Finanzkrise, Fukushima, Unruhen in London und Athen, ein drohender Krieg gegen den Iran. Rückt die Welt dem Abgrund näher? Filmemacher setzten sich seit einigen Jahren verstärkt mit Untergangsszenarien auseinander. Das Spektrum reicht vom Blockbuster bis zur Genre-Perle.
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John Ottway (Liam Neeson) ist Jäger. Für ein Ölunternehmen beschützt er in Alaska Bohrarbeiter vor wilden Tieren. Als er und seine Kollegen auf dem Heimflug in der Wildnis abstürzen, beginnt für sie der Kampf ums nackte Überleben. Acht Männer überleben die Tragödie. Gemeinsam machen sie sich auf den Weg nach Süden. Ihre größten Feinde sind nicht etwa Hunger und Kälte. Ein unerbittliches Wolfsrudel hat bereits ihre Verfolgung aufgenommen. Joe Carnahan, der zuletzt die mittelmäßige "A-Team"-Adaption verantwortete, hat einen Survival-Trip der Extraklasse inszeniert. "The Grey" bedient sich eines simplen Szenarios, um urmenschliche Überlebenstriebe zu erforschen. Wie weit würden wir gehen, um unser Leben zu retten? Wie verhalten wir uns, wenn wir einer existentiellen Bedrohung ausgesetzt sind?
Die größten Feinde der Überlebenden sind nicht etwa Hunger und Kälte.
Die Story ist zugegebenermaßen unrealistisch. Denn Wölfe machen normalerweise keine Jagd auf Menschen. Lässt man diesen Makel außen vor, bietet der Streifen Genre-Fans jede Menge bissige Unterhaltung – literweise Filmblut inklusive. Wer jetzt einen Slasher-Film erwartet, wird bitter enttäuscht. Denn Carnahans Fokus liegt auf dem philosophischen Gehalt des Überlebenskampfs. Liam Neeson füllt seine Figur obendrein mit jeder Menge kitschigem Pathos aus. Wäre der Plot nicht so vorhersehbar gestrickt, könnte "The Grey" mehr als nur ein technisch sauber inszenierter Survival-Thriller sein. Kann man mögen, muss man aber nicht.
Möglicherweise sehnen sich die Menschen derzeit vermehrt nach vorgespielten Schreckensszenarien. Steven Soderbergh vernichtete 2011 in "Contagion" mittels eines Virus einen Teil der Weltbevölkerung. Sein klaustrophobes Endzeit-Drama orientierte sich erschreckend nah an der Wirklichkeit. Der Was-wäre-wenn-Effekt löste beim Zuschauer beklemmende Gefühle aus. Anders das flache Höhlentaucher-Drama "Sanctum" (2011), das sich immerhin mit dem Namen James Camerons schmücken durfte. Der Existenzkampf einiger Forscher in einer durchfluteten Höhle bot schlichtweg zu wenig Anknüpfungspunkte für den Zuschauer. Von cineastischer Qualität ganz zu schweigen.
Das unerbittliche Wolfsrudel duldet keine Eindringlinge.
Wirklichkeitsfern klingt auch die Handlung des französischen Endzeitstreifens "The Divide" (ab 11. Mai auf DVD). Nach einem Nuklear-Anschlag rettet sich eine kleine Gruppe in einen sicheren Atombunker. Was als Zufluchtsort und Schutz erscheint, entpuppt sich schnell als Schreckensszenario. Vor dem Hintergrund der Atom-Katastrophe in Japan scheint sich die Branche hier immerhin am Zeitgeschehen orientiert zu haben.
Eine interessantere, wenngleich absurde Aufbereitung des Themas zeigt der deutsche Psychothriller "Urban Explorer" (2011). Vier Backpacker lassen sich von Kris (Max Riemelt) nachts illegal durch den Berliner Untergrund führen. Der Ausflug in eine Welt aus Bunkern, Stollen und Kanalisationen wird zu einem Alptraum, als der Guide verunglückt und sie in die Fänge von Armin (Klaus Stiglmeier) geraten. Ein wahnsinniger Psychopath, der im Dunkeln auf junge Touristen lauert.
