Was macht Hollywood, wenn die Produzenten vor Ideenlosigkeit nur so strotzen? Die Traumfabrik bedient sich kurzerhand beim Fernsehen. Diese Woche starten gleich zwei Filme, die auf TV-Serien basieren. "21 Jump Street" bedeutete für einen gewissen Johnny Depp Ende der 80er das Sprungbrett für eine Weltkarriere. Ab Donnerstag ist er in Tim Burton's Adaption von "Dark Shadows" zu sehen. Die gleichnamige Trashhorror-Serie aus den 60ern erlangte bei Genre-Fans vor allem wegen ihrer zahllosen Pannen Kultstatus.
Anzeige
Die 21 Jump Street muss derweil ohne ihn auskommen. Die Spezialeinheit wurde mit frischen Gesichtern wieder zum Leben erweckt. Die frisch gebackenen Cops Jenko (Channing Tatum), zu Schulzeiten von Frauen umgarnt, und Schmidt (Jonah Hill), seinerzeit totaler Looser, haben sich mit Ach und Krach durch die Polizeiakademie gekämpft. Wegen ihres jugendlichen Aussehens sollen sie an einer Highschool undercover einen Drogenring ausheben – und stolpern von einem Fettnäpfchen ins Nächste.
Nachdem zuletzt "A-Team" an der Kinokasse floppte, durfte man durchaus skeptisch sein, als sich das Regie-Duo Phil Lord & Chris Miller mit 42 Millionen Dollar im Gepäck an die Adaption des TV-Klassikers machten. Das Ergebnis kann sich sehen lassen. Der lässige Mix aus unterhaltsamen Gags, flotten Sprüchen, einer Portion Slapstick und heißer Action erinnert an die "Police Academy"-Reihe.
Die Cops Schmidt und Jenko stolpern in 21 Jump Street von einem Fettnäpfchen ins Nächste.
Zwei Bullen, die zu doof sind, um einen Dealer festzunehmen, bekommen es mit einem ganzen Drogenring zu tun. Ein Einsatz, der natürlich nur in die Hose gehen kann, zumal das ungleiche Paar Berufliches und Privates nicht trennen kann. Plötzlich findet sich Schmidt in der Rolle wieder, die er sich immer erträumt hatte, während Jenko zum Außenseiter wird. Jonah Hill, für "Moneyball" für den Oscar nominiert, spielt gewohnt solide. Channing Tatum verkörpert dagegen den Macho-Stereotyp, den er immer verkörpert. Langweilig, aber was soll's? Die schrägen Gags entschädigen sein mangelndes Talent.
Bizarr geht es auch im Fischerdorf Collinwood zu. Barnabas Collins (Johnny Depp), Sohn einer wohlhabenden Fischerdynastie, machte Ende des 18. Jahrhunderts den Fehler, sich mit der Hexe Angelique Bouchard (Eva Green) anzulegen. Aus Rache verwandelte sie ihn in einen Vampir und ließ ihn lebendig begraben. Als er zufällig 1972 aus seinem Sarg befreit wird, findet er sich in einer fremden Welt wieder.
Gemeinsam mit Matriarchin Elizabeth macht sich der Barnabas daran, die Familienehre wieder herzustellen.
Der Familiensitz Collinwood Manor ist mittlerweile verlottert. Dessen Bewohner haben alle ihre eigenen dunklen Geheimnisse, und vom einstigen Glanz des Familienunternehmens ist nichts mehr übrig geblieben. Gemeinsam mit Matriarchin Elizabeth (Michelle Pfeiffer) macht sich der Barnabas daran, die Familienehre wieder herzustellen. Pech nur, dass die ebenfalls unsterbliche Angelique ihm die Suppe gehörig versalzen will.
Tim Burton bringt mit "Dark Shadows" wohl eine der schrillsten Trash-Serien seit Erfindung des Fernsehens auf die Leinwand. Düstere Bilder, ein altes Gemäuer und jede Menge skurriler Gestalten sind die Zutaten für ein cineastisches Gebräu mit Schenkelklopfer-Garantie. Spätestens wenn Barnabas nach einer Viertelstunde im Logo einer bekannten Fastfoodkette ein Zeichen des Sartans erkennt, sind die Lachmuskeln gefragt. Johnny Depp spielt den Protagonisten als schlitzohrigen Charmeur im Grufti-Look. Dabei werden sofort Erinnerungen wach an seine Darstellung von "Sweeny Todd" und Pirat Jack Sparrow.
