Tom Cruise macht das Unmögliche wieder möglich. Zum vierten Mal schlüpft der umstrittene Hollywood-Star in die Rolle von IMF-Agent Ethan Hunt, um die Welt vor einer nuklearen Katastrophe zu retten. Nach einem spektakulären Gefängnisausbruch verschlägt es Hunt und sein Team nach Moskau, wo die Agenten sensible Aufzeichnungen aus dem Kreml-Archiv stehlen sollen.
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Doch die Mission schlägt fehl. Eine gigantische Explosion macht den russischen Regierungssitz dem Erdboden gleich.Damit nicht genug: Hunt wird auf der Flucht enttarnt und für den Terrorakt verantwortlich gemacht. Der US-Präsident aktiviert daraufhin das "Phantom Protokoll", das die INF fortan verleugnet. Sollten Hunt und sein Team um Jane Carter (Paula Patton), Benji Dunn (Simon Pegg) und den schwer durchschaubaren Brandt (Jeremy Renner) die Drahtzieher nicht fassen, werden sie weltweit als Terroristen gejagt werden.
Ohne Unterstützung führt sie ihr Weg nach Dubai, um dem geheimnisvollen Kurt Hendricks (Michael Nyquist) auf die Spur zu kommen, der einen dritten Weltkrieg zu planen scheint.
Was plant der größenwahnsinnige Weltverschwörer Kurt Hendricks?
Nichts ist unmöglich, lautet das Credo der Action-Reihe, die seit 1996 weltweit das Publikum in ihren Bann zieht und Tom Cruise einen gewaltigen Karriereschub verpasste. Dieser Linie bleibt auch ihr vierter Teil treu. Regisseur Brad Bird, vor allem durch die Animationsstreifen "Ratatouille" und "The Incredibles" bekannt, gibt ab der ersten Minute Vollgas. Auf eine rasante Verfolgungsjagd über den Dächern von Budapest folgt eine schlagkräftig inszenierte Flucht aus einem Hochsicherheitsgefängnis. Nach rund 20 Minuten hat er bereits den Beweis geliefert, dass "Mission: Impossible" für ihn keine Nummer zu groß ist. Bird mangelt es nicht an Einfallsreichtum: Neben den schon obligatorischen Verfolgungsjagden, Schießereien und Versteckspielchen mit allerlei Gimmicks brennt sich Ethan Hunts Kletterpartie am Burj Khalifa ins Gedächtnis ein.
Der Agent muss des höchste Gebäudes der Welt erklimmen, während ein Sandsturm direkt darauf zu und der Adrenalin-Pegel schon beim Zuschauen nach oben rast.
Gewagte Kletterpartie in Dubai – kein Problem für Superagent Ethan Hunt.
Ein Novum im vierten Teil ist die verstärkte Fokussierung auf Ethan Hunts Mitstreiter. Gleich drei Gefährten haben die Macher ihrem Protagonisten zur Seite gestellt. Den Hacker und Angsthasen Benji, der von Simon Pegg mit viel trockenem Humor gespielt wird. Sein weiblicher Gegenpart in Person von Paula Patton besticht mehr durch Charme und Schönheit, weniger durch ihr schauspielerisches Können. Jeremy Renner als zwielichtiger Agent William Brandt überzeugt sowohl durch sein Spiel als auch durch seinen Körpereinsatz. Charakterdarsteller Michael Nyquist in der Rolle des größenwahnsinnigen Weltverschwörers ist dagegen eine Wucht.
Insgesamt bietet "Mission: Impossible – Phantom Protokoll" rundum solides Action-Kino, dass den Zuschauer bis zur letzten Minute im Sitz fesselt. Auffällig die Parallelen zu den letzten James-Bond-Filmen. Ethan Hunt avanciert endgültig zum amerikanischen Pendant des britischen Geheimagenten. Wie auch Bond reist Hunt rund um den Globus, um die Welt vor dem Untergang zu retten. Der Schwede Michael Nyquist, der in seiner Rolle eine skrupellos bösartige Form von Narzissmus personifiziert, würde auch eine gute Figur als Bond-Schurke machen. Dass sich ein Reboot von "Mission: Impossible" ohne Tom Cruise lohnen würde, scheint dagegen fraglich. Ob eine weitere Fortsetzung kommen wird, ist noch ungewiss.
USA 2011, R: Brad Bird, D: Tom Cruise, Paula Patton, Simon Pegg, 133 Min, FSK 12.
Filmstart ist der 15. Dezember, zu sehen im CineStar, Cineplex, CT Taucha und Regina Palast.
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