Springen Sie direkt: Zum Textanfang (Navigation überspringen) Zur Hauptnavigation Zur Suche


Springen Sie direkt: Zum Textanfang (Navigation überspringen) Zur Hauptnavigation Zur Suche



Im Atrium des Königshauses: Michael Fischer-Art zeigt 312 Quadratmeter großes Antikriegsbild zum Doppeljubiläum

Redaktion
Montage des Kunstwerks im Königsbau-Atrium.
Montage des Kunstwerks im Königsbau-Atrium.
Foto: Westend-PR/Grundmann
2013 wird auch ein Jahr, in dem man Stellung beziehen kann: Junge, wie hältst du's mit dem Krieg? - Wobei - man sieht es ja - die Sprache schon trügerisch ist: Stellung bezieht eine Kampfeinheit vor der Schlacht. Der Krieg steckt mitten in unserer Sprache. Aber vielleicht gerade deshalb ist Michael Fischer-Arts Haltung zum Thema so angenehm. Im Atrium des Leipziger Königsbaus präsentiert der Leipziger Künstler jetzt sein 26 Meter hohes und insgesamt 312 Quadratmeter großes Antikriegsbild zum kommenden Jubiläum 200 Jahre Völkerschlacht und 100 Jahre Völkerschlachtdenkmal im Jahr 2013.


Das großformatige Werk, das 64 Fenster im bekannten Handelshof direkt am Leipziger Augustusplatz ausfüllt, wird mindestens bis Ende kommenden Jahres frei zugänglich für die Öffentlichkeit zu sehen sein.

„Es geht bei dieser Kunst am Bau nicht um die 1:1-Darstellung der Völkerschlacht, sondern um das bunte und spielerische Aufzeigen von historischen Schlaglichtern. Mit der Herangehensweise möchte ich meinen Beitrag zur Reflektion des Doppeljubiläums leisten, für Geschichte sensibilisieren und vor allem auch jüngere Menschen zur Diskussion und zur Beschäftigung mit diesem Thema anregen“, sagt Michael Fischer-Art.

In Kooperation mit der Sächsischen Bildungsagentur (SBA) sind Unterrichtsstunden und Diskussionsrunden im Atrium des Königsbaus im Januar und Februar 2013 geplant. „Mein Werk versteht sich als Antikriegsbild. Es soll die Schrecken und Greueltaten des Krieges als lächerliches Schauspiel darstellen. Wenn ich mir viele der heutigen Kids mit ihren gewaltverherrlichenden Computerspielen anschaue, weiß ich, dass man gar nicht genug Aufklärung betreiben kann.“

Michael Fischer-Art im Atrium des Königsbaus.
Michael Fischer-Art im Atrium des Königsbaus.
Foto: Westend-PR/Grundmann

Nach dem 3.000 Quadratmeter großen Fassadenbild zum 9. Oktober 1989 am Brühl und der Bildungstour „Mauerfälle“ durch 30 europäische Städte mit dem von Dr. Helmut Kohl, Michail Gorbatschow und George H.W. Bush unterschriebenen Mauersegment setzt Künstler Michael Fischer-Art einen weiteren Meilenstein, um mit künstlerischem Schaffen gerade bei jüngeren Menschen geschichtliche Reflektion zu bewirken.

Dass er es auf verspielte, jugendliche Art tut, kommt dabei bei der Zielgruppe gut an. Der untere Teil seines Völkerschlacht-Bildes zeigt zwar Szenen aus der Schlacht, auch den eitlen Imperator Napoleon im Großformat, einige heftige Kampfszenen, aber auch die Orte im Leipziger Umland, die vom Schlachtgeschehen besonders in Mitleidenschaft gezogen wurden. Doch darüber lösen sich die Kampfszenen geradezu in Explosionsszenen auf - die Kämpfer werden einfach zerfetzt. Und darüber schweben die Getöteten dann - von recht bunten Engeln getragen - in diverse Himmel hinauf.

Die Engel sehen dabei selbst wie Schergen aus, die sich die toten Soldaten schnappen nach erledigter Arbeit, um sie im Jenseits abzuliefern.

Michael Fischer-Art im Atrium des Königsbaus.
Michael Fischer-Art im Atrium des Königsbaus.
Foto: Westend-PR/Grundmann
Dabei stellt Fischer-Art selbst die Kämpfenden nicht in heroischer Pose dar. Die Gesichter scheinen - noch stärker als sonst bei ihm gewohnt - starre Maske, zur Grimasse verzogen. Wären da nicht die unterschiedlich gefärbten Uniformen, man sähe lauter gleichermaßen von Panik und Angst getriebene Menschen, die hier - von ihnen Offizieren vorwärtsgetrieben - aufeinander schießen und einstechen.

