Springen Sie direkt: Zum Textanfang (Navigation überspringen) Zur Hauptnavigation Zur Suche


Springen Sie direkt: Zum Textanfang (Navigation überspringen) Zur Hauptnavigation Zur Suche




Tagesübersicht Leipziger Internet Zeitung
Alle Nachrichten von: heute | gestern | vorgestern

3 Schulen, 2 Länder und ein emsiges Kammerorchester: Morgen haben die jüngsten Schüler-Kompositionen im Gewandhaus Uraufführung

Ralf Julke
Morgen wird ein großer Tag - für sechs Schüler der Thomasschule, drei aufgeregte Schwedinnen und vier Schüler aus Neuzelle. Um 10 Uhr erleben sie im Gewandhaus die Uraufführung ihrer ureigensten Kompositionen - gespielt vom Mendelssohn Kammerorchester Leipzig. Und die Musiker und betreuenden Komponisten werden genauso aufgeregt sein.

Anzeige

Auch wenn das Mendelssohn Kammerorchester mit seinen jungen Akteuren schon Erfahrung hat. Seit drei Jahren läuft das Kompositionsprojekt mit Schülern an Leipziger Schulen. Damals noch vorsichtig gestartet am Max-Klinger-Gymnasium. Mittlerweile schon erfolgreich durchgeführt am Rudolf-Hildebrant-Gymnasiumin Markkleeberg und am Thomasgymnasium. Da sogar so erfolgreich, dass selbst Orchesterleiter Gregor Nowak schon Bammel bekam, dass das Niveau derart kaum zu halten wäre: Der Vorjahreskurs war aus lauter Thomanern zusammengesetzt, für die Musik natürlich das Urelement ist und die ein Ausbildungsniveau mitbrachten, wie es so keine andere Schule bieten kann.Im aktuellen Kompositionskurs mit Steffen Reinhold sind seit einem Jahr Thomasschüler der 10. bzw. 11. Klasse aktiv, ein Thomaner darunter, der natürlich vom Urproblem aller Thomaner getrieben wird - dem knappen Zeitbudget neben den Chorverpflichtungen. Trotzdem wird sich das, was die sechs Thomasser da gemeinsam erarbeitet haben, morgen anhören wie ein kleines Meisterwerk. "Soundscapes" heißt die Klammer für die Arbeiten der sechs Schülerinnen und Schüler, die seit Frühjahr 2007 unter Anleitung von Steffen Reinhold gereift sind. "Sehr modern", sagt er. "Sehr experimentierfreudig." Denn darum geht es natürlich im Projekt des Mendelssohn Kammerorchesters: Die Schüler einzuführen in die Welt der Komposition, die auch die Fülle der Neuen Musik mit einschließt. Das Neue am morgigen Konzert ist: Erstmals fließen die Arbeiten von Schülern aus zwei Ländern und drei verschiedenen Schulen ineinander. Aus der Glanshammars skola Örebro sind drei junge Schwedinnen angereist, die unter Anleitung von Jonas Asplund die Welt der Komposition für sich entdeckt haben. Für sie ist die Leipzig-Tour fast der Schuljahresabschluss, denn mit der 9. Klasse endet für sie die übliche schwedische "Grundschule". Danach geht es erst in die Entscheidung für Gymnasium oder Fachausbildung. Ein Unterschied ist auch: Im Musikunterricht hatten sie alle mehr praktische Grundlagenausbildung, dafür kaum - wie in Deutschland üblich - theoretische Wissensvermittlung. Das Werk J. S. Bachs haben sie praktisch erst im Kompositionsunterricht kennen gelernt. Gestern reisten sie dann zur Werkstatt in Leipzig an. Die Werkstattarbeit begann am frühen Abend in der Aula der Thomasschule, wo auch die Gäste erstmals ihre Stücke live aufgeführt hörten von den Musikern des Mendelssohn Kammerorchesters. Der heutige Tag ist fast völlig der Werkstatt-Arbeit vorbehalten, wird gemeinsam geprobt und die Schüler haben noch die Möglichkeit, mit den Musikern an den Stücken zu feilen. Bis alles perfekt ist. Kommuniziert wird auf Englisch. Aber die Gemeinschaftskomposition der schwedischen Schülerinnen heißt schön im Original: "Det vilsna aret".Zu deutsch: "Das verlorene Jahr".Kann man ihnen nur wünschen, dass sie damit nicht die Arbeit mit Jonas Asplund meinen.Die jüngsten in der jungen Komponistenrunde sind zwei Mädchen und zwei Jungen aus dem Gymnasiums im Stift Neuzelle Dr. P. Rahn & Partner. Die Oder ist nicht weit. Und so verwundert es nicht, dass die Schüler der 8. Klasse sich den Fluss als Thema erwählten, auch zu einigen klassischen Zitaten griffen. Die Mädchen nannten ihre Gemeinschaftskomposition "Ein Abend in den Oderwiesen", die Jungen nannten ihre "Ein Morgen in den Oderwiesen". Die Musiker hatten trotzdem tüchtig zu tun, die Stücke einzustudieren. Auch die Neuzeller haben ihre Freude am Experiment ausgespielt. Am heutigen Abend werden sich alle jungen Komponisten bei einem gemeinsamen Abend etwas entspannen können nach einem ganzen Tag Werkstatt-Arbeit. Morgen um 10 Uhr gibt es dann das große Lampenfieber beim Schülerkonzert mit dem Titel "Soundscapes - European Pupils Composition Project" im Gewandhaus. Die jungen Leute werden ihre eigenen Stück auch selbst vorstellen. Erst danach steht wirklich richtig Leipzig auf dem Programm - mit Bootsfahrt und gemeinsamem Picknick.Und am Abend um 19 Uhr gibt es die jungen Kompositionen noch einmal öffentlich zu hören im Foyer der Thomasschule (Hillerstraße 7). Auch das Konzert dirigiert von Gunnar Harms, der schon bei der Vorbereitung der Proben seine Freude hatte mit den eigenwilligen Kompositionen.Und am Donnerstag, 29. Mai, gibt es den letzten Leipzig-Höhepunkt: Ein Schulkonzert im Gewandhaus mit dem Gewandhausorchester und Riccardo Chailly (Dirigent). Diesmal musste ein anderer komponieren: Peter Tschaikowski. Danach geht's für die Beteiligten Richtung Neuzelle, wo es im Stift Neuzelle um 19 Uhr das nächste Konzert "Soundscapes - European Pupils Composition Project" gibt. Und danach, so verrät Gregor Nowak, ist endgültig Party und gefeierter Ausklang für ein Projekt. das tatsächlich das Zeug zu Größerem hat: einem europäischen Treffen junger Komponisten. "Dazu bräuchten wir dann freilich richtig Fördergelder", sagt der Orchesterleiter.Aber meist ist das Wichtigste die Idee und ein Häuflein Unermüdlicher, die einfach mal loslegen. Wie das Mendelssohn Kammerorchester im Geiste seines Namensgebers Felix Mendelssohn Bartholdy.



