstallation "the present" von M. Mai und M. Arnold. Am Bildermuseum steht die Skulptur "Schengen-Pool" von Victor Lopez Gonzales. Und am Eingang der Petersstraße gleich am Klingerhaus klebt bunt auf dem Asphalt das Bild "Shared Space" von Franziska Möbius.
Alles durchaus spannende Installationen, die noch einmal dazu anregen, über Europa und die große europäische Verbindungsstraße mit all ihren Nebeneffekten - vom Schengen-Raum über den Konsumrausch bis hin zum (geteilten) Verkehr auf dieser Straße nachzudenken.
Bis zum Freitag, 30.September, sind die sechs Kunstwerke noch zu sehen.
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