Umso erstaunlicher ist es, dass auch 200 Jahre später die eitlen Herren der Welt immer noch glauben, Krieg sei eine legitime Fortsetzung der Politik mit anderen Mitteln und Rüstung ein ehrliches Geschäft.

Ist es beides nicht. Und wenn man es recht bedenkt, gibt es nicht wirklich viel zu feiern 2013. Zu viele Menschen, denen die Zukunft der Erde in die Hände gelegt ist, haben nichts draus gelernt. Nicht aus 1813 und nichts aus 1914. Das Völkerschlachtdenkmal sollte noch viel mehr als bisher als ein Mahnmal begriffen werden. Für all jene, die sich von den Säbelrasslern immer wieder einschüchtern lassen.

Der Satz von Ignaz Wrobel alias Kurt Tucholsky von 1931 ist heute so aktuell wie zu seiner Zeit: "Da gab es vier Jahre lang ganze Quadratmeilen Landes, auf denen war der Mord obligatorisch, während er eine halbe Stunde davon entfernt ebenso streng verboten war. Sagte ich: Mord? Natürlich Mord. Soldaten sind Mörder.“

Man kann die Schizophrenie der Kriege gar nicht eindeutig genug zeigen. Michael Fischer-Art tut's auf seine Weise. Bunt, aber deutlich.

Das Völkerschlacht-Motiv soll später auch in einer limitierten Auflage als Siebdruck im Format DIN A 0 erhältlich sein. Bereits jetzt veröffentlichte Fischer-Art ein 70 x 100 cm großes 2013-Jahreskalenderblatt zum Thema Völkerschlacht (Auflage 1.000 Stück). „Das Interesse am Thema ist riesengroß, selbst aus Mexiko und den USA erreichen mich Anfragen“, so der Leipziger Künstler.

www.fischer-art.de

www.voelkerschlacht-jubilaeum.de



Funktionen

del.icio.us Mister Wong Technorati Blogmarks Yahoo! My Web Google Bookmarks



Weitere aktuelle Nachrichten der L-IZ.

Schwarwels Fenster zur Welt: Gott ist tot

Nietzsche hats versucht, ich versuchs auch einmal: Bekanntlich ist Gott ja tot. Verröchelt irgendwo zwischen erstem und zweitem Buch. Deshalb ist er auch so oft in Abwesenheit schuld. Denn gäbe es ihn, könnte er sich wehren, würde man ja eine Handlung alttestamentarischen Ausmaßes in dieser schönen Zeit erwarten. mehr…

"Ein Stück MDR-Geschichte": Intendantin Karola Wille krempelt die Anstalt um

Karola Wille bei Ihrer Wahl zur Intendantin des MDR und Vorgänger Udo Reiter 2011
Der Mitteldeutsche Rundfunk möchte seinen eingestaubten Strukturen eine Frischzellenkur verpassen. Intendatin Karola Wille verschickte laut dem Blog "Flurfunk Dresden" am 18. Juli ein Schreiben an die Mitglieder von Rundfunk- und Verwaltungsrat. Darin kündigt die Rundfunk-Managerin weitreichende Veränderungen an. Künftig soll sich die Senderorganisation demnach nicht mehr an den Verbreitungswegen Fernsehen und Radio, sondern an Programminhalten orientieren. mehr…

Leichtathletik-DM in Ulm: U20-Staffel holt Silber für Leipzig

LAZ Leipzig, 4x400m-Staffel U20.
Schöner Erfolg für die U20-Staffel des LAZ. Über 4 x 400m erkämpften sich Jana Schwabe, Anna Schwabe, Linda Strigenz und Anne-Cathrin Hoppe-Herfurth die Silbermdaille. Aufgrund von personellen Ausfällen konnten die Männer des LAZ als Titelverteidiger über 4 x 100m ebenso nicht starten wie die U20-Staffel über 3 x 1.000m. Robert Hering holte über 200m den 5. Platz und die U20-Staffel der SG MoGoNo wurde über 3 x 800m Siebenter. mehr…

RB Leipzig: Torwart gesucht, Boyd verletzt, Greenkeeper tödlich verunglückt

RB Leipzig benötigt einen neuen Keeper. Das Fachmagazin "Kicker" berichtete am Sonntag-Nachmittag, die Rasenballer hätten ein Auge auf den Hoffenheimer Ersatzmann Jens Grahl geworfen. Auch Thomas Kessler, derzeit Nummer zwei beim 1. FC Köln, sei ein potenzieller Kandidat. Am Wochenende erreichten die Mannschaft weitere Schock-Meldungen: Terrence Boyd verletzte sich am Samstag gegen die Queens Park Rangers am Kreuzband. RB-Greenkeeper Andreas B. (44) verunglückte am Sonntag tödlich. mehr…

Leipzig im Jahr 1914: Wer hat den schönsten Balkon?

