Leipziger Baumwollspinnerei: Kleiner Winterrundgang der Spinnereigalerien lockt zur Kunstschau
Daniel Thalheim
09.01.2012
Sommer wie Winter ein beliebter Magnet für Kunstfreunde: Die Galerien auf dem Gelände der Leipziger Baumwollspinnerei.
Foto: Daniel Thalheim
Elf Galerien und vier Ausstellungsräume öffnen am 14. Januar ihre Pforten. Der kleine Winterrundgang lädt wieder nach Plagwitz ein. Neben Frühjahrs- und Herbstrundgang ist der Marsch zur Winterzeit der kleine Kunsthappen zum Jahresanfang. Viele Galerien stellen die Kunstwerke bis März und April aus. Nur was und wen?
Anzeige
Das Kunstjahr startet am 14. Januar auf Leipzigs teuerster Einkaufsmeile. Bei den Spinnereirundgängen geht es nicht nur um das Anschauen von Kunst, sondern auch ums Einkaufen. Galerien sind keine Museen. Dennoch entwickelt sich der winterliche Durchmarsch durch die Spinnereigalerien zum dritten Termin für Kunstfreunde weiter. Die Zahl der Eröffnungen zum Winterrundgang scheint zu wachsen. 2011 öffneten noch zwölf Galerien und Ausstellungsräume. 2012 sind es insgesamt 15. Unter ihnen befinden sich neben alteingesessenen Institutionen auch "Newcomer" wie die Johan Deumens Gallery, Galerie Jochen Hempel und die Galerie Queen Anne.
Unter den Neulingen ist eine niederländische Galerie mit Sitz in Amsterdam und einer Außenstelle im US-Staat Nevada. Sie siedelte sich 2010 in Leipzig an. Die "Johann Deumens Gallery" wurde 1989 von Johann Deumens gegründet. Er verschreibt sich Künstlerbüchern von so genannten Konzeptkünstlern. Darunter sind auch die von der in Leipzig geborenen Künstlerin Christiane Baumgartner. Ihre Werke werden freilich nicht zum Winterrundgang ausgestellt. Bis Mitte März stellt die Galerie Arbeiten der niederländischen Fotografen Henze Boekhout, Cary Markerink und Bert Teunissen vor.
Leipziger Baumwollspinnerei: Ort des Kunstgeschehens in Leipzig.
Foto: Daniel Thalheim
Leipziger Künstler lässt die Galerie Kleindienst ab den 14. Januar an die Öffentlichkeit treten. Erasmus und Annette Schröter schauen mit Fotografien und Papierarbeiten durch "Das Loch in der Wand". So heißt ihre Gemeinschaftsausstellung. Dazu teilt ihr Galerist Matthias Kleindienst mit: "Beide Künstler werden in der Ausstellung Arbeiten zeigen, die in Leipzig noch nicht zu sehen waren." Die Kunstwerke des Ehepaares sollen einander ergänzen, heißt es von der Galerie weiter.
Größer wird die Gruppe in der Galerie Eigen + Art. Sven Braun, Daniel Lezama, Marcel Odenbach, Cornelia Parker und Kai Schiemenz präsentieren bis zum 14. April ihre Gemälde, Objekte und Videoinstallationen. Der aus Chemnitz stammende Künstler Braun studierte von 1992 bis 1998 an der HGB Leipzig bei Prof. Arno Rink. Braun kam durch verschiedene Reisestipendien um die Welt. Seit 2004 lebt und arbeitet der Maler in Leipzig.
Dass nicht nur Anschauungsmaterial ausgestellt wird, beweist wieder das Team der "Halle 14". Zur Eröffnung zum Rundgang der Spinnereigalerien steigt die dort ansässige Bibliothek um 11 Uhr mit einem Künstlergespräch mit Susana de Sousa Dias ein.
Sie will der Frage "Was können Porträtfotografien über ein politisches System aussagen?" nachgehen. Eine Videoinstallation aus Collagen von Porträts politischer Häftlinge soll die Spuren der 48 Jahre andauernden Diktatur von 1926 bis 1974 in Portugal demonstrieren.
