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Affenstillstand: Volker März ab März in der Galerie Kontrapost

Daniel Thalheim
"Shootingstar", von Volker März vom Mitte März bis Mai 2012 in Leipzig.
"Shootingstar", von Volker März vom Mitte März bis Mai 2012 in Leipzig.
Bild: Volker März / Kontrapost
Seine Homepage ist nicht gerade die aktuellste. Von 2009 sein letzter Eintrag. Volker März hat das ständige Geklingel um sein neuestes Schaffen nicht nötig. Das erledigen die Galerien für ihn. Wie die Galerie Kontrapost, die den Mannheimer Künstler zum zweiten Mal nach Leipzig holt. "Affenstillstand" ist das neue Thema ab 21. März.


Eli Armon Azula brachte in der israelischen Tageszeitung "Haaretz" die Kontroverse um Volker März auf den Punkt, als er 2009 in der israelischen Stadt Herzliya den Kafka zeigte: "Warum beschließt ein deutscher Künstler, Kafka nach Israel zu bringen und was ge­schieht, als er mit der Puppe des jüdischen Schriftstellers an den Kontrollposten Erez kommt und aufgrund eines Verhörs durch die Soldaten der Israelischen Armee aufgehal­ten wird? In seiner Ausstellung in Tel Aviv benutzt Volker März die Gestalt Kafkas, um den israelischen Militarismus zu kritisieren."

"Nietzsche am Fenster" von Volker März.
"Nietzsche am Fenster" von Volker März.
Bild: Volker März / Kontrapost

In der "Jüdischen Allgemeinen schrieb Julia Vitalis 2007 über die Eigenart des 1957 in Mannheim geborenen Künstler. Sie titelte: "Hauptsache Provokation: Die Kunst und die 'Gedenkkultur". Denn auch in Deutschland sorgte März für Trubel. Unter dem Titel "Auschwitz ist menschlich" wollte März zum Nachdenken anregen. Klappte in Nürnberg nicht so ganz, weil das dortige Kunsthaus die Ausstellung wegen des "Eichmann-Raums" kippte. Kann man über die "Shoa" lachen, stand als Frage im Raum. Wohl nicht. Manche fanden es nicht witzig, was Volker März rund um die Gedenkkultur kritisieren wollte. "2006 kaufte die Akademie der Künste Berlin für ihre Sammlung den von März kreierten 'Eichmann-Raum' zusammen mit dem Satz 'Auschwitz ist menschlich'. Dieser Raum ist nie realisiert worden und existierte nur als Gerücht", weiß Susanne Ulbrich von der Leipziger Galerie Kontrapost.

Ulbrich erzählt auch, dass März mit seinen zahlreichen Ausstellungen, Installationen und Performances an allen möglichen und unmöglichen Orten der Welt kontroverse Diskussionen über Menschliches und Unmenschliches, über Beziehungen und Systeme, über Wahrheiten und Unwahrheiten, über deutsche Geschichte, Dichter, Denker und andere Persönlichkeiten auslöst. Hinterfragt der Künstler altüberlieferte Ansichten und festgefahrenes öffentliches Denke?


"Affenstillstand" in der Galerie Kontrapost.
"Affenstillstand" in der Galerie Kontrapost.
Bild: Volker März / Kontrapost

Seit 1986 fällt Volker März mit seinen Arbeiten auf. So sehr, dass das Feuilleton einen großen Bogen um ihn zu machen scheint. März studierte von 1977 bis 1983 an der Hochschule der Künste Berlin. Sein Werk wird laut Galeristin Susanne Ulbrich von verschiedenen Kunstformen wie Skulptur, Installation oder Performance charakterisiert. März widmete sich in der Vergangenheit geschichtlichen Figuren wie Friedrich Nietzsche, Giordano Bruno, Martin Heidegger, Heinrich von Kleist, Marquis de Sade, Georges Bataille, Peter Sloterdijk, Franz Kafka, Walter Benjamin, Hans Henny Jahnn, Rolf Dieter Brinkmann und Hannah Arendt. Ulbrich: "Er verknüpfte die Medien, Skulptur, Malerei, Fotografie, Text, Film und Musik zu raumbezogenen Inszenierungen, die in den letzten Jahren zunehmend provokant politische Bezüge tragen."

Aufsehen erregte eine März'sche Guerilla-Performance Gruppe "Unos United" mit türgroßen Radiergummis als Teil des Kunst- und Kulturprogramms der Bundesregierung zur Fußball-WM 2006. Mit ihnen zog März durch ganz Europa. Mit der Aktion schlug er laut Ulbrich "auf ironische Weise die Brücke zwischen Shoa und Weltmeisterschaft, da bei einem solchen Turnier nur der Weltmeister werden konnte, der alle anderen Nationen ausradiert."

Nicht ganz so kontrovers scheint die neue Ausstellung in der Galerie Kontrapost zu werden. Unter dem Titel "Affenstillstand“ zeigt die Galerie vom 21. März bis 11. Mai 2012 zum zweiten Mal Plastiken des umstrittenen Künstlers. Ulbrich verspricht: "Während er sich als ein in allen Richtungen kreativer Künstler grundsätzlich verschiedenster Medien bedient, zeigt Volker März in dieser Ausstellung erneut zahlreiche in Ton modellierte, farbige Figuren, die als Protagonisten seiner skurrilen, absurden, witzigen, makabren, grotesken, immer jedoch intellektuell fundierten Szenarien den Betrachter irritieren, verstören, ins Grübeln bringen und zum Lachen, das einem manchmal im Hals stecken bleibt ..."

Vielleicht deckt Volker März einige Unwahrheiten mit seinen Arbeiten auf, oder er regt zum Nachdenken an. Das müssen die Kunstfreunde selbst entdecken, wenn sie am 21. März zur abendlichen Vernissage in die Stallbaumstraße 14a in Leipzig-Gohlis gehen.

Galerie Kontrapost Online:

www.galerie-kontrapost.de

Volker März nicht mehr ganz aktuell mit seiner Seite:

www.maerzwerke.de


Der Artikel von Eli Armon Azula:

www.hannaharendt.net


Der Artikel von Julia Vitalis:

www.juedische-allgemeine.de


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