Man kann Depp für die Darbietungen solcher Typen mögen, ihn sogar zum Sex-Symbol stilisieren. Aber Schauspielerisch hat er sicher mehr drauf. Wäre schön, wenn der Amerikaner demnächst wieder eine Rolle spielen würde, die ihn fordert und uns überrascht. In Burtons unterhaltsamer Inszenierung findet sich der Weltstar gut zurecht. Das Duo arbeitet seit Jahren regelmäßig zusammen. Freilich zählt der Streifen ob fehlender Tiefe nicht zu Burtons besten. Amüsantes Popcorn-Kino bietet er aber allemal. Wie Depps Duell mit der ebenfalls überzeugenden Eva Green endet, ist ab Donnerstag im Kino zu sehen.
21 Jump Street, USA 2012, R: Phil Lord, Chris Miller, D: Jonah Hill, Channing Tatum, Brie Larson, 109 Min, FSK 12.
Kleinere Brötchen, klares Konzept, neuer Trainer: Der 1. FC Lok Leipzig befindet sich im Wiederaufbau. Neu-Trainer Carsten Hänsel kommt dabei eine entscheidende Rolle zu. Der 30-Jährige soll im kommenden Jahr die Klasse halten. Das sei realistisch, alles andere nur Märchen. Wen er halten und wie er spielen will, erklärte Hänsel am Freitag den Medien. mehr…
Der erste Beton trocknet: Heute haben Ordnungsbürgermeister Heiko Rosenthal und Branddirektions-Leiter Karl-Heinz Schneider den Grundstein für das neue Feuerwehrtechnische- und Ausbildungs-Zentrum gelegt. Wegen des sperrigen Namens wird es als FTAZ abgekürzt. Es ist eines der größten Bauprojekte, die Leipzig derzeit hat. Für rund 21 Millionen Euro entsteht auf einer Fläche von 4,8 Hektar ein Gebäudekomplex, in welchem sowohl die Feuerwache Südwest als auch das Ausbildungs-Zentrum untergebracht werden. mehr…
Musik für Kaiser und Könige bieten die Capella Antiqua und namhafte Solisten am 31. Mai 2013 im Merseburger Dom. Das Sonderkonzert gilt der Dachmarke „Straße der Romanik“, die seit 20 Jahren über 60 Denkmale in Sachsen-Anhalt vereint. Die Landschaft zwischen Harz und Saale bildet derzeit den authentischen Drehort für den Hollywood-Film „The Monuments Men“. - Ein Interview mit Thomas Spindler, Percussionist bei der Capella Antiqua. mehr…
„Dass jemand ohne Rücksicht auf die eigene Gesundheit anderen zur Seite springt, zeugt von außergewöhnlicher Zivilcourage. Wir sind ihm unendlich dankbar, denn dieser Mann hat unserer Kollegin mit seinem Eingreifen das Leben gerettet“. Mit diesen Worten bedankte sich Christine Westphal, Mitglied der Geschäftsleitung im Jobcenter Leipzig, am Donnerstagabend bei dem Mann, der durch sein beherztes Eingreifen am Dienstag einen 34-jährigen Täter bei einem Hammerangriff auf eine Mitarbeiterin im Jobcenter gestoppt hatte. mehr…
Frank Heinrich wird Sachsens neuer Chefankläger. Justizminister Jürgen Martens ernannte den Juristen am Donnerstag zum Leitenden Oberstaatsanwalt bei der Generalstaatsanwaltschaft Dresden. Sein Amt tritt er zum 1. Juni 2013 an. „Ich freue mich, dass mit Frank Heinrich eine äußerst kompetente Persönlichkeit für die Generalstaatsanwaltschaft Dresden gewonnen werden konnte", kommentiert Martens die Personalie. mehr…
Und noch ein kostbares Stück deutscher Statistik: Paul M. Schröder vom Bremer Institut für Arbeitsmarktforschung und Jugendberufshilfe e.V. hat sich dieser Tage einmal die sogenannte "Integrationsquote" der 410 Jobcenter in Deutschland näher angeschaut. Arbeitsagentur und Jobcenter versuchen ja immer wieder auch durch beeindruckende Integrationszahlen den Eindruck zu vermitteln, sie seien geradezu erfolgreich in ihrem Tun. Womit sie natürlich auch das ganze dahinter stehende Regelungskonvolut legitimieren. mehr…