Die Zeitgenossen wissen es nicht, dass es noch zehn Tage bis Kriegsbeginn sind. Dass der Verkehrsverein den schönsten Balkon sucht, ist für sie deshalb nicht außergewöhnlich. Im Amtsgericht wird noch mal durchgewischt, der sächsische König meldet sich aus Südtirol und in Leipzig herrscht Vollbeschäftigung. mehr…

Benjamin Karabinski (FDP) zur Polizeireform: „Jede Struktur ist nichts ohne motivierte Beamte“

Benjamin Karabinski
Irgendwie dreut da eine erneute Wahl am 31. August in Sachsen. Einige konkrete Projekte und Bereiche verdienen also durchaus einer gesonderten Betrachtung. In der sächsischen Polizei sollen bis 2025 weitere 1.900 Jobs abgebaut werden. L-IZ.de sprach mit verschiedenen Politikern. Zum Abschluss mit Benjamin Karabinski MdL, stellvertretender Fraktionsvorsitzender und innenpolitischer Sprecher der FDP, über die Auswirkungen des Reformprojekts "Polizei.Sachsen.2020" aus seiner Sicht. mehr…

Polizeibericht: Selbsternannter Parkplatzwächter, Einbrüche, Autos gestohlen

Am Nordstrand kassierte beim „TH!NK?“-Festival ein selbsternannter Parkplatzwächter eifrig Parkgebühren +++ Auch an diesem Wochenende gab es wieder mehrere Einbrüche und Autos wurden gestohlen +++ Ein Unbelehrbarer wurde gestern gleich zwei Mal betrunken hinterm Steuer erwischt. mehr…

Michael Oertel stellt wieder aus: Fotoausstellung „Edgars_BRUCKHAUSEN“ ab Freitag im Kulturbetrieb „WolkenSchachLenkWal“

Foto aus "Edgars_BRUCKHAUSEN".
Ab Freitag, 1. August, bis zum 15. Oktober 2014 wird die Fotoausstellung mit dem Titel „Edgars_BRUCKHAUSEN“ des Autors und Fotografen Michael Oertel im Kulturbetrieb „WolkenSchachLenkWal“ (Friedhofsweg 10, Nähe Völkerschlachtdenkmal) gezeigt. mehr…

Fünf Jahre sind rum: Sieben Fragen an Christine Clauß, Ministerin für Soziales und Verbraucherschutz

Sozialministerin Christine Clauß.
Christine Clauß - von 1990 bis 1999 eine der prominentesten Vertreterinnen der CDU im Leipziger Stadtrat, ist seit 1999 für die CDU Mitglied im Sächsischen Landtag. Seit 2008 ist die gelernte Fachkrankenschwester Staatsministerin für Soziales und Verbraucherschutz in Sachsen. Auch sie bekam die sieben Fragen der L-IZ auf den Schreibtisch. mehr…

Elster-Luppe-Aue: Fehlende Überschwemmungen und gesunkener Grundwasserspiegel bedrohen auch die Papitzer Lachen

Weiße Elster in der Elster-Luppe-Aue.
Irgendwie gehört auch die Elster-Luppe-Aue mit den Papitzer Lachen zum Projektgebiet "Lebendige Luppe". Nur ist dieser Teil des nordwestlichen Auwaldes von der Burggaue durch die Neue Luppe und zwei im Jahr 2011 verstärkte Deiche abgetrennt. Die Probleme aber sind dieselben. Die Frage ist nur: Kann das Projekt "Dynamische Wiederbespannung" durch die Landestalsperrenverwaltung die Probleme lösen? mehr…

Leserbrief zu RB Leipzig vs. Queens Park Rangers 2:0 - Generalprobe geglückt

Von Hans Klemm: Der Punktspielstart naht! Über Sinn oder Unsinn solcher internationalen Vorbereitungsspiele kann man streiten. Aus Sicht der Leipziger will natürlich Trainer Zorniger seine möglichst beste Erstformation herausfinden, damit man gleich zu Beginn bei der neuen, erhöhten Herausforderung eine gute Rolle spielen kann. Mit welchem System gespielt wird oder wie die Spieler „gegen den Ball“ arbeiten, interessiert kaum jemand der unterschiedlich großen Zuschauerschar. mehr…