Funktionen

del.icio.us Mister Wong Technorati Blogmarks Yahoo! My Web Google Bookmarks




Weitere aktuelle Nachrichten der L-IZ.

Ein Fingerknöchelchen gibt Auskunft: Leipziger Forscher veröffentlichen heute das komplett entschlüsselte Genom eines Denisova-Menschen

Die Denisova-Höhle.
2010 trat das Leipziger Forscher-Team um Svante Pääbo erstmals an die Öffentlichkeit mit der Meldung, sie hätten aus einem winzigen Teil eines fossilen Fingerknochens aus der Denisova-Höhle in Südsibirien eine (vorläufige) Fassung des Genoms erstellt. Immerhin ein heißes Eisen: Es war das Genom eines dritten Vertreters der Menschheit. mehr…

Am 8. Februar: Eiseskälte lockt Leipziger Delphine in den Kulkwitzer See

Während „normale“ Menschen bei knackigen Minusgraden bibbernd in beheizten Räumen auf bessere Zeiten warten, zieht es einige Mitglieder des Tauchsportvereins „Leipziger Delphine“ gerade jetzt an ihr Hausgewässer, den Kulkwitzer See. Und das aus gutem Grund, denn die strengen Fröste der vergangenen Tage haben den „Kulki“ zufrieren lassen. mehr…

