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"Live spielen ist das A und O": Das große L-IZ - Interview mit Frank Raabe und Joey Adler von Sonic Boom Foundation

Daniel Thalheim
The Sonic Boom Foundation
The Sonic Boom Foundation
Foto: www.the-sonic-boom-foundation.de
Sie veröffentlichen am 28. Mai ihr neues Album "Bad News Always Good News" und feiern das Werk standesgemäß im Conne Island am selben Abend. Die Leipziger Elektrorocker von "Sonic Boom Foundation" versprechen im L-IZ.de - Interview ein fabelhaftes Album mit Überraschungen und Experimenten.

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Frank Raabe und Joey Adler geben auch Einblicke über ihre Arbeitsweise und sagen ihre Meinung über die heutige Musikindustrie.

Ihr bringt ein neues Album heraus. Wie gingen die Aufnahmen zu "Bad News Always Good News" vonstatten?
Joey: Das Album aufzunehmen bedeutete für uns ein halbes Jahr harte Arbeit. Denn es war diesmal nicht so wie wie bei "The Sonic Boom Foundation", wo wir im Prinzip unsere ganzen "Hits" neu aufgenommen haben. Bei dem neuen Album handelt es sich also diesmal auch um "neue" Kompositionen, naja fast nur neue.

Was hat sich zum alten Album verändert?
Frankie: Wir haben experimentiert, sind vielschichtiger geworden. Die Vierviertel-Pauke geht jetzt nicht bei jedem Track durch und wir klingen bei dem neuen Material an vielen Stellen nicht mehr so geradlinig. Nach 4 Jahren ist es ein gutes Gefühl, wenn man glaubt, daß man sich weiter entwickelt (Lacht).

Gibt es schon Reaktionen?
Joey: Und ob. Wir haben erste Rezensionen gelesen, die sehr euphorisch ausgefallen sind - sind aber noch nicht erschienen. Wir sind also sehr gespannt, was nach Erscheinen unseres Albums noch kommt.

Neues Album im Mai: the Sonic Boom Foundation veröffentlichen "Bad News Always Good News"
Neues Album im Mai: the Sonic Boom Foundation veröffentlichen "Bad News Always Good News"
Foto: www.the-sonic-boom-foundation.de/

Ihr habt schon eine EP kostenlos zum Download angeboten. Wie macht ihr das mit dem kommenden Album?
Joey: Wir wissen, dass es heutzutage schon fast sinnlos ist, ein Album zu pressen und in den Handel zu bringen. Aber mit einem Tonträger wird man anders wahr genommen, was in sich eigentlich widersprüchlich ist. Ohne richtige, also gepresste CD mit Label und Vertrieb, bist du für die Magazine nichts wert...aber vielleicht nehmen die ja nur an, das du auch ein "richtiges" Label hast, welches dann bereit ist sinnlos viel Kohle für Anzeigen zu bezahlen. Auf jeden Fall gibt es "Bad News Always Good News" ganz normal im Handel und auf den üblichen Downloadplattformen wie Amazon und Co.

Frankie: Wir sind außerdem von Tonstudios unabhängig, weil wir ein eigenes haben, wo wir jederzeit an der Musik schrauben können. Wir haben schon wieder neue Sachen am Start, die nach dem neuen Album sofort kommen könnten. Wäre natürlich sinnlos, aber es geht um das Prinzip: Wenn wir wollen, können wir ohne auf's Geld zu gucken Stücke veröffentlichen.

Joey: Das Business klammert sich noch alten Sachen. Die brauchen irgendwas wie eine neue Veröffentlichung, dass die Maschine weiter läuft. Album - Tour, und so weiter ... Die verknöcherte Musikindustrie hängt immer noch in den Vorstellungen nach, dass die Leute in die Läden traben, in der ersten Verkaufswoche ein neues Album kaufen und dann sich auch brav ein Ticket holen. So läuft es nicht mehr. Die herkömmlichen Vertriebstrukturen werden ersetzt durch digitale Wege Musik zu hören. Vielleicht setzen sich auch die Streaming-Angebote durch, dann wäre es nicht mal nötig, die Musik selber zu speichern. Aber das werden die Macher in der Musikindustrie niemals verstehen, deswegen wird sie auch nicht aufgelöst.

Albumcover "Bad News Always Good News" von "The Sonic Boom Foundation"
Albumcover "Bad News Always Good News" von "The Sonic Boom Foundation"
Foto: www.the-sonic-boom-foundation.de
Braucht man dann noch Alben?
Frankie: Eigentlich ist es auch sinnlos, ein komplettes Album heutzutage heraus zu bringen. Die Hörer setzen das auf ihren Rechnern sowieso neu zusammen, packen nur einzelne Songs auf ihren iPod, stellen ihre eigene Playlisten individuell zusammen. Aber so ein Album hat für uns etwas rundes und abgeschlossenes, es ist etwas, wofür du als Musiker lebst. Eine Sache ist beendet, auf zu neuen Ufern.

Joey: Ein Album ist auch was, was man zu den anderen Alben in den Schrank stellen kann ...

... und weil man Record Release-Shows spielen kann, wie im Conne Island?

Joey: Und weil man Record Release Shows spielen kann. Genau. (Lacht) ... Live spielen ist das A und O. Wir kommen ja alle eher aus der Rock in all seinen Facetten und sind nicht die nerdigen Knöpfchendreher. Wir wollen Action. (Lacht) Das im Conne Island wird 'ne richtig coole Party mit Bands, die ich mag. Eine Aftershow-Party gibt es, die mit Sicherheit bis in die frühen Morgenstunden geht. Wir haben viele neue Gimmicks vorzustellen...naja, mehr wird an der Stelle nicht verraten, aber es hat was mit Licht zu tun (Lacht).

Und eine Tour?
Frankie: Im Sommer spielen wir Festivals, im Herbst geht es in die Clubs. Das wird cool.

Noch ein paar Worte an die Fans?
Joey: Hört euch die neuen Tracks auf unserer Myspace-Seite an und kommt zu unserer Record-Release-Show und zu unseren Konzerten. 2010 ist unser Jahr!

Frankie: Feiert mit uns unser bestes Album bis jetzt. Was will man mehr?

Am 28. Mai steigt die Record Release Party mit "Sonic Boom Foundation" im Conne Island. Gefeiert wird "Bad News Always Good News" inklusive Liveauftritt der Leipziger Band und Aftershowparty.

Infos zum Gig, Eintrittspreise und LineUp unter
www.conne-island.de

Der Artikel zum Interview
www.l-iz.de/Sonic Boom Foundation live im Conne Island

Sonic Boom Foundation im weltweiten Datennetz
www.the-sonic-boom-foundation.de
www.myspace.com/thesonicboomfoundation


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