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Mal eine andere Ausstellung zur Buchmesse: Lesezeichen der Natur im Naturkundemuseum

Redaktion
"Lesezeichen" von Martin Schwarz.
"Lesezeichen" von Martin Schwarz.
Foto: Stadt Leipzig, Naturkundemuseum
Im Naturkundemuseum erwartet die Besucher eine neue spannende Sonderausstellung. Vom 10. März bis zum 2. Juni werden Buchobjekte aus der Kunstbibliothek des Schweizer Künstlers Martin Schwarz ausgestellt. Facettenreich verbinden seine Arbeiten auf eine ganz besondere Art und Weise das Medium Buch mit der Natur. Vernissage zu dieser Ausstellung ist am Sonntag, 10. März, um 11:00 Uhr im Naturkundemuseum Leipzig.


Die neue Sonderausstellung mit Buchobjekten des Schweizer Künstlers Martin Schwarz steht ganz im Zeichen der diesjährigen Leipziger Buchmesse. Als Objektkünstler mit Ateliers in Winterthur in der Schweiz und im Schloss Bartenstein im Landkreis Schwäbisch Hall ist er in der Kunstszene durch seine „Buchobjekte“ sehr bekannt geworden.

Diese unterscheiden sich vollkommen vom klassischen Buch. Blättern ist nicht möglich. Texte und Seitenangaben fehlen – es sind „Bücher ohne Worte“. Einzig auf dem aufgeschlagenen Teil wird ein Fragment (Lesezeichen) des „Inhaltes“ preisgegeben.

Eine Fülle von naturkundlichen Objekten aus sämtlichen Bereichen der Naturwissenschaften (Geologie, Botanik und Zoologie) ist mit dem Buch fest verbunden, überrascht den „Leser“ und schlägt ihn in den Bann der grenzenlosen Phantasie des Künstlers.

Beispielsweise heißt der Titel eines Buchobjekts „Berggeschichten“ – und aus dem aufgeschlagenen Werk ragen Kristallstufen. Aus einem botanischen Buch - als “Baumstrunk“ betitelt - erheben sich verschiedene Gehölze. Einen zentralen Platz in der Ausstellung nimmt der „Sprachstrudel“ ein. Mehrere zu einem Gesamtkomplex ineinander verschlungene Bücher laden zu einem Phantasie-Reigen ein.

"Lesezeichen" von Martin Schwarz.
"Lesezeichen" von Martin Schwarz.
Foto: Stadt Leipzig, Naturkundemuseum

Die Sinne des Betrachters werden angeregt und er wird mit der Frage konfrontiert, was das jeweilige Buch uns wohl im Gesamtinhalt erzählen will. Die Frage bleibt und muss offen bleiben. Das Kollektiv der Exponate erscheint wie ein Naturtheater, dessen Aufschlüsselung einer Inszenierung gleichkommt, die viele Rätsel offen lässt. Den Bühnenboden bildet die Gesamtheit der Bücher. Den Auftritt der Schauspieler erlebt der Betrachter auf dem jeweiligen aufgeschlagenen Buchteil. Staunen, rätseln aber auch lachen ist für alle Besucher/innen mit Sicherheit vorprogrammiert.

Zur Vernissage spricht Museumsdirektor Dr. Rudolf Schlatter. Martin Schwarz ist anwesend. Für musikalische Unterhaltung sorgen Kay Rost & Sebastian Blumtritt.

Weitere Veranstaltungen des Naturkundemuseums im Rahmen der Buchmesse:

Mittwoch, 13. März, 19:00 Uhr: Führung in der Sonderausstellung: Martin Schwarz über seine Lesezeichen der Natur

Mittwoch, 13. März, 19:30 Uhr: Historische Lesung: Hans Carl von Carlowitz / Joachim Hamberger "Sylvicultura oeconimica", anschließend feierlicher Empfang des Verbandes Deutscher Forstwirtschaft zum Tag der Nachhaltigkeit

Samstag, 16. März, 15:00 Uhr: Lesung: Ute Scheub "Terra Preta – Die schwarze Revolution aus dem Regenwald"

Sonntag, 17. März, 15:00 Uhr: Bebilderte Kinderlesung mit Vogelstimmen. Christa Dankert "Wie der Zaunkönig zu seinem Namen kam"

www.leipzig.de/naturkundemuseum



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