DOK-Leipzig: Preisverleihung auf unterhaltsame Art
Sebastian Beyer
05.11.2012
Mariola Brillowskas Jury-Verkündung taugte schon zur Stand-Up Comedy.
Foto: Sebastian Beyer
Die Verleihung der Preise des 55. DOK-Festivals Leipzig bewies: Es hat einen großen Wert, wenn bei Auszeichnungen die Sieger noch nichts von ihrem Glück wissen. Einer war schon abgereist und wurde aus Saalfeld zurückgefahren. Von einer rasenden Autofahrt zurück nach Leipzig, einem Geburtstagsständchen für einen Preisträger und einem schräg-komischen Comedy-Auftritt war am Samstagabend im Centraltheater einiges geboten, dass die wenigen trockenen Reden vergessen ließ.
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Davon sollten sich auf keinen Fall die Filmemacher angesprochen fühlen, die ihre Dankesworte stets kurz aber herzlich hielten, oder wirklich etwas zu erzählen hatten. So wie Severin Fiala. Er war schon abgereist, doch das Gästebüro brachte ihn aus Saalfeld per Auto zurück. „Es waren gefühlte 190 km/h, ich bin wahrscheinlich nicht in einem Zustand, in dem man ein Mikrofon vor dem Mund haben sollte.“ Dafür schlug er sich gut bei seiner anschließenden Danksagung gut und hatte als Sieger der Talenttaube der Medienstiftung der Leipziger Sparkasse einige Lacher auf seiner Seite. 10.000 Euro Anschubfinanzierung für einen neuen Film ist der Preis wert.
Über die gleiche Summe darf sich für die goldene Taube im internationalen Wettbewerb Tora Martens freuen. Sie war mit „Colombianos“ im Wettbewerb einem Film über zwei Brüder von denen einer alkoholabhängig ist.
Besonderen Anlass zur Freude hatte auch der Gewinner der Silbernen Taube im Internationalen Wettbewerb Ilian Metev.
Foto: Sebastian Beyer
Den größten Unterhaltungsfaktor hatte Jurorin Mariola Brillowska bei der Verleihung der Silbernen Taube im Internationalen Wettbewerb für Animationsfilme. Nicht nur, dass sie mit einer lustig ausschauenden Mütze Aufmerksamkeit erregte, sie hielt auch eine herrlich überzogene Ansprache in der sie protokollarisch-steife Begrüßungen und vieles mehr gekonnt auf die Schippe nahm. Dass sie auch schon Theaterstücke auf die Bühne brachte, war ihrem Auftritt wahrhaft anzumerken.
Routiniert traten trotz ihrer Jugend auch die Mitglieder der Jugendjury auf. Wie schon in den Vorjahren verliehen sie einen ganz besonderen Preis, den sie selbst hergestellt hatten. Sie wählten Andy Wolffs „Der Kapitän und sein Pirat“. Nach einem Tag Arbeit bildeten sie den Film im Preis sehr gelungen ab, nämlich in einem geteilten Gipsgesicht, auf einem Schiff. Es symbolisiert das entstandene Vertrauen zwischen dem Kapitän und dem Entführer der „Hansa Stavanger“. Filmisch setzte Wolff die Beziehung mit gelungenen Gegenschnitten um. Ein Freund, der ursprünglich aus Somalia stammt fand den Piraten Ahado sehr schnell, der erst durch ein Telefonat mit Kapitän Krysztof Kotiuk zur Mitarbeit zu bewegen war. „Es ist ein besonders großes Lob von den jüngsten Juroren ausgezeichnet zu werden“, sagte Wolff.
Der Preis der Jugendjury war auch in diesem Jahr tiefgründig und selbst gebastelt.
Foto: Sebastian Beyer
Besonderen Anlass zur Freude hatte auch der Gewinner der Silbernen Taube im Internationalen Wettbewerb Ilian Metev. Anlässlich seines Geburtstags bekam er zusätzlich zum Preis einen Kuchen und ein Ständchen des Publikums. Sichtlich gerührt nahm er den Preis entgegen.
