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"Versteck" im Café Waldi: Berliner Band Erik & Me feiert Albumveröffentlichung in Leipzig

Daniel Thalheim
"Versteck" im Café Waldi: Dunkel und stimmungsvoll war's in Leipzig am regennassen Mittwoch des 19. Januar.
"Versteck" im Café Waldi: Dunkel und stimmungsvoll war's in Leipzig am regennassen Mittwoch des 19. Januar.
Foto: Daniel Thalheim
Die Gäste im Café Waldi blicken auf den Petersteinweg Richtung City. In der ersten Etage des Lokalbetriebs, der wie eine einladende Klammer die Petersstraße mit der Münzgasse verbindet wird's stimmungsvoll. Rund 200 junge Leute sitzen verteilt auf zwei Ebenen dieser Gaststätte und warten auf Erik & Me.


Zwanzig bis dreißig junge Leute finden sich in den leicht gebogenen hinteren Raum des Café in der zweiten Ebene ein. Sie blicken auf in roten Tücher gehüllte Lampen, Mustertapete und sitzen an altmodischen Tischen auf Holzstühlen, trinken uriges Bier. Erik & Me heißen die heutigen Gäste. Poeten sind's um dem Namensgeber Erik Lautenschläger, der mit Dave und Merle Bennett, Heike Becker und Tyson Nailor unter den Gästen sitzt und gemütlich plauscht.

Gedämpfte "Rotlichtatmosphäre" im Musiksalon des Café Waldi mit Erik & Me.
Gedämpfte "Rotlichtatmosphäre" im Musiksalon des Café Waldi mit Erik & Me.
Foto: Daniel Thalheim
Erik & Me feiern ihre jüngste Veröffentlichung "Versteck", von so manchem sehnlichst erwartet. In drei Terminen haben Musikfreunde in Friedland am 14. Januar schon Einblicke ins neue "Versteck" machen können. Am 19. Januar ist das Café Waldi hier in der Messestadt an der Reihe der kleinen Vorstellungsreise. Am 22. Januar dürfen die Berliner im Magnet Club hören wie "Versteck" live klingt.

In der gemütlichen Runde soll sich die "Reifeprüfung" vollziehen. Denn mit "Versteck" hat Erik & Me ein kleines Refugium von echter Pop-Poesie geschaffen, welche die Leipziger an diesem Abend bei freiem Eintritt nun beim familiären Konzert hören können. Und tatsächlich, sobald die ersten Töne erklingen wird's ruhig im vom übrigen Lokalbetrieb von einer dünnen Tür abgetrennten "Musiksalon".

Tracks wie "Schreien" und "Zufall" wummern durch die Räumlichkeiten als gegen 22 Uhr Erik & Me mit ihrem knapp einstündigen Programm das gesamte neue Album spielen. Viele stehen gebannt und blicken auf die Musiker wie sie aufleben, sich bewegen, wie Lautenschläger sich in den Raum biegt, auf der Gitarre die Saiten anschlägt. Das machen er und seine Band so faszinierend, dass eine junge Frau während der gesamten Show zu den Takten wie elektrisiert tanzt, eine weitere junge Dame sich zu einem stillen Zappeln hinreißen lässt. "Sonderbar" verklingt, die Menge applaudiert und jauchzt.


"Versteckspielen" mit der Band: Erik & Me haben sich in Leipzig wohl gefühlt.
"Versteckspielen" mit der Band: Erik & Me haben sich in Leipzig wohl gefühlt.
Foto: Daniel Thalheim
Erik Lautenschläger fragt gegen Mitte der Show, ob die wegen des kalten Regengusses abgekühlten Leipziger Lust aufs Mitmachen und Mitsingen hätten. "Bahabap" ist das Zauberwort des Abends. "Seid ihr dabei?", ruft Lautenschläger aus dem vom Rotlicht überfluteten Salon in die im Dunkeln stehende Anhängerschar. Ein lautes "Jaaaa" tost freudig zurück und "Einsam" breitet seine Wohlfühlstimmung aus. Einige Leute hüpfen im Takt. Wieder lauter Applaus, ein gehauchtes "Danke" von Lautenschläger.

Schnell ist die kurze Vorstellungsrunde von "Versteck" im Schlund der Zeit verschwunden. Doch die Leipziger holen Erik & Me wieder zurück auf die Bühne, die sich zu einer Zugabe hinreißen lassen. Während der einstündigen Show singt Lautenschläger nicht nur für sich allein, wie er es in "Niemand" aus dem vor drei Jahren erschienenen Zweitwerk textet.

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Alles zu Erik & Me auf der L-IZ
"Manchmal ist alles verschoben, die Blätter fallen nach oben" ...
Viele der Anwesenden empfinden diesen Auftritt toll. Die junge Frau, die während der gesamten Show tanzte, kauft sich flugs eine der neuen Scheiben und lässt sie sich kurzerhand von der ganzen Band signieren. Vielleicht nehmen Erik Lautenschläger den sanften Leipziger Willkommensgruß mit nach Berlin, wenn sie sich überlegen, erneut in die Messestadt zu pilgern. Sehnsucht kann so schön sein, glänzt es zum Abschied in den Augen so mancher Anwesenden.


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