Mit Videokunst aus Asien will der "Gwangju Pavilon" den Blick in die weite Welt wagen, indem dort Jaebum Kim und Yeon Sook Lee ihre Werke vorstellen wollen.
Der Rundumblick auf die derzeitigen Trends in der Kunstszene könnte nur dann vollständig sein, wenn auch die aktuellen Ausstellungen in der ASPN-Galerie mit den Fotografien von Matthias Hamann und die Bilder von Birgit Nadrau in der "Spinnerei Archiv Massiv" mit einbezogen werden. Welche Trends auf die Kunstfreunde 2012 noch warten, könnte sich ab den 14. Januar bei der Eröffnung zum Rundgang der Spinnereigalerien zeigen.
Die Reihe "Recht auf Stadt" erlebt am 31. Mai eine weitere Auflage. Die zweite Veranstaltung, diesmal im Werk 2, dreht sich dabei rings um Fragen moderner Stadtentwicklung und die Rolle aller Beteiligten dabei. Diesmal unter dem Motto: "Kapitalanlage - Von Investoren-UFOs und Stadtteilzentren". mehr…
Flotte Sprüche, schwarze Business-Anzüge, dunkle Sonnebrillen. Die "Men in Black" sind nach zehn Jahren Leinwandabstinenz zurück. Im dritten Teil des SciFi-Franchise reist Will Smith ins Jahr 1969, um seinem Partner Tommy Lee Jones das Leben und die Menschheit vor einer vernichtenden Alien-Invasion zu retten. mehr…
Mit dem Sieg bei Fortuna Chemnitz hat der 1. FC Lok sein Saisonziel erreicht, steigt als Sechster in die neue Regionalliga auf. Geplant war alles ein wenig anders. Eigentlich sollte es der dritte Platz werden, eigentlich sollten die Neuzugänge einschlagen und von einem Trainerwechsel war vor der Saison auch nicht die Rede. Ein Saisonrückblick. mehr…
„Mut zu machen, dass wir Zeichen gegen Willkür und Gewalt setzen können“. Das ist für die in Berlin lebende Filmemacherin Karin Kaper die Botschaft ihres Filmes „Aber das Leben geht weiter“. Es geht um die - authentische - Vertreibungsgeschichte der Familien Queißer und Zukowscy, die in einem Bauernhof bei Görlitz aufeinander treffen. Ein L-IZ-Interview. mehr…
Das Fazit der "Frankfurter Rundschau" war am Ende eindeutig: Was da am Wochenende in Frankfurt zu erleben war, war ein Sieg für die Blockupy-Bewegung. Die Stadt Frankfurt selbst blamierte sich mit ihrem martialischen Großaufgebot an Polizei gründlich, mit ihrer Argumentation gegen vermeintliche "Linksextremisten" sowieso. Ein weiterer Versuch, die berechtigte Kritik der Demonstranten an der Erpressungspolitik gegenüber Griechenland zu diskreditieren. mehr…
Der Schatten über Leipzigs Verwaltung wird größer: Der Sonderprüfbericht über die sogenannten herrenlosen Häuser zeigt deutlich, welches Fehlverhalten im Rechtsamt seit über 15 Jahren alltägliche Praxis war. Getreu nach dem Motto „Mein Name ist Hase und ich weiß von nichts“ weist die Verwaltungsspitze aber die Vorwürfe von sich, bereits durch frühere Berichte den Missstand erkannt haben zu können. Aber das ist ja auch logisch, wenn die Berichte ungelesen beiseite gelegt werden. mehr…
Es passte natürlich. Am einen Ende der Straße erklärte Baubürgermeister Martin zur Nedden den wissbegierigen Journalisten, warum die Stadt jetzt auffällige Piktogramme neben die Blindenleitstreifen in der Grimmaischen Straße malen lässt - und 100 Meter weiter stand ein Blumentransporter drauf und ein DHL-Auto parkte mal kurz. Es geht wohl nicht wirklich um die Leitstreifen im Pflaster. Es geht wohl mehr um die tägliche Gedankenlosigkeit der Eiligen. mehr…
