Tanners Interview ... mit Antje Schaper: Es geht hoch hinaus!
Volly Tanner
23.09.2011
Bild: Antje Schaper (Privat)
Schön ist es, das Leben mit Bildern zu füllen. Schön ist es zu leben. Und ganz besonders schön ist es, beides zusammenzuführen. Antje Schaper und ihr Paul Altmann machen nun gerade ihr Leben, eine Reise, zu Bildern und Buch. Und ihre Liebe zu einem Land gleich hinter den Bergen. Volly Tanner traf dafür die junge Dame zum Gespräch. Schließlich stellten sich Fragen, nach dem warum und dem wieso – und ganz besonders nach dem weswegen.
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Derzeit läuft auf Visionbakery.de eine Sammelaktion für Euch, besser für Euer Projekt "Awesome – The Netherlands – Das Künstlerbuch“. Worum geht’s? Wer braucht ein Buch über die Niederlande?
Es geht um ein Künstlerbuch, dass fotografische Ansichten von den Niederlanden zeigt, die die meisten nicht unbedingt als typisch niederländisch verstehen würden. Die Niederlande sind so nah an uns dran und dennoch sind sie ganz anders als Deutschland. Wesentlich vielschichtiger und offener. Sie sind das dichtbesiedeltste Land der Welt und dort leben Menschen aus der ganzen Welt. Sie stammen aus Deutschland, Belgien und England als direkte Nachbarn, aber auch aus anderen Regionen wie Marokko und der Türkei, die ehemaligen Kronkolonien Indonesien, Suriname und der Karibik. Daran erkennt man schon die Internationalität des Landes. Außerdem leben dort laut Statistik sehr groß gewachsene Menschen. Es geht also hoch hinaus!
Und wer das braucht? Leute, die noch nie in den Niederlanden waren, bekommen einen Einblick in das Land und seine Art. Für alle, die das Land besser kennen, oder gar selber Niederländer sind, wird es eine interessante Bilderreise an Orte, die sie kennen und dennoch noch nie so gesehen haben. Wir haben verschiedenste Themen in unserer Arbeit aufgegriffen. Natürlich die Bewohner des Landes, aber auch Politik, Finanzwesen und Integrität, sowie schlichtweg Absurditäten. Im Grunde kann es jeder brauchen. Vom Fotobuchliebhaber über Streetfotografen, bis hin zum Kunststudenten, werden alle mit diesem Buch angesprochen. Wir sind massenkompatibel!
"Awesome The Netherlands".
Bild: Antje Schaper (Privat)
In der Info zum Projekt steht: „Phantastisch, toll, stark, affengeil, spitze, super, ehrfurchtgebietend oder einfach nur "awesome". Alles, was über dem Durchschnitt liegt, wird mittlerweile mit "Awesome" bewertet – einem Modewort, das aus dem amerikanischen im deutschen Wortschatz gelandet ist. Sein inflationärer Gebrauch zeigt gleichzeitig, was heutzutage immer mehr zählt – man muss sich freikämpfen vom Mittelmaß, einzigartig sein.“ - wie grenzt Ihr Euch aber nun genau gegenüber dem „Mittelmaß“ aus? Und was macht Euer Projekt relevanter als andere Projekte?
Paul und ich waren mit einer Kamera unterwegs und haben im Wechsel fotografiert, wenn wir interessante Dinge sahen. Durch unseren gemeinsamen und doch unterschiedlichen Blick entstand die Vielschichtigkeit unserer Arbeit. Es war sehr spannend und eine Herausforderung zugleich. Paul arbeitet normalerweise stark konzeptionell und in Serie und vielleicht auch manchmal ein wenig verkopft. Sein Fotografieren war nun auch befreiter und intuitiver, weil es die Situation erforderte. So entstanden auch für ihn Bilder, die sonst in seinem Portfolio eher rar sind. Ich fand das fotografieren auch sehr befreiend. Nach zwei Tagen hatte ich schon ein sehr nahes Gefühl zum Land und konnte mich besser auf Details fokusieren, so dass ich gezielter fotografieren konnte. Noch bevor überhaupt ein Bild entstand, hatten wir den Titel des Buches fest im Kopf und so sind wir dann auch auf die Reise gegangen. Mit dem festen Ziel ein Buch über das Land zu machen. Und da sind wir nun und wir wollen das Bildmaterial verewigen, in einem wunderschönen altmodischen Buch, dass man immer wieder in die Hand nehmen kann. Warum wir? Weil wir so nah dran waren, ehrlich und mutig!