Schwarwels Fenster zur Welt: Uhr-Zeit

Ein Kompromiss ist ein Interessenausgleich auf der Basis der kleinsten gegenseitigen Verärgerung. Vorangegangen ja gegenseitige Beleidigungen und Provokationen – je nach Naturell laut oder hinter den Kulissen. Im Backstagebereich wird ein Krieg vorbereitet. Solang es ein gerechter ist, solls uns wohl recht sein. mehr…

Neu im Kino: Black Gold

Lange ließ Jean-Jacques Annaud nichts von sich hören. Zuletzt inszenierte der 67-Jährige, dem das Kino Meisterstücke wie "Der Name der Rose" oder "Sieben Jahre in Tibet" verdankt, im Jahr 2004 das mäßige Tiger-Drama "Zwei Brüder". Sein Spätwerk "Black Gold" ist eine pathetische Zeitreise zurück an die Anfänge des Öl-Booms in der arabischen Welt. mehr…

Sprechgesang, Hatecore, Deutschtümelei: In Sachsen fanden 2011 mindestens 50 Neonazi-Konzerte statt

2011 organisierten Neonazis in Sachsen in etwa genauso viele Konzerte wie im Vorjahr. Dies ergab eine Kleine Anfrage der Linken-Abgeordneten Kerstin Köditz. Nach Angaben von Innenminister Markus Ulbig (CDU) registrierte der Verfassungsschutz die Planung von 44 Konzerten. mehr…

Tanners Interview mit Minette Makunen: Minette ist das Kätzchen

Kreativität muss ja irgendwann erst einmal beginnen. Design, Fotografie und nicht zuletzt ihre wundervollen Songs, zusammen mit dem griechischen Elektrokünstler Kostas, sorgen für Aufsehen – und Bewegung. Am 9. Februar stellt Minette nun zum ersten Male aus. Vernissage. Richtig mit Getränken und Freunden und Staunenden. Wenn Minette die neue Vivienne Westwood ist, können alle Leser sagen, sie sind bei den ersten Schritten dabei gewesen. Interview. mehr…

Endlich eine Füllung für das Loch am Burgplatz: Stadt stellt Bebauungsplan auf

Das gewaltige Loch am Burgplatz.
Das unschöne Loch am Burgplatz „begeistert“ die Leipziger seit über 16 Jahren. Der englische Eigentümer hat auch nach mehrmaliger Anfrage seitens der Stadt nicht reagiert. Es herrscht weiter Unklarheit, was AMEC/KIG mit diesem überaus zentral gelegenen Grundstück anfangen will. Doch der Stadtverwaltung reicht es jetzt. mehr…

Kommunales Finanzausgleichsgesetz (FAG): Wolfgang Tiefensee und Dirk Panter kritisieren Gezerre um "Demografiefaktor"

Ein Demografie-Faktor würde den Finanzausgleich aushebeln.
Dass in den entscheidenden Ämtern und Behörden in Sachsen noch immer nicht begriffen wurde, was die demografischen Veränderungen im Land eigentlich bedeuten, zeigte gerade der Vize-Vorsitzende des Beamtenbundes, Helmut Overbeck, mit seiner Forderung nach einem sogenannten "Demografie-Tarifvertrag". Gleichzeitig diskutiert die Politik über einen "Demografie-Faktor" im Finanzausgleich. Auch zum Entsetzen der beiden SPD-Abgeordneten Wolfgang Tiefensee und Dirk Panter. mehr…

Nach Geständnis: Amtsrichterin gibt Intensivtäter eine letzte Chance

Amtsgericht.
Sachbeschädigung, Körperverletzung, räuberische Erpressung, Diebstahl, Drogenbesitz. Lucas K. (22) war schon zehnfach vorbestraft, als er am Montag, 6. Februar, im Amtsgericht auf der Anklagebank Platz nahm. Vor fünfeinhalb Jahren kam der Arbeitslose das erste Mal mit der Justiz in Kontakt. mehr…

Sie haben uns nie gehört: Leipzig trennt sich von 44 antiken Kleinoden byzantinischer Kunst

