Polizisten müssen eierlegende Wollmilchsäue sein. Zumindest, wenn sie auf eigene Faust gegen ein mexikansiches Drogenkartell ermitteln. Actionexperte David Ayer serviert uns mit "End of Watch" pünktlich zum Fest einen harten Cop-Movie. Handschellen nicht vergessen!
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South Central Los Angeles: Einer der härtesten Polizeiabschnitte der Welt. Bandenkriege, Verfolgungsjagden, Schießereien? Für Officer Brian Taylor (Jake Gyllenhaal) und seinen Partner Mike Zavala (Michael Peña) Bestandteil des Tagesgeschäftes. Jede Schicht könnte ihre letzte sein. Doch das Duo ist ein eingespieltes Team, das sein Pflaster kennt. Als Taylor und Zavala eher zufällig einen Drogenkurier ausheben und ein größeres Depot ausheben, kommen sie einem mexikanischen Kartell in die Quere. Ihr Pech: Die Drogenpaten möchten die Cops so schnell wie möglich aus dem Weg räumen lassen. Alles läuft auf eine blutige Konfrontation hinaus.
Wie seine Protagonisten kennt Regisseur David Ayer sein Metier. Mit "End of Watch" inszeniert der Macher von "Training Day" und "Street Kings" seinen dritten L.A.-Thriller. Dessen Intensität hält sich leider in Grenzen. Könnte an dem altbackenen Leitmotiv liegen. Zwei ehrgeizige Durchschnittsbullen geraten unglücklicherweise ins Visier der organisierten Kriminalität. Hat man in abgewandelter Form schon des Öfteren gesehen. Etwa in Oliver Stones "Savages", mit dem Unterschied, dass sich hier kleine, aber sympathische Drogenproduzenten mit den Mexikanern clinchen. Das Muster bleibt identisch und lässt sich wie eine Schablone über Ayers Thriller legen. Dessen Finale ist einerseits vorhersehbar und andererseits nur halb so ausgeklügelt inszeniert wie das von Stones "Savages". Immerhin machen Gyllenhaal und Peña eine gute Figur.
Als Bewerbungsvideo für die Polizeiakademie sollten sie den Streifen indes besser nicht verwenden. Denn Taylor und Zavala sind gewiss nicht die Mauerblümchen, die sich jedes Polizeirevier wünscht. Vulgäre Wortwahl gehört ebenso zu ihrem Alltag wie der flinke Griff zum Schießeisen oder halsbrecherische Verfolgungsjagden. Letztere erlebt der Zuschauer durch die Kamera ihres Einsatzwagens. Apropos: Ayer erzählt die Geschichte überwiegend mittels einer Handkamera die Taylor und Zavala mit sich herumschleppen. Die verwackelten Bilder stören ungemein. Hollywood meets Youtube? Nein, danke.
USA 2012; Regie: David Ayer, Darsteller: Jake Gyllenhaal, Michael Pena, America Ferrera, 109 min, FSK 16.
Filmstart ist der 20. Dezember, zu sehen im CineStar, Cineplex, Regina Palast und UCI Nova Eventis.
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