Die Low-Budget-Produktion mit weitgehend talentfreien Schauspielern kräuselt die Nackenhaare des Zuschauers, wirkt jedoch von Untergrund-Schockern wie "Creep" abgekupfert. Das macht aber nichts, denn der minimalistische Stil von Filmemacher Andy Fetscher verleiht dem Streifen eine Note, wie sie kein Blockbuster kennt. Bemerkenswert zudem das diabolische Spiel Klaus Stiglmeiers. Der 31-jährige Regisseur reduziert sein Sujet auf die simple Formel (Über-)Leben oder Sterben. Seine Figuren wälzen sich in Blut und Dreck, graben sich mit eigenen Händen durch Schlamm und ringen letztlich mit ureigenen Instinkten, um zu überleben. Das ist gutes Horror-Kino. Ein wahrer Geheimtipp. Dank manch einfallsreicher Wendung bleibt der Film fast bis zum Schluss spannend.
"The Grey – Unter Wölfen" läuft ab dem 12. April im Kino, zu sehen im CineStar, Cineplex, Regina Palast und UCI Nova Eventis.
"Urban Explorer" ist seit dem 9. März auf BluRay & DVD erhältlich.
Die Gretchenfrage der gesamten City-Tunnel-Inszenierung lautet: "Wie hältst Du es mit dem Fernzug?" Der Wunsch nach erhellender Auskunft geht an die Deutsche Bahn, und er wird - je nach Geschäftsbereich und Stimmungslage - mehr oder weniger verschämt beschieden. Meistens mit einem faszinierend eindeutigen "Vielleicht." mehr…
So kurz vor der Neuwahl des Umweltbürgermeisters in der Stadtratssitzung am 10. Juli gibt es noch einmal richtig Ärger für Umweltbürgermeister Heiko Rosenthal (Die Linke). Ein kleiner Vogel ist nicht schuld daran, auch wenn er Eisvogel heißt. Er wurde im Frühjahr 2013 endlich wieder im Floßgraben gesichtet, nachdem er von Ausbauarbeiten und erstem Bootsverkehr massiv gestört wurde. Nun ist er wieder da. Der Bootsverkehr wurde gedrosselt. mehr…
Man will mit der dem Leipziger Stadtrat präsentierten Variante des Elster-Saale-Kanals mit aller Macht ein touristisches Projekt aus dem Boden stampfen, für das es nicht mal einen Nutzungsdruck gibt. Die Autoren der "Touristischen Potenzialanalyse" versuchen einfach hochzurechnen, wieviele Männer in der Region nach dem Bau des Kanals vielleicht geneigt wären, sich ein Motorboot zuzulegen. mehr…
Am Tag des Eurovision Song Contest bekamen die Lok-Frauen für ihre Darbietung beim 1.FC Lübars null Punkte. Zwar saßen Haar und Kostüm perfekt, doch verdarb eine kurzzeitige Disharmonie schon in der ersten Strophe die gesamte Performance. Nur 9 (neun!) Minuten reichten aus, um sich durch 4 (vier!) Gegentore bereits zur Halbzeitpause den Tag nachhaltig verderben zu lassen. mehr…
Mancher Teilnehmer der Diskussion um das Projekt "Elster-Saale-Kanal" verfolgt schon mit Verwunderung den Vorgang, dass dem Stadtrat von Leipzig am 15. Mai lediglich eine einzige, und zwar die teuerste Variante zum Abnicken vorgelegt werden sollte. Das haben die Grünen erst mal verhindert und eine Verschiebung der Abstimmung auf die Ratsversammlung am 19. Juni beantragt. mehr…
Allein über das Bildungs- und Teilhabepaket werden in Leipzig aktuell an 16 Schulen Schulsozialarbeit finanziert. Die erfolgreiche Förderung zusätzlicher Schulsozialarbeit aus den Mitteln des Bildungs- und Teilhabepakets droht am 31. Dezember 2013 auszulaufen. Auch das Förderprogramm "Chancengerechte Bildung des Freistaates Sachsen", worüber 1,6 Schulsozialarbeiterstellen an der Nachbarschaftsschule finanziert werden, läuft voraussichtlich Anfang 2014 aus. mehr…