Paul Altmann ist HGB-Fotografiestudent, Du, liebe Antje, bist freie Grafikerin. Wie seid Ihr zusammen gekommen? Tanzend auf einer Spinnereiparty? Beim „Dübelchen“ in Amsterdam?
Du willst also eine romantische Geschichte hören?! Wir kennen uns schon ein paar Jahre und irgendwann mochten wir uns noch mehr als vorher. Sowas nennt man dann, glaube ich, Liebe und kennengelernt habe ich den Paul beim Kaffee auf der Karl-Liebknecht-Straße. Und da ging es damals auch schon um Fotografie, weil Paul eine Gruppenausstellung machen wollte und so kam ich mit ins Boot. Da wurde die Künstlergruppe Cobra geboren, die gerade wieder auflebt als COBRAx5. Aber dazu kommen wir ein anderes mal!
Antje Schaper und Paul Altmann.
Bild: Antje Schaper (Privat)
Wie hoch soll denn eigentlich die Auflage sein? Wo druckt Ihr? Habt Ihr einen Verlag? Was bekommen die Visionbakery-Enthusiasten für ihr Geld?
Die Auflage soll mindestens 200 Stück betragen. Das würde die Geldmenge bringen, die wir über die Visionbakery sammeln wollen. Mehr Geld wäre natürlich nicht schlimm, dann könnten wir einfach mehr produzieren. Wir werden höchstwahrscheinlich mit der Leipziger Druckerei Thomas Druck zusammenarbeiten. Wir haben mit ihnen bisher gute Erfahrungen gesammelt. Einen Verlag haben wir bisher nicht. Wir werden aber während der Laufzeit bei der Visionbakery immer wieder intensivst Kontakte knüpfen und unsere Fühler in alle Richtungen ausstrecken, damit es keinen Stillstand gibt und sich Türen öffnen, die gut für unser Projekt sind.
Jeder, der unser Projekt auf Visionbakery.de unterstützt, bekommt natürlich ein großes Dankeschön! Ab günstigen 24,99 gibt es dann schon das Buch, falls das Projekt erfolgreich ist. Wir haben auch eine Sponsoren-Option eingebaut, mit der uns finanzstarke, liebe Menschen oder Institutionen fördern können und als Gegenleistung in unserem Buch genannt werden. Eine gute Werbung wie wir finden. Aber jeder kann im Endeffekt so viel spenden wie er möchte. Die genauen Details findet man auf unserer Projekt-Seite bei Visionbakery.de.
Gibt’s schon Aussichten auf Darauffolgendes?
Auf jeden Fall wollen wir, wenn die Bücher gedruckt sind, noch mal eine Ausstellung in der Praline machen, da wo wir ja am 22/09/11 auch schon als Vorgeschmack auf das Buch ausstellten. Da werden dann alle Bücher auf Holzregalen stehen und alle Spender, die ein Buch bekommen und sonstige Käufer, können sich das Buch dann da abholen und mit uns den positiven Ausgang unseres Projektes feiern!. So ist zumindest der Plan. Ansonsten sind wir natürlich auf eine Ausstellung in den Niederlanden erpicht. Das wäre uns Freude und Ehre zugleich.
Ist Leipzig ein dankbarer Acker für Fotografie? Vor Jahren sind Kreative noch ins „Große schwarze Loch Berlin“ abgewandert – derzeit ziehen Menschen hierher. Woran liegt´s? Habt Ihr Antworten?
Leipzig ist immer noch eine große Hausnummer, was Fotografie angeht. Natürlich geht es dabei meist um die "Leipziger Schule" und damit die HGB. Dennoch hat sich auch so viel in Leipzig entwickelt. Kreative Menschen zieht es eben in unsere Stadt und so kann man sich wunderbar gegenseitig befruchten. Berlin ist einfach zu hektisch und wahrscheinlich auch schon wieder zu groß, so dass eine Art Überangebot entsteht. Der Berliner verlässt ja schon ungern seinen Kiez, dann auch noch aus tausenden von kulturellen Möglichkeiten zu wählen, führt schnell zu einer Überforderung. Da haben wir es hier gut. So modern, gemütlich und familiär.
