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Einmal Hölle und zurück: Action-Kracher "The Raid" endlich im Kino

Martin Schöler
© Koch Media
Der Actionfilm des Jahres kommt aus Indonesien. In "The Raid" versuchen zwanzig Elitecops, die Festung des Drogenbarons Tama Riyadi (Ray Sahetapy) zu stürmen. Im 30-stöckigen Hochhaus liefern sich seine schwer bewaffneten Handlanger mit dem SWAT-Team ein gandenloses Duell auf Leben und Tod. Ein Fest für Fans des gepflegten Actions-Kinos – und für die fernöstliche Schauspielkunst.


Das Szenario erinnert an den ersten Teil der "Stirb Langsam"-Reihe. Einziger Unterschied: Statt eines Bruce Willis kämpfen gleich zwanzig Polizisten ums nackte Überleben. Die Elite-Cops um Sergeant Taka (Joe Taslim) versuchen das Hochhaus zu erobern, in dem Riyadi sein kriminelles Imperium kontrolliert. Zunächst scheint ihr Plan, das Gebäude leise zu infiltrieren, aufzugehen. Im sechsten Stock werden sie unverhofft entdeckt.

Das Licht geht aus, die Ausgänge werden verriegelt. Während es Riyadi sich in seiner Überwachungszentrale gemütlich macht, schwärmen die Bewohner des Appartementblocks mit Maschinenpistolen und Macheten aus, um Taka und seine Kameraden zu töten. Je näher diese dem obersten Stockwerk kommen, desto mehr dezimiert sich die Truppe. Einer der wenigen Übriggebliebenen ist der unerfahrene Rama (Iko Uwais), der die Einheit neu formiert und sich immer weiter vorkämpft.

© Koch Media

"The Raid" gleicht einer Lawine: Der Film startet sanft, um den Zuschauer nach etwa zwanzig Minuten hemmungslos zu überrollen. Selten war ein Action-Streifen in den letzten Jahren derart präzise choreografiert. Die Martial-Arts-Künste der Akteure ermöglichten Regisseur Gareth Evans eine Präzision, wie wir sie aus Hollywood nicht kennen.

Schauspielerei ist in diesem Streifen nicht gefragt. Evans verzichtet auf eine Rahmenhandlung, sondern kommt zügig zur Sache. Das wird Genre-Fans freuen, denn "The Raid" fasziniert ob seines atemberaubenden Mix aus fernöstlicher Kampfkunst und Rumgeballer-Ästhetik bis zur letzten Minute. Dass manche Szenen übertrieben hart und blutig daherkommen, mag den ein oder anderen verstören. Adrenalin-Junkies kommen voll auf ihre Kosten. "The Raid" ist ein Erlebnis, dass sich ins Gedächtnis des Publikums einbrennen wird. Hollywood muss sich warm anziehen.

Indonesien 2011, Regie: Gareth Evans, D: Iko Uwais, Yayan Ruhian, Joe Taslim, 101 Min, FSK 18.

Filmstart ist der 12. Juli, zu sehen im CineStar.

The Raid im Netz:
www.theraidmovie.com.au


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