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Neu im Kino: Als der Weihnachtsmann vom Himmel fiel

Patrick Limbach
Niklas Julebukk ist der letzte echte Weihnachtsmann.
Niklas Julebukk ist der letzte echte Weihnachtsmann.
© Constantin
Niklas Julebukk (Alexander Scheer) ist der Weihnachtsmann. Nicht der aus dem Supermarkt oder der Apotheke, sondern der letzte echte Weihnachtsmann. Seine Amtskollegen haben sich entweder dem finsteren Waldemar Wichteltod (Volker Lechtenbrink) angeschlossen, der Weihnachten in eine Konsum-Orgie verwandeln möchte, oder wurden von ihm in Eisstatuen verwandelt.

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Weil Julebukk dieses Jahr seinen finsteren Machenschaften trotzen und Bescherung feiern möchte, flüchtet er in seinem fliegenden Weihnachtsmannwagen mit dem letzten verbliebenen Rentier, zwei Engeln und Wichteln aus dem von Wichteltod regierten Weihnachtsland – und fällt während eines Gewitters mitten in einer beschaulichen Kleinstadt vom Himmel.

Angesichts der schweren Schäden an seinem Gefährt kommt ihm die Begegnung mit Ben (Noah Kraus) wie gelegen. Der ist mit seinen Eltern Lena (Jessica Schwarz) und Fred (Fritz Karl) aus München in die Provinz gezogen, aber fühlt sich noch lange nicht zu Hause. Seine Mutter ist mit der Eröffnung ihres Schokoladengeschäfts beschäftigt, in der neuen Klasse wird er von den anderen Jungs gehänselt und das Nachbarsmädchen Charlotte (Mercedes Jadea Diaz) scheint eine Zicke zu sein. Keine Frage, dass Ben sich nicht zweimal überlegt, dem Weihnachtsmann bei Erfüllung seiner gefährlichen Mission zu helfen. Allerdings benötigt er dazu auch die Unterstützung von Charlotte und ihrem Hund Wutz. Denn mit Waldemar Wichteltod und seinen Männern ist nicht zu spaßen.

Der finstere Waldemar Wichteltod will Weihnachten in eine Konsum-Orgie verwandeln.
Der finstere Waldemar Wichteltod will Weihnachten in eine Konsum-Orgie verwandeln.
© Constantin

Endlich wieder ein deutscher Weihnachtsfilm für die ganze Familie. Mit über 400 Special Effects versetzt Regisseur Oliver Dieckmann große und kleine Zuschauer in Cornelia Funkes ("Tintenherz") Weihnachtswunderland. Basierend auf ihrer gleichnamiger Erzählung nimmt "Als der Weihnachtsmann von Himmel fiel" das Publikum mit auf eine abenteuerliche Reise zwischen Traumwelt und Wirklichkeit. Engel, Wichtel, eine Nussknacker-Armee und ein unsichtbares Rentier, das fliegen kann, gehören zum fantasievollen Repertoire der Bestseller-Autorin.

Dieckmann setzt Funkes Einfälle mit großem technischen Aufwand in eine geradezu magische Bildsprache um, die die Zuschauer schnell in ihren Bann zu ziehen vermag. Die großartige Besetzung bis in die kleinen Nebenrollen trägt ihr Übriges zum gelungenen, vorweihnachtlichen Kinonachmittag bei. Die Kinderrollen sind mit neuen Leinwandgesichtern gut gecastet. Alexander Scheer spielt den jugendlich daherkommenden Niklas Julebukk mit einer frischen Prise norddeutschen Humors. Volker Lechtenbrinks Darbietung als Fiesling Wichteltod dürfte dem jungen Publikum eine gehörige Portion Furcht einflößen. Amüsant die in seiner Rolle versteckte Kapitalismuskritik, die Dieckmann mittels eines düsteren Industrial-Songs transportiert.

Ben erhält Unterstützung von Charlotte und ihrem Hund Wutz.
Ben erhält Unterstützung von Charlotte und ihrem Hund Wutz.
© Constantin

Dieckmanns Film möchte seine Zuschauer vor allem an eines erinnern: Weihnachten ist mehr als eine reine Konsum-Orgie. Mit kleinen Weihnachtswundern, wie plötzlichem Schneefall oder einem über Nacht durch Geisterhand hübsch dekorierten Schaufenster, versucht er, dies vor allem dem älteren Publikum in Erinnerung zu rufen. Die ganz jungen Zuschauer werden auch nach diesem Film weiter fest an den Weihnachtsmann glauben.

Deutschland/Österreich 2011, R: Oliver Dieckmann, D: Alexander Scheer, Noah Kraus, Mercedes Jadea Diaz, 107 Min, FSK 0.

Filmstart ist der 24. November, zu sehen im CineStar, Cineplex, Passage Kinos und Regina Palast.

Die Seite zum Film:
www.weihnachtsmann-film.de


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