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Eisenacher und Hamburger Serenaden: Leipziger Concert spielt Telemann

Redaktion
Leipziger Concert.
Leipziger Concert.
Das Ensemble "Leipziger Concert" widmet sich gemeinsam mit sechs prominenten, dem Heiteren in der Musik zugetanen Sängerinnen und Sängern in seinem Konzert am Freitag, 12. März, um 19:30 Uhr im Zimeliensaal des Museums für Musikinstrumente im Grassi Telemanns Wirken im Spannungsfeld zwischen höfischer und städtischer Musikkultur.

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Stellvertretend für sein vielfältiges kompositorisches Schaffen erklingen eine der Eisenacher (= höfisch) und Hamburger (= städtisch) Serenaten. Beide selten aufgeführten Werke ergötzen in Text und Musik durch Farbigkeit, Affekte, Tanzformen und Rhetorik voller sprudelnder Fantasie.

Diese Kompositionen Telemanns gehören zu jenen Werken, die aus Anlass von Geburtstagen, Hochzeiten oder Todesfällen entstanden sind: die Kantate auf den Geburtstag der Herzogin Magdalena Sibylla von Sachsen-Eisenach, der Gattin seines langjährigen Dienstherren Johann Wilhelm. Als Gegenstück zu diesem höfischen Werk erleben wir die Musik, die Telemann 1732 für die Goldene Hochzeit des Hamburger Bürgermeisters Matthias Mutzenbecher und seiner Frau Maria Catharina komponierte. Diese für einen städtischen Repräsentanten entstandene Serenata steht in nichts der Qualität und Eleganz jener Komposition nach, die Telemann 1722 für die Herzogin geschrieben hatte, ja sie scheint dieselbe in ihrer teils witzigen Dichtung, der farbigen Komposition mit ihren schönen Arien und den eingängigen Tanzchören noch zu übertreffen.

Auf den Spuren Telemanns: das Ensemble Leipziger Concert.
Auf den Spuren Telemanns: das Ensemble Leipziger Concert.
Das Ensemble "Leipziger Concert" verfolgt ein nach heutigen Erkenntnissen denkbares Klangbild der Barockzeit. Dabei greift es zurück auf die Erfahrungen seiner Mitglieder, einem festen Stamm aus Dozenten und Absolventen des Studiengangs Alte Musik der Hochschule für Musik und Theater Felix Mendelssohn Bartholdy Leipzig.

Für den Bachsaal des Museums für Musikinstrumente der Universität Leipzig wurden im Bachjahr 2000 auf den verfügbaren historischen Originalinstrumenten Klangbeispiele aufgenommen und als CD (Entwurff einer wohlbestallten Music, RK 2001) veröffentlicht. In der Konzeption der Programme werden vor allem Werke aus der reichen Tradition des sächsischen und mitteldeutschen Raumes berücksichtigt.

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Freitag, den 12. März 2010, 19:30 Uhr im Museum für Musikinstrumente, Zimeliensaal.

Karten zu 12 Euro und 9 Euro (ermäßigt) auch im Vorverkauf (Oelsner und Leipzig Information).

www.leipziger-concert.de


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