15 Jahre Kinobar Prager Frühling: Im Gespräch mit Inhaberin Miriam Pfeiffer
Daniel Thalheim
18.01.2012
Seit 15 Jahren Arthouse-Kino: Kinobar "Prager Frühling".
Bild: Kinobar Prager Frühling
Seit 15 Jahren gibt es die Kinobar schon. Im Haus der Demokratie untergebracht, flimmern hier seit anderthalb Jahrzehnten Liebhaberfilme. Am 17. Januar feierte Kinobetreiberin Miriam Pfeiffer mit Kurzfilmen, Quizshow und Filmpantomime Geburtstag. Der L-IZ erzählt sie, wie alles begann und worum es ihr bei der Kinobar "Prager Frühling" geht.
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"Die Kinobar entstand unter der Ägide der Schaubühne Lindenfels und bekam damals auch von denen den Namen", erzählt die Betreiberin der L-IZ. Zur Eröffnung 1997 wurde die Milan-Kundera-Roman-Verfilmung "Die unerträgliche Leichtigkeit des Seins" gezeigt. "Ich bin von Beginn an dabei und hatte die Kino- und Geschäftsleitung inne. Seit einigen Jahren bin ich Betreiberin, also Eigentümerin der Kinobar."
Hollywood scheint es hier nicht zu geben. Das Programm der Kinobar in der Nähe des Connewitzer Kreuzes will sich vom herkömmlichen Mainstream abheben. Im "Prager Frühling" laufen Filme im Originalton und mit Untertiteln. Pfeiffer bietet ein Kinderfilmprogramm mit dem Format "Schulkino" an. Die Reihe "Experimentalfilm" lockt ebenso Interessierte an wie die "Schwul-Lesbischen Filmtage". Diese Woche geht's ab den 19. Januar schon mit dem kleinen Kinofestival los.
"Die Kinobar besitzt in Leipzig natürlich einen Stellenwert als Arthouse-Kino, wie sie auch Ort des politischen und ökologischen Austauschs ist." Pfeiffer führt aus, dass nach den Vorstellungen die Filme diskutiert werden können. Themen-bezogenen Filme und Filmreihen haben das Profil der Kinobar in den vergangenen Jahren geschärft. Für die Kinobetreiberin bietet der "Prager Frühling" mehr als nur eine Nische.
"Die Programmvielfalt ist für uns wichtig, um die Zuschauer immer wieder fürs Programm zu begeistern, wir spüren nichts von Krise und freuen uns über beständige Neugier und das Interesse unserer Zuschauer am Programm", sagt sie abschließend und wendet sich schon den nächsten Projekten zu.
Pfeiffer: "Gleich am Donnerstag geht es los mit den 2. Lesbisch-Schwulen Filmtagen. Auch das UT Connewitz, als beständiger Veranstaltungspartner, ist wieder mit dabei. Andere Filmreihen und Filmländer werden dieses Jahr wieder beleuchtet, wie Israel und die Türkei. Das Sommerkino auf der Feinkost, von uns ebenfalls bespielt, eröffnet die Saison am 1. Mai."
Mehr zum Programm in der Kinobar auf ihrer Homepage:
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