„Es ist in gewisser Weise die Schuld des DOK-Festivals, dass es diesen Film gibt.“ Das Preisgeld der Talenttaube 2008 habe ihm die Verwirklichung ermöglicht. Am Sonntag nutzten noch einmal zahlreiche Zuschauer die Möglichkeit sich die Siegerfilme noch einmal anzuschauen, so dass die Zuschauerzahlen etwa auf dem Rekordniveau des Vorjahres liegen dürften.
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Die Bürgeranfragen im Leipziger Stadtrat heute handelten von drei ganz unterschiedlichen Themen. Frankziska Riekewald wollte wissen, ob es richtig ist, dass sich der Bau der Mittelschule in der Goyaschule bis ins Jahr 2018 verzögert wird. Darauf antwortete der frisch wiedergewählte Bürgermeister für Schule, Thomas Fabian: Ja, frühestens im Herbst 2018 wird der Schulbetrieb dort aufgenommen. In der Folge muss die Grundschule fünf, die in die Räume der Spotmittelschule ziehen soll, weiter als Containerschule erhalten bleiben. mehr…
Neben dem amtierenden Bürgermeister Uwe Albrecht kandidierte Marcus Tolle für die FDP. Der Volljurist mit kaufmännischem Abschluss sorgte für eine knappe Abstimmung im ersten Wahlgang. 29 Stimmen errang der Amtsinhaber, Herausforderer Tolle kam auf 27 Stimmen bei 8 Enthaltungen und 6 ungültigen Stimmen. Damit verfehlten beide die absolute Mehrheit, worauf Wolfgang Leuze von der Fraktion Bündnis 90/die Grünen beantragte, die Wahl bis zur nächsten Ratsversammlung auszusetzen. mehr…
Fast neun Monate hat es gedauert von der Bürgermeisterwahl in Markanstädt bis zur Entscheidung des Verwaltungsgerichts Leipzig am Mittwoch, 19. Juni: Die Klage gegen die Wahl von Jens Spiske zum Bürgermeister von Markanstädt wird abgewiesen. Wahlanfechtungen verhinderten schon gleich nach der Wahl am 30. September den Amtsantritt des Wahlsiegers. mehr…
Thomas Fabian bleibt Leipzigs Beigeordneter für Jugend, Soziales, Gesundheit und Schule. Der Stadtrat bestätigte ihn heute um 15:18 Uhr im Amt. Fabian bewarb sich um seine zweite Amtszeit mit einer Rede, die sowohl das Erreichte als auch das Geplante erläuterte. „In meiner Amtszeit wurden 200 Millionen in Schulen und Kitas investiert, wir haben allein 55 neue Kitas gebaut, sowie die Schulsozialarbeit sowie die offene Seniorenarbeit ausgebaut“, sagte er. mehr…
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Die Umsetzung der deutschlandweiten Einführung des Digitalfunks für Behörden und Organisationen mit Sicherheitsaufgaben (BOS) geht in Sachsen in die Endphase. Noch in diesem Jahr wird der Aufbau des Digitalfunknetzwerkes abgeschlossen. Innenminister Markus Ulbig informierte am Dienstag das Kabinett über den Projektstand. mehr…
Was hat das "Kommunistische Manifest" mit der Himmelsscheibe von Nebra zu tun? - Sie gehören jetzt beide zum"Gedächtnis der Menscheit", dem "Memory of the World". Die Landesregierung von Sachsen-Anhalt verkündet es mit Stolz. Immerhin ein Trostpflaster nach dem Wüten der Juni-Flut. Und natürlich noch ein Grund mehr für alle Weltreisenden, einen Abstecher in die Region Halle / Leipzig zu machen. Hier kann man Geschichte sehen. mehr…
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- Positionierung: in ungeraden Monaten: Die Linke oben, Die Grünen unten