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Mit dem Sieg bei Fortuna Chemnitz hat der 1. FC Lok sein Saisonziel erreicht, steigt als Sechster in die neue Regionalliga auf. Geplant war alles ein wenig anders. Eigentlich sollte es der dritte Platz werden, eigentlich sollten die Neuzugänge einschlagen und von einem Trainerwechsel war vor der Saison auch nicht die Rede. Ein Saisonrückblick. mehr…
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Es passte natürlich. Am einen Ende der Straße erklärte Baubürgermeister Martin zur Nedden den wissbegierigen Journalisten, warum die Stadt jetzt auffällige Piktogramme neben die Blindenleitstreifen in der Grimmaischen Straße malen lässt - und 100 Meter weiter stand ein Blumentransporter drauf und ein DHL-Auto parkte mal kurz. Es geht wohl nicht wirklich um die Leitstreifen im Pflaster. Es geht wohl mehr um die tägliche Gedankenlosigkeit der Eiligen. mehr…
Am Samstag, den 26. Mai 2011 findet auf dem Sportcampus Jahnallee das alljährliche Internationale Kinderfest der Studentischen Eltern Leipzig e.V. statt. Das Fest für Leipziger Familien wird von Engagierten vieler internationaler Vereinigungen wie dem Zentrum für europäische und orientalische Kultur (ZEOK) und der Capoeira-Gruppe mit verschiedensten Aktionen getragen. mehr…
Die Fotoausstellung "Es ‚messet’ wieder." ist Teil des Pilotprojekts „Leipziger Verlagsarchive: Reclam als Erinnerungsspeicher und Labor“ im Rahmen der Forschungsförderung „Geistes- und sozialwissenschaftliche Forschung“ des Freistaates Sachsen. Die Studenten und Wissenschaftler des Fachbereichs Buchwissenschaft an der Universität Leipzig erforschen seit dem Wintersemester 2009/10 die vom Stuttgarter Stammverlag zur wissenschaftlichen Erschließung zurückgeführten Archivdokumente des Leipziger Parallelverlagsteils. mehr…
Die LVB planen für August 2012 eine weitere Erhöhung der Fahrpreise. Ein Einzelfahrschein wird zum Beispiel 20 Cent mehr kosten. Insgesamt werden die Tarife um rund 10 Prozent erhöht. Die Grüne Hochschulgruppe kritisiert diese Entwicklung scharf. Sie sieht die Attraktivität des Öffentlichen Nahverkehrs gefährdet und findet, Busse und Bahnen sollten für alle bezahlbar bleiben. mehr…
Wagner ist Leipziger. Irgendwie schon. Am 22. Mai 1813 hier geboren. 1834 fortgegangen Richtung Würzburg. "Als fertig ausgebildeter Komponist", betont Thomas Krakow, Wagner-Beauftragter der Stadt Leipzig und Vorstandsvorsitzender des Richard-Wagner-Verband Leipzig e.V. Wagner-Beauftragter ist er, weil Leipzig 2013 im Mittelpunkt steht, wenn der 200. Geburtstag des kleinen Wilhelm Richard Wagner gefeiert wird. mehr…
Im Rahmen einer Tournee zu ihren Schwesternhochschulen in Aachen, Mainz und Hannover macht die Big Band der Hochschule für Musik und Tanz Köln auch Station in Leipzig. Sie tritt am Mittwochabend, 23. Mai, in der Hochschule für Musik und Theater, Grassistraße 8 auf. Gespielt werden zwei Kompositionen des Big-Band-Leiters Joachim Ullrich: „No Better Blues Suite“ und „Second Crime Suite“, die die Band in der letzten Phase erarbeitet und aufgenommen sowie in zwei Konzerten in Köln präsentiert hat. mehr…
"agra - Brücke B2. Und wie weiter?" Unter dieser Überschrift lädt die Arbeitsgruppe Landschaftspflege des Grünen Ringes Leipzig am Mittwoch, 23. Mai, in den Kleinen Lindensaal des Rathauses Markkleeberg ein. Verschiedene Planungen für den Bereich der agra sollen näher vorgestellt, näher beleuchtet und mit allen Beteiligten diskutiert werden. mehr…
Annaberg ist eigentlich nur die halbe Stadt. Annaberg-Buchholz heißt die Doppelstadt an der Sehma seit 1945. Die Sehma war 1497 noch Landesgrenze zwischen dem ernestinischen und dem albertinischen Sachsen, als die Neustadt am Schreckenberg gegründet wurde, die ab 1501 Annaberg hieß. Der Grund für die Gründung mitten im wilden Erzgebirge: das Erz natürlich, das große Berggeschrei, das genau von hier aus losging 1491. mehr…
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