Ein kleines Revival für die Taschentuchdiele: Auftaktveranstaltung für die Lindenauer Taschentuchgeschichten am 3. Oktober
Redaktion
01.10.2012
Taschentuchballaden.
Foto: Prosawerkstatt
Die Taschentuchdiele im Leipziger Westen ist Legende. Schon Karl-Hermann Roehricht hat sie besungen in seiner "Ballade von den kleinen Leuten in der Taschentuchdiele zu Leipzig", zu hören auf der nun selbst fast schon wieder legendären CD "In Lindenau, da ist der Himmel blau", erschienen 2003. Gesprochen von Axel Thielmann. Damals natürlich wehmütige Erinnerung an einen lebendigeren Westen.
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Mittlerweile aber haben die Leipziger Pioniere den Westen als neues Erkundungsgebiet für sich entdeckt, nachdem der Süden schon lange voll ist, Connewitz auch, Schleußig sowieso, und auch Plagwitz so langsam Vollvermietung meldet. Die junge Stadt Leipzig wächst. Und das macht die noch bis 2000 so verpönten Stadtgebiete westlich der Weißen Elster interessant.
Für Pioniere, für Förderprojekte, für neue Ladenbespielungen. Auch wenn die Taschentuchdiele, die ihren Namen den Stofftaschentüchern verdankt, die über den Dielenlampen hingen und die sich einst in der Georg-Schwarz-Straße 17 befand, noch nicht wieder auferstanden ist.
Ein bisschen soll sie es zumindest. Der Tag der Deutschen Einheit kann im Leipziger Stadtteil Lindenau auf besondere Weise begangen werden. Ab 16 Uhr wird die berühmt-berüchtigte „Taschentuchdiele“ noch einmal zum Leben erweckt.
In den alten Räumen wird es eine kleine Ausstellung zur Kulturgeschichte des Taschentuches zu sehen und ein Radio-Feature über die damalige Taschentuchdiele wird zu hören sein. Die Atmosphäre hat außerdem der Maler und Autor Karl Hermann Roehricht, der seine Kindheit in der Georg-Schwarz-Straße verbrachte, in seiner „Ballade von den kleinen Leute in der Taschentuchdiele zu Leipzig“ verewigt. Am 3. Oktober werden zum ersten Mal Stofftaschentücher mit diesem Text erhältlich sein.
Taschentuchballaden.
Foto: Prosawerkstatt
Beim Wettbewerb geht es um Geschichten und Anekdoten. Die Geschichte sollte so lang sein, dass sie auf ein Stofftaschentuch passt – also höchstens 1.500 Zeichen mit Leerzeichen, was ungefähr 200 Worten entspricht, so die Prosawerkstatt, die zu diesem Wettbewerb einlädt. Jeder, der mag, kann eine Geschichte, Anekdote, Träumerei mit Lindenau-Bezug schreiben (max. 200 Worte) und bis zum 11.11.2012 per Mail schicken an taschentuchgeschichten@prosawerkstatt.de oder in einen von fünf Taschentuchgeschichtenbriefkästen in Lindenau stecken. Eine Jury aus Autoren, Buchhändlern und Dramaturgen wählt die vier schönsten Texte aus.
Und auch über - gebrauchte, gut erhaltene - Stofftaschentücher für das Projekt freut man sich sehr. Diese können wie die Texte in die Taschentuchgeschichtenbriefkästen gesteckt werden. Die eingereichten Geschichten werden auf Taschentücher gedruckt. Mit dem Kauf eines Taschentuchs zum Selbstkostenpreis von 2 Euro erwerben Lindenau-Fans dann ein einzigartiges Stück Lindenau.
Mit dieser Veranstaltung startet offiziell der Aufruf zu den Lindenauer Taschentuchgeschichten, einem Wettbewerb der Prosawerkstatt und dem Lindenauer Stadtteilverein, bei dem attraktive Preise winken. Bis 11. November 2012 können Texte mit Lindenau-Bezug eingereicht werden.
Noch 270 Minuten müssen die Rasenballer diese Saison überstehen. Mit Abpfiff des Auswärtsspiels in Lotte am 2. Juni möchten die Bullen den Aufstieg in die dritte Liga gepackt haben. Leipziger Fans und Spione aus Westfalen können sich am Sonntag ein letztes Bild von dem Team verschaffen, das die Liga beim Berliner AK (Anstoß: 13.30 Uhr) möglichst ungeschlagen beenden will. Daniel Frahns Rückkehr pünktlich zur Relegation ist noch ungewiss. mehr…
Am zweiten Tag der Innenministerkonferenz in Hannover hat die Bund-Länder-Kommission zum Rechtsterrorismus ihren Abschlussbericht vorgestellt. Fazit: Die deutsche Sicherheitsarchitektur habe nicht generell versagt. Eine Abschaffung des Verfassungsschutzes halte sie "für nicht geboten". Das umstrittene V-Leute-System soll gestärkt werden. Bund und Länder werden auch weiterhin politischen Extremismus subventionieren, indem sie Informanten für deren Spitzeldienste bezahlen. mehr…
Am Tage nach seiner Rückkehr auf einen Leipziger Denkmalssockel geht man in Sachen Richard Wagner wieder ins Detail. Getanzte und Gelesene Wagner-Liebe gibt es am Abend des 23. Mai im Opernhaus am Augustusplatz mit „Ein Liebestraum“. Letztmalig in dieser Spielzeit ist die Choreografien der Geschwister Silvana und Mario Schröder zu erleben. Und in der Aula der Alten Nikolaischule wird am gleichen Abend dem Dresdner Revoluzzer nachgegangen: „Wegen wesentlicher Theilnahme“. mehr…