Bodemuseum Berlin.
Auch wenn alles mit rechten und gerechten Dingen zugeht, wird wohl jeder Kustos einer Sammlung bei solch einer Aktion heimlich die eine oder andere Träne wegdrücken. Weil öffentlich, wäre das politisch unkorrekt. 44 Kleinode spätantik-byzantinischer Alltagskultur wurden kürzlich in Leipzig als Eigentum des Berliner Museums für Byzantinische Kunst identifiziert und kehren nun ins Bode-Museum in die Bundeshauptstadt zurück. mehr…

Konrad Riedels Fahrradsteuer: Unfachlicher Beitrag in der LVZ ergrimmt die Grünen

Schnee- und Eisberäumung in der Petersstraße.
Konrad Riedel, Stadtrat der CDU, macht sich Sorgen um den Winterdienst, die Kleingärtner und die Rentner. Alles gut und schön. Kürzlich veröffentlichte die Leipziger Volkszeitung einen Beitrag darüber, dass der CDU-Abgeordnete im Leipziger Stadtrat eine Fahrradsteuer für Leipzig wünscht. Dann könne man von den Einnahmen die Radwege vom Schnee befreien. Mit der Kfz-Steuer geschehe das doch auch für die Fahrbahnen. mehr…

Am 9. Februar im Helheim: Tanners Terrasse wird zur Rotlichtterrasse

Rotlicht.
Rotlicht an. Es wird heiß am Donnerstag, 9. Februar, ab 20 Uhr im Helheim (Weißenfelser Straße 32). Das Leipziger PerformanceTheaterKollektiv FormLos stattet Volly Tanner einen Besuch auf seiner Terrasse ab. mehr…

Alte Messe: Entwürfe für neugestaltete Straße des 18. Oktober werden ab 13. Februar ausgestellt

Ab 13. Februar werden die Entwürfe im Neuen Rathaus gezeigt.
Die Straße des 18. Oktober ist lang. Länger, als mancher denkt. Sie beginnt am Bayrischen Platz, führt schnurstracks zum Deutschen Platz und danach quer durchs alte Messegelände zum Völkerschlachtdenkmal. Eigentlich ist sie auch die Magistrale der Alten Messe, auch wenn sie derzeit nicht so aussieht. Aber sie soll wieder so aussehen. Stückweise ab 2013. mehr…

Am 10. Februar im Horns Erben: Sax Royal im Literatursalon

In „Voland & Quists Literatursalon“ im Horns Erben (Arndtstraße 33) tritt am Freitag, 10. Februar, ab 20 Uhr die Dresdner Lesebühne Sax Royal auf. Sax Royal sind der Kolumnist, Blogger und Moderator Michael Bittner, der Poetry-Slam-Bühnenheld Julius Fischer („Ich will wie meine Katze riechen“), der Lyriker und Prosaist Roman Israel, der Erzähler, Cartoonist und E-Orgel-Alleinunterhalter Max Rademann sowie Stefan Seyfarth. mehr…

Am 10. Februar im Pfarrhaus der Gnadenkirche: Wirtschaft braucht Alternativen zum Wachstum

„Anders wachsen – Eine sächsische christliche Initiative gegen die Ideologie des Wirtschaftswachstums“ lautet das Thema eines Vortrags- und Gesprächsabends am Freitag, 10. Februar. Die Veranstaltung im Pfarrhaus der Gnadenkirche Leipzig-Wahren, Rittergutsstraße 2, beginnt um 20 Uhr. mehr…

Springen Sie direkt: Zum Textanfang (Navigation überspringen) Zur Hauptnavigation Zur Suche


Anzeigen.
Website Schwarzes Leipzig
Zur Website der Leipziger Verkehrsbetriebe (LVB) GmbH

VERKEHRSMELDUNGEN:

NACHRICHTEN:

SCHNELLER SERVICE:

Theater der Jungen Welt
Abendveranstaltungen
Weitere Termine unter: www.tdjw.de
Aktuelle Dossiers.
Anzeigen.
Leipziger Leselust Leipziger Leselust ... seit 2004 bespricht die L-IZ regelmäßig die neuesten Bücher Leipziger Autoren und Verlage.
Link-Tipps.
Bildblog
Hier Tickets kaufen.