Alte Spielstätte "Skala": Cinématéque Leipzig wirbt für ihr Projekt "Filmkunsthaus Leipzig"

Die ehemalige Spielstätte in der Gottschedstraße 16.
Seit einem Monat liegen die Pläne der Stadtverwaltung auf dem Tisch, in der ehemaligen Diskothek Schauhaus eine neue zweite Spielstätte für das Schauspiel Leipzig für rund 5,8 Millionen Euro zu schaffen. Ein Teil der Summe - 1 Million Euro - soll durch den Verkauf der Gottschedstraße 16 refinanziert werden, wo zuvor "Neue Szene" und "Skala" ihren Spielort hatten. Völlig aus dem Blick geriet dabei augenscheinlich, dass sich die Cinématéque Leipzig seit anderthalb Jahren um das Haus bemüht. mehr…

Geförderte Arbeitsplätze für Leipzig: Ohne Unterstützung kann Leipzig das nicht bezahlen

Viel Geld für einen öffentlichen Beschäftigungssektor hat Leipzig nicht.
Ein bisschen hat's schon gedauert. Ihren Antrag "Kofinanzierung des öffentlich geförderten Beschäftigungssektors durch die Stadt" hatte die Linksfraktion im Leipziger Stadtrat schon am 19. Dezember 2013 eingereicht, nachdem sich so langsam abzeichnete, welche verheerenden Folgen die Kürzung der "Arbeitsmarktinstrumente" bei den Jobcentern auch für die Vereinslandschaft in Leipzig haben würde. Doch abhelfen könne die Stadt nicht, stellt jetzt das Dezernat Wirtschaft und Arbeit fest. mehr…

Markranstädt nimmt sich die Wildparker vor: Mehr Ordnung und Sicherheit am Westufer Kulkwitzer See

Verstärkt wurde in den zurückliegenden Wochen die Parksituation am Westufer Kulkwitzer See kontrolliert, teilt die Stadt Markranstädt mit. Allein am vorletzten Wochenende wurden 163 „Knöllchen“ jeweils mit 10, 15 oder 20 je nach Tatbestand erlassen. Denn unter anderem wurden Grundstückszufahrten zugeparkt oder Pkws kreuz und quer auf nicht zum Parken gekennzeichneten Flächen abgestellt. mehr…

Unterwegs in Mitteldeutschland: HTWK-Hochschulradtour lädt Anfang August ein ins Dreiländereck

Bei der Radtour der HTWK Leipzig geht es in diesem Jahr ins Dreiländereck Deutschland – Polen – Tschechische Republik.
Zum 14. Mal lädt die Hochschule für Technik, Wirtschaft und Kultur Leipzig (HTWK Leipzig) zur traditionellen Hochschulradtour vom 2. bis 9. August ein. Die Reiseroute führt die 50 Studierenden in diesem Jahr durch das Dreiländereck Deutschland-Polen-Tschechische Republik, wo es so manche sehenswürdige Haltestelle zu erkunden gilt. mehr…

Springen Sie direkt: Zum Textanfang (Navigation überspringen) Zur Hauptnavigation Zur Suche


Die L-IZ-Suche.
Tagesansicht: heute | gestern | vorgestern
Tagesansicht: heute | gestern | vorgestern
Anzeigen.
Comicgarten
Veranstaltungshinweise der IHK Leipzig

Veranstaltungshinweise:

Weitere Veranstaltungen unter:
www.leipzig.ihk.de
Zur Website der IHK Leipzig
Monatsmagazin 3VIERTEL
Zur Website der Leipziger Verkehrsbetriebe (LVB) GmbH

VERKEHRSMELDUNGEN:

NACHRICHTEN:

SCHNELLER SERVICE:

Quick Reifendiscount
Weltnest
Tüpfelhausen
Hafenbar
Zuletzt auf L-IZ.de veröffentlicht.
Alle Artikel von heute in der Tagesansicht.
Anzeigen.
Website Schwarzes Leipzig
Gewinnspiele & Aktionen.
Bücher:
Leipziger Leselust ... seit 2004 bespricht die L-IZ regelmäßig die neuesten Bücher aus Leipzig.
Unser Senf
Anzeigen.
Größter Indoor-Spielplatz in Mitteldeutschland
Link-Tipps.
Forum Café LE
Bildblog