Die neue Rundgangreihe zu „Sanierungs- und Fördergebiete“ in der zwischen April und Mai 2013 mehrere Rundgänge zu verschiedenen Themen angeboten werden, geht weiter. Der nächste Rundgang findet am Dienstag, 21. Mai, um 17:30 Uhr vor der Marienkirche, Oberdorfstraße Ecke Lochmannstraße, statt. Es handelt sich um einen Rundgang durch das Sanierungsgebiet Stötteritz, mit Standpunkten an der Marienkirche, dem Gutshof und Herrenhaus. mehr…
Das Familiencafé Yellow möchte unbekannte Lebensmittel vorstellen. Im Kochkurs werden deshalb Rezepte aus der ganzen Welt ausprobiert. Gerichte aus Mexiko, Italien, Indien, Österreich und dem Orient standen bereits auf Speisezettel im Kochkurs. Bei der Zubereitung tragen wir unserem einheimischen Gaumen Rechnung. Das bedeutet, die Speisen werden nicht zu scharf und auch nicht mit zu viel Knoblauch zubereitet. mehr…
Das Ensemble Fimmadur, eine junge Vokal-Formation aus aktiven und ehemaligen Thomanern, lädt am Freitag, 7. Juni zu einem Konzert in die Villa Thomana, Sebastian-Bach-Straße 3. Beginn ist 19:30 Uhr. Karten sind an der Abendkasse erhältlich (10,00 Euro; 8,00/5,00 Euro ermäßigt). Unter dem Titel „Porträt“ veröffentlichten die fünf aktiven und ehemaligen Thomaner im Dezember 2012 ihre erste CD. mehr…
Am Pfingstmontag, 20. Mai, veranstaltet die Deutsche Gesellschaft für Mühlenkunde und Mühlenerhaltung (DGM) e.V. zusammen mit ihren Landes- und Regionalvereinen den diesjährigen Deutschen Mühlentag. Die zentrale und offizielle Auftaktveranstaltung des diesjährigen Deutschen Mühlentages findet an der Windmühle Johanna im Hamburg Wilhelmsburg statt. Schirmherr der Veranstaltung ist der dortige Bürgermeister der Freien und Hansestadt Hamburg, Olaf Scholz. mehr…
Die Bildungsmesse Leipzig Südost denkt weiter: Eingebettet in die Feierlichkeiten zum 150. Geburtstag der Sozialdemokratie im Mai 2013 in Leipzig findet am Samstag, 25. Mai, in deren Gründungsstadt eine Bildungsmesse statt. - Wie entwickelt sich Bildung nach dem 150. Jahrestag der Sozialdemokratie in Stadtteilen und ihren Strukturen weiter? mehr…
"Leipzig liest" war die Devise der Leipziger Buchmesse in diesem Jahr. Wir Leipziger lesen nicht nur zur Buchmesse. Wir lesen immer, meint die Autorengruppe by Chance. Wo: auf dem Sofa. Im Grünen. Im Bett. In der Badewanne. In Gaststätten. Überall. Und wir lesen im Leipziger Osten. Wir, das sind Leute, die sich zufällig getroffen haben. Deshalb nennen wir uns „by Chance“. mehr…
Briefromane sind selten geworden. Sie waren mal richtig Mode. Der berühmteste hat das 18. Jahrhundert in helle Aufregung versetzt: Goethes "Leiden des jungen Werther". Mittlerweile sind die Nachrufe auf den geschriebenen Brief ja Legion. Man schreibt keine Briefe mehr. Man mailt und simst und twittert. Liebe im 140-Zeichen-Modus. Oder man ruft an. Aber so ein echter Briefroman ist das, was Ines Groß hier vorlegt, auch nicht. mehr…
Der gemeinsame Ausflug beginnt um 16:00 Uhr an der „Villa am Palmengarten“ in der Erich-Zeigner-Allee 14, 04229 Lindenau und führt die Radler bis zum „Volkspark“ in Kleinzschocher. Dort soll ein gemeinsames Picknick stattfinden. Neben dem Chefdirigenten des MDR Sinfonieorchesters werden auch Orchestermusiker an der Radtour teilnehmen. mehr…
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