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Geblitztdingst: Die "Men in Black" sind nach zehn Jahren Leinwandabstinenz zurück

Martin Schöler
Flotte Sprüche, schwarze Business-Anzüge, dunkle Sonnebrillen - Die "Men in Black" sind zurück.
Flotte Sprüche, schwarze Business-Anzüge, dunkle Sonnebrillen - Die "Men in Black" sind zurück.
© Sony Pictures
Flotte Sprüche, schwarze Business-Anzüge, dunkle Sonnebrillen. Die "Men in Black" sind nach zehn Jahren Leinwandabstinenz zurück. Im dritten Teil des SciFi-Franchise reist Will Smith ins Jahr 1969, um seinem Partner Tommy Lee Jones das Leben und die Menschheit vor einer vernichtenden Alien-Invasion zu retten.


Viel geändert hat sich in den letzten Jahren nicht. Die Agenten J und K (Smith & Jones) bekämpfen noch immer schleimige Aliens. Gleichzeitig vertuschen sie den Ottonormalbürgern ihre Existenz. Nach einem merkwürdigen Zwischenfall sucht J überall und schließlich in der MIB-Zentrale nach seinem spurlos verschwundenen Partner. Dort eröffnet ihm Agent O (Emma Thompson), dass der rüstige Senior mit Kaffeetick vor 43 Jahren im Einsatz sein Leben verlor. Gleichzeitig sieht sich die Welt mit einer gigantischen Invasion außerirdischer Schleimbeutel konfrontiert, die alles vernichten, was nicht niet- und nagelfest ist. Offenbar wurde der Lauf der Geschichte verändert. Also reist J in die Vergangenheit, um einer jüngeren Ausgabe von K das Leben zu retten und den Drahtzieher der Alien-Attacke zur Strecke zu bringen.

Als K plötzlich verschwindet, erfährt J von Chefin O, dass sein Partner bereits seit 40 Jahren tot ist.
Als K plötzlich verschwindet, erfährt J von Chefin O, dass sein Partner bereits seit 40 Jahren tot ist.
© Sony Pictures

Regisseur Barry Sonnenfeld kehrt zu den Wurzeln seines Erfolgs zurück. Nachdem seine "Chaoscamper" 2006 von Kritikern gnadenlos auseinandergenommen wurden, war es lange Zeit ruhig um den Erfinder der "Men in Black" geworden. Die zweite Fortsetzung seines Erfolgs aus dem Jahr 1997 könnte zu seiner Ehrenrettung beitragen. Den Sonnefeld ist seiner Linie, übersteigerte Coolness mit markigen Sprüchen zu kombinieren, treu geblieben. Der Streifen ist keine Special-Effects-Schlacht wie zuletzt "Battleship" oder "The Avengers". Sonnefeld hat eine klassische SciFi-Comedy mit einigen Action-Einlagen inszeniert. Dass die Schleimmonster Computerhirnen entkrabbelt sind, ist heutzutage so selbstverständlich wie das Amen in der Kirche. Unverzeilich ist dagegen die nachträgliche Konvertierung in die dritte Dimension. Die 3D-Brillen trüben unnötigerweise die charakteristischen Weißtöne, umherschwirrende Aliens sind überflüssig.

Um die Zukunft wieder einzurenken reist J zurück ins Jahr 1969. Unterstützt wird er dabei vom jungen Agenten K.
Um die Zukunft wieder einzurenken reist J zurück ins Jahr 1969. Unterstützt wird er dabei vom jungen Agenten K.
© Sony Pictures

Will Smith und Tommy Lee Jones spielen ihre Charaktere mit der gewohnten Lässigkeit. Sie bedienen mit ihrer dick aufgetragenen Coolness vor allem die Geschmäcker eingefleischter Fans. Sehr zur Freude der Kinobetreiber, die sich über volle Kassen freuen dürfen. Denn "Men in Black III" knüpft nahtlos an den Kult an, der sich um die ersten beiden Teile entwickelte. Das Publikum darf sich auf zwei kurzweilige Stunden Popcorn-Kino freuen.

USA 2012, R: Barry Sonnenfeld, D: Will Smith, Tommy Lee Jones, Josh Brolin, 106 Min, FSK 12.

Filmstart ist der 24. Mai, zu sehen im CineStar, Cineplex, CT Taucha, Regina Palast und UCI Nova Eventis.

Die Seite zum Film:
www.men-in-black-3.de/site


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