Am Samstag, den 26. Mai 2011 findet auf dem Sportcampus Jahnallee das alljährliche Internationale Kinderfest der Studentischen Eltern Leipzig e.V. statt. Das Fest für Leipziger Familien wird von Engagierten vieler internationaler Vereinigungen wie dem Zentrum für europäische und orientalische Kultur (ZEOK) und der Capoeira-Gruppe mit verschiedensten Aktionen getragen. mehr…
Die Fotoausstellung "Es ‚messet’ wieder." ist Teil des Pilotprojekts „Leipziger Verlagsarchive: Reclam als Erinnerungsspeicher und Labor“ im Rahmen der Forschungsförderung „Geistes- und sozialwissenschaftliche Forschung“ des Freistaates Sachsen. Die Studenten und Wissenschaftler des Fachbereichs Buchwissenschaft an der Universität Leipzig erforschen seit dem Wintersemester 2009/10 die vom Stuttgarter Stammverlag zur wissenschaftlichen Erschließung zurückgeführten Archivdokumente des Leipziger Parallelverlagsteils. mehr…
Die LVB planen für August 2012 eine weitere Erhöhung der Fahrpreise. Ein Einzelfahrschein wird zum Beispiel 20 Cent mehr kosten. Insgesamt werden die Tarife um rund 10 Prozent erhöht. Die Grüne Hochschulgruppe kritisiert diese Entwicklung scharf. Sie sieht die Attraktivität des Öffentlichen Nahverkehrs gefährdet und findet, Busse und Bahnen sollten für alle bezahlbar bleiben. mehr…
Wagner ist Leipziger. Irgendwie schon. Am 22. Mai 1813 hier geboren. 1834 fortgegangen Richtung Würzburg. "Als fertig ausgebildeter Komponist", betont Thomas Krakow, Wagner-Beauftragter der Stadt Leipzig und Vorstandsvorsitzender des Richard-Wagner-Verband Leipzig e.V. Wagner-Beauftragter ist er, weil Leipzig 2013 im Mittelpunkt steht, wenn der 200. Geburtstag des kleinen Wilhelm Richard Wagner gefeiert wird. mehr…
Im Rahmen einer Tournee zu ihren Schwesternhochschulen in Aachen, Mainz und Hannover macht die Big Band der Hochschule für Musik und Tanz Köln auch Station in Leipzig. Sie tritt am Mittwochabend, 23. Mai, in der Hochschule für Musik und Theater, Grassistraße 8 auf. Gespielt werden zwei Kompositionen des Big-Band-Leiters Joachim Ullrich: „No Better Blues Suite“ und „Second Crime Suite“, die die Band in der letzten Phase erarbeitet und aufgenommen sowie in zwei Konzerten in Köln präsentiert hat. mehr…
"agra - Brücke B2. Und wie weiter?" Unter dieser Überschrift lädt die Arbeitsgruppe Landschaftspflege des Grünen Ringes Leipzig am Mittwoch, 23. Mai, in den Kleinen Lindensaal des Rathauses Markkleeberg ein. Verschiedene Planungen für den Bereich der agra sollen näher vorgestellt, näher beleuchtet und mit allen Beteiligten diskutiert werden. mehr…
Annaberg ist eigentlich nur die halbe Stadt. Annaberg-Buchholz heißt die Doppelstadt an der Sehma seit 1945. Die Sehma war 1497 noch Landesgrenze zwischen dem ernestinischen und dem albertinischen Sachsen, als die Neustadt am Schreckenberg gegründet wurde, die ab 1501 Annaberg hieß. Der Grund für die Gründung mitten im wilden Erzgebirge: das Erz natürlich, das große Berggeschrei, das genau von hier aus losging 1491. mehr…
Der Schatten über Leipzigs Verwaltung wird größer: Der Sonderprüfbericht über die sogenannten herrenlosen Häuser zeigt deutlich, welches Fehlverhalten im Rechtsamt seit über 15 Jahren alltägliche Praxis war. Getreu nach dem Motto „Mein Name ist Hase und ich weiß von nichts“ weist die Verwaltungsspitze aber die Vorwürfe von sich, bereits durch frühere Berichte den Missstand erkannt haben zu können. Aber das ist ja auch logisch, wenn die Berichte ungelesen beiseite gelegt werden. mehr…