Was wusste Sachsens Verfassungsschutz Anfang 2000 wirklich über das Treiben des rechtsextremen Terror-Netzwerks NSU? Die Frage bewegt seit Dienstag die Gemüter. Das SWR-Magazin "Report Mainz" zitierte aus einem Schreiben des Landesamts an den damaligen sächsischen Innenminister Klaus Hardraht (CDU), in dem der Geheimdienst terroristische Anschläge durch die abgetauchten Neonazis befürchtete. L-IZ.de fragte bei dem Dresdner Juristen nach. mehr…
Leipzigs Unweltbürgermeister Heiko Rosenthal riss einen Zaun ein: ganz planmäßig beim ersten symbolischen Baggerbiss am Bürgerbahnhof Plagwitz. Bevor die Arbeiten am ersten Bauabschnitt eines Gleis-Grünzuges auf dem Areal des ehemaligen Güterbahnhofs richtig beginnen können, muss jedoch die Zauneidechse nebst Nachwuchs weiter gewandert sein. mehr…
Das komplette "Wassertouristische Nutzungskonzept" (WTNK) von 2007 steht zur Disposition. Beschlossen hat es zwar eigentlich niemand, kein demokratisch legitimiertes Gremium hat es als Handlungsgrundlage für das Leipziger Neuseenland abgestimmt. Aber alle jüngeren Aktivitäten der Steuerungsgruppe Leipziger Neuseenland bauen darauf auf. Auch die Vorlage zum Elster-Saale-Kanal, die am 19. Juni im Stadtrat abgestimmt werden soll. mehr…
Am 9. Mai erklärte das Leipziger Umweltdezernat die zeitweise Sperrung des Floßgrabens für Boote. Grund ist der seltene Eisvogel, der in diesem Frühjahr im Floßgraben wieder brütet. Und seither wogt die Diskussion: Ist das zu viel der Einschränkung, zu wenig? Und was bedeutet das eigentlich für das ganze Wassertouristische Nutzungskonzept (WTNK) im Neuseenland? - Der Ökolöwe sieht die Untere Naturschutzbehörde im richtigen Fahrwasser. mehr…
Die Wagner-Festtage in Leipzig neigen sich dem Ende entgegen und erreichen mit einer festlichen Sekt-Matinee und der Aufführung des Stummfilmes Richard Wagner aus dem Jahr 1913 und der Klavierbegleitung durch den Pianisten Olav Kröger am Sonntag, dem 26. Mai um 11:30 Uhr in den Passage Kinos einen weiteren Höhepunkt. mehr…
Aufgrund der sehr hohen Nachfrage bietet die Medienwerkstatt Leipzig einen zusätzlichen Fotolaborkurs für Einsteiger an. Am 30. Mai vermittelt Alina Simmelbauer ab 16:00 Uhr allen Anfängern die Grundlagen in der analogen Schwarz-Weiß-Entwicklung. In vier Stunden Praxis wird die Arbeit im Fotolabor anschaulich erläutert und geübt. mehr…
Die Kindergruppe des Bund für Umwelt und Naturschutz Leipzig erweitert in diesem Jahr ihr Umweltbildungsangebot. Zum ersten Mal bieten die „Leipziger BUNDspechte“ ein naturpädagogisches Sommercamp an. Dieses richtet sich an alle naturbegeisterten Kinder zwischen 8 und 12 Jahren und findet vom 14.07. bis 20.07.2013 statt. mehr…
Die Universität Leipzig erinnert am Donnerstag, 30. Mai, um 11 Uhr mit einer öffentlichen Gedenkveranstaltung an den 45. Jahrestag der Sprengung der Universitätskirche St. Pauli. Auf dem Leibnizforum im Innenhof des neuen Campusareals wird Universitäts-Rektorin Prof. Dr. Beate Schücking die Veranstaltung eröffnen und die Teilnehmer zusammen mit Dr. Ulrich Stötzner vom Paulinerverein e.V. begrüßen. Anschließend spricht der Dekan der Theologischen Fakultät, Prof. Dr. Klaus Fitschen. mehr…
Am Samstag, den 8. Juni wird auf dem Gelände des Stadtteilparks „Wasserschloß“ (Zugang über Georg-Schwarz-Straße Höhe Hausnummer 134) im Leipziger Stadtteil Leutzsch das Musikfestival „Leutzsch rockt!“ zum nunmehr vierten Mal über die Bühne gehen. Der Eintritt ist frei. mehr…