Bereits in der Nacht zum 16. Mai verübten Unbekannte einen Anschlag auf eine Leipziger Niederlassung der "Trenkwalder Personaldienste GmbH" in der Karl-Liebknecht-Straße. Die Täter warfen Pflastersteine in die Fensterscheiben der Büroräume. Am Eingang des Gebäudes prangte der fehlerhafte Schriftzug "Leiharbeit kaput". Die Polizei ermittelt wegen Sachbeschädigung. mehr…
Leipzigs Bevölkerung wächst. Das sorgt auch dafür, dass der Wohnungsleerstand schmilzt. Aber was bedeutet das für die Bezahlbarkeit der Mieten? - Die Fraktion Die Linke brachte zur Ratsversammlung am 15. Mai zwei Anträge ins Verfahren, die eine strategische und sozial orientierte Wohnungspolitik in der Stadt Leipzig langfristig befördern sollen. mehr…
Es ist schon erstaunlich, welche Erwartung Unternehmenschefs immer wieder haben an Politik - und wie verstört sie hinterher sind, wenn sie die Regierung bekamen, die sie wollten. Was auch daran liegt, dass Betriebswirtschaft ein ganz anderes Feld ist als Makroökonomie. Und dass in der Makroökonomie manchmal Dinge getan werden müssten, die aus betriebswirtschaftlicher Sicht keinen Sinn machen. Und trotzdem richtig wären. Solche Dinge wie Marktregulierung und Bankenkontrolle. Den Salat habe wir derzeit. mehr…
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Die SPD feiert am 23. Mai in Leipzig Geburtstag. Am 23. Mai 1863 wurde eine der Vorläuferparteien der SPD in Leipzig gegründet: der ADAV. 150 Jahre später gibt es die SPD zwar immer noch. Doch in Meinungsumfragen dümpelt sie deutlich unter der 30-Prozent-Marke. Kein guter Wert für eine Partei, die sich eigentlich die Kernelemente unserer Gesellschaft in den Namen geschrieben hat: das Soziale und das Demokratische. Zeit für ein Geschenk zum Nachdenken. mehr…
Seit Mittwoch, 22. Mai, reden sie wieder: Verkehrsminister aus aller Welt diskutieren in Leipzig über Geld. Die für Verkehr zuständigen Minister aus den 54 Mitgliedsstaaten des Weltverkehrsforums (International Transport Forum) der OECD treffen sich vom 22. bis 24. Mai in Leipzig. Im Mittelpunkt des dreitägigen Gipfeltreffens steht die Zukunft der Finanzierung von Mobilität. Oder das, was Minister dafür halten. Sachsen ist eigentlich ein gutes Fleckchen für so eine Debatte. mehr…
Die Einstellung des 1. FC Lok für den Mittwochabend hat sich ausgezahlt. Nach langer Anreise gen Torgelow gewannen die Blaugelben beim ortsansässigen Torgelower SV Greif mit 5:2 (3:1). Rolleder und Spahiu, je zweimal, und Benedikt Seipel trafen in einem lockeren Kick für den sich Lok was vorgenommen hatte: „Wenn wir schon Mittwochabend nach Torgelow müssen, dann wollen wir auch gewinnen!“. mehr…
Am Freitag, 24. Mai, lädt die Halle 14 – Zentrum für zeitgenössische Kunst um 19 Uhr zu einem Artist Talk ein. Künstlerinnen aus Leipzig, Straßburg und Venedig geben in englischer und deutscher Sprache Einblicke in ihre Arbeiten. Im Anschluss wird der temporäre Frühlingsgarten des gemeinnützigen Kunstzentrums auf der Leipziger Baumwollspinnerei eingeweiht. Der Eintritt ist frei. mehr…
Mit Ausklingen der Wagner Festtage in Leipzig feiert das Stadtgeschichtliche Museum am Sonntag, dem 26. Mai, ab 16 Uhr, die Finissage der Jubiläumsausstellung Wagnerlust & Wagnerlast. In einer letzten Führung berichtet die Kuratorin vom Leben, Wirken und Nachwirken des berühmten, aber auch umstrittenen Sohnes der Stadt. Als besondere Aufmerksamkeit des Museums ist der Eintritt in die Ausstellung ab 15 Uhr frei. Außerdem werden unter allen Besuchern der Finissage fünf Ausstellungskataloge verlost. mehr…
„Bisher konnte keine Einigung erzielt werden“, räumt die Stadtverwaltung auf Anfrage der Grünen zur Auseinandersetzung mit der Stadtbau AG über das Jahrtausendfeld ein. Damit liegen die Pläne für einen Bildungscampus Jahrtausendfeld mit Gymnasium und Grundschule weiter auf Eis. Kurzfristigen Einigungsbedarf sieht die Stadt ohnehin nicht. mehr…
Mit einer Technikschau und Feuerwehr zum Anfassen bietet die Freiwillige Feuerwehr Leipzig-Wiederitzsch am Samstag, dem 25. Mai, interessante Einblicke. Die Tore des Gerätehauses in der Bahnhofstraße 11a stehen den Besuchern zwischen 14 und 18 Uhr offen. mehr…
Was haben Hans Sachs und Hieronymus Lotter miteinander zu tun? Beide waren Franken, gebürtige Nürnberger, vielleicht Buddelkastengefährten. Sie lebten in der Zeit Martin Luthers zwischen Spätmittelalter, Renaissance und Neuzeit. Hans Sachs wollte die Welt mit Schuhen und mit Meistergesang verbessern. Hieronymus Lotter schmeichelte sächsischen Landesherren, handelte mit Metall und Tuchen, und war acht Mal Leipziger Bürgermeister im Ehrenamt. mehr…