Leipziger Hörspielsommer: Antje Rademacker erklärt die Wettbewerbsbedingungen für Kinder und Jugendliche
Daniel Thalheim
09.01.2012
Antje Rademacker leitet den Kinder- und Jugendwettbewerb des 10. Hörspielsommers 2012.
Bild: Steffen Becker
Im Sommer ist es wieder soweit. Zum zehnten Mal gibt es Hörspiele und Wettbewerbe für die Leipziger. Ein Wettbewerb gilt nur für Kinder und Jugendliche. Der Leipziger Hörspielsommer schreibt ihn zum vierten Mal aus. Jeder kann sich bewerben. Einsendeschluss ist der 1. April 2012. Wettbewerbsleiterin Antje Rademacker erklärt wie alles funktioniert.
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Ich habe von einer Wettbewerbsausschreibung für Kinder und Jugendliche zum Hörspielsommer 2012 gehört. Was genau hat es damit auf sich?
Zum vierten Mal schreibt der Hörspielsommer neben dem Internationalen Hörspielwettbewerb einen Wettbewerb speziell für Kinder und Jugendliche aus. Einzelpersonen und Gruppen können sich hier bewerben, vorausgesetzt, die hauptsächlich für das Hörspiel Verantwortlichen sind nicht älter als 18 Jahre. Belohnt wird das Gewinnerstück mit Sachpreisen oder mit Workshops.
Wer darf sich bewerben?
Zu beiden Wettbewerben, dem Internationalen und dem für Kinder und Jugendliche, darf sich jeder bewerben, der nicht professionell als Hörspielmacher arbeitet. Das heißt, sie müssen im Amateurbereich tätig sein.
Kinder stehen beim 10. Hörspielsommer in Leipzig wieder im Mittelpunkt.
Foto: Daniel Thalheim
Wie lauten die Bedingungen?
Es dürfen nicht mehr als drei Stücke von Radiosendern gesendet oder von Verlagen veröffentlicht worden sein. Ausgenommen ist die Ausstrahlung durch Offene Kanäle (OK) und Nichtkommerzielle Lokalradios (NKL) oder die Veröffentlichung im Eigenverlag, On-Demand oder als Podcast. Aufträge und Kooperationen von und mit Sendeanstalten sind dabei ausgeschlossen. Ebenso dürfen die Wettbewerbsbeiträge noch nicht veröffentlicht sein.
In Länge und Sprache gibt es noch Einschränkungen. Die Kinderstücke dürfen nicht länger als 20 Minuten, die Stücke im Internationalen Wettbewerb nicht länger als 45 Minuten sein. Wettbewerbsbeiträge müssen entweder auf Deutsch oder Englisch sein. Andere Sprachen können akzeptiert werden, falls sie für das Verständnis der Handlung keine Rolle spielen.
Beide Wettbewerbe sind offene Wettbewerbe. Daher gibt es keine thematischen Vorgaben.
Was waren in den vergangenen Jahren die Höhepunkte des Kinder- und Jugendhörspielwettbewerbs?
Unsere Einschätzung ist sehr subjektiv, da die Gewinner des Kinder- und Jugendwettbewerbes vom Publikum gekürt werden. Anders als beim Internationalen Wettbewerb, wo eine Jury entscheidet. Meine persönlichen Favoriten waren "Kommissar Tschauner" von Philipp Bonaventura und Julian Nauth, "Das Jahr hat 365 Streifen" von Kindern der Evangelischen Schule Berlin Mitte sowie "Der Blinde Riese" von Kindern der Konrad-Aghad-Grundschule Berlin Neukölln.
Im Jahr davor war ich leider nicht dabei und kann daher auch nichts dazu sagen. Allerdings ist es generell so, dass mit der leichter zugänglichen Aufnahmetechnik auch im Hörspielbereich die technische Qualität zunimmt. Gleichzeitig scheint es, dass durch den Aufschwung der Hörbücher auch das Hörspiel, das ja gleichsam aufwendiger in der Produktion ist, mehr in die öffentliche Wahrnehmung rutscht. Was bei uns dazu führt, dass wir insgesamt mehr Einsendungen erhalten.
Ein Teil des Teams des 9. Hörspielsommers 2011.
Foto: Daniel Thalheim
Drei Wettbewerbe gibt es insgesamt bei euch: Was hat es mit dem Internationalen Hörspielwettbewerb auf sich? Gibt es noch den Internationalen Hörspielnachwuchswettbewerb der Buchmesse?
Den Internationalen Hörspielnachwuchswettbewerb im Rahmen der Leipziger Buchmesse gab es bis 2009. Zur Zeit haben wir nur noch zwei Wettbewerbe - dieses Jahr den 4. Kinder- und Jugendwettbewerb und den 10. Internationalen Hörspielwettbewerb, die parallel zum Festival im Juli stattfinden.
Wie schlägt sich das international nieder?
Wir versuchen auch ausländische Beiträge zu akquirieren, was aus der Natur der Sache heraus nicht so einfach ist, da man Hörspiele ja schlecht untertiteln kann. Daher akzeptieren wir auch Beiträge auf Englisch. Dieses Jahr konnten wir das Goethe-Institut dazu gewinnen, unseren Wettbewerb international online mit anzuwerben und wir hoffen so auf eine größere Strahlkraft.
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