Ausverkaufte naTo: Alin Coen & Band verzaubern Leipzig + Bildergalerie
Daniel Thalheim
01.09.2010
Alin Coen verzauberte mit ihrem Charme und neuer Musik das Leipziger Publikum in der ausverkauften naTo am 31. August 2010.
Foto: Daniel Thalheim
Diesen Ansturm hat die naTo nicht erwartet. Und die Leipziger gucken nicht schlecht. Was ist hier los? Bis zum Irish Pub Killy Willy und darüber hinaus versammeln sich am Abend des 31. August auf der Karl-Liebknecht-Straße jede Menge junge Leute.
Anzeige
Sie wollen eine Band sehen, die kurz vor ihrem Durchbruch steht oder bereits erreicht hat. Alin Coen und Band füllen gestern Abend den Saal der naTo mit Leichtigkeit.Selbst die Band schaut nach der Show mit großen, ungläubigen Augen Besucher an, die den vier Musikern erzählen, wie viele möglicherweise kommen wollten, aber nicht konnten, weil die Kapazitäten der naTo schnell erschöpft sind. Auch die Veranstalter stellen mit großem Bedauern fest, dass nicht alle Fans über die Abendkasse zu einem der Ereignisse des Jahres hinein konnten. Diesen Zuspruch hat selbst die Konzert- und Szene erfahrene naTo nicht vorhersehen können.
Schon ab 19 Uhr tummeln sich vorwiegend Studenten und junge Menschen in der Kneipe der naTo, um am Abend eine ganz besondere Band zu sehen. Alin Coen & Band sind in der Stadt, haben an diesem Tag schon einen Interviewmarathon hinter sich gebracht und proben für ihre Show. Schon jetzt können die Gäste lauschen, was sie erwartet. Eine knappe Stunde Soundcheck brauchen die jungen Musiker um die Singer/Songwriterin und Weltenbummlerin Alin Coen. Dann ist alles gut und perfekt abgestimmt.
Großer Andrang auf der "Karli": 200 zahlende Gäste durften in die naTo - zum Bedauern der Veranstalter und der Band mussten viele wieder nach Hause trotten.
Foto: Daniel Thalheim
Aufgeregt ist die junge Sängerin auch sichtlich. "Es ist einer der erste Auftritte in dieser Konstellation. Die Songs auf unserem Album haben wir komplett als Band umarrangiert, haben täglich bis zu sieben Stunden geprobt. Es erwartet die Fans auch die Premiere vier unserer fünf neuen Stücke", sagt die zierliche Sängerin im L-IZ-Interview kurz vor der Show. "An diesen Songs haben alle in der Band ihren Anteil", erzählt Alin Coen später am Abend dem Publikum.
Inzwischen rückt die Konzerteröffnung näher, erste Fans mit Tickets versammeln sich im Vorraum zum Konzertsaal und erwarten sehnlichst den Einlass. Durch die langen Proben hat sich alles ein wenig nach hinten verzögert.
Sabiin & The Craft Club Houseband eröffnen die ausverkaufte Show von Alin Coen mit zauberhaften Liedern aus Leipzig-Lindenau.
Foto: Daniel Thalheim
Dafür sehen umso mehr von dem Eröffnungs-Act Sabiin & The Craft Club Houseband aus Leipzig. Das Duo hat sich dem Folk und Singer/Songwritertum mit Herz und Seele verschrieben und begeistert das zunächst zurückhaltende Publikum mit leisen Liedern und zart gezupften Klängen von der Akustikgitarre. Die Takte kommen von einer betrommelten Holzkiste, erste Bewegungen im Publikum. Seit 2008 sind die beiden zusammen musikalisch aktiv, privat auch schon einige Zeit miteinander liiert.
Mit einem tosenden Beifall entlassen die auf dem Boden und auf der Tribüne sitzenden Musikfreunde das Duett, die mit ihren verträumten Liedern für manche eine neue Welt eröffnet haben.
"Das gibt es in Leipzig? Nicht zu glauben!", entfährt es so Manchem ungläubig. Doch, genau so ist es hier in Leipzig, wo massig Talente in Proberäumen kauern und von den hiesigen Medien nicht wahr genommen werden oder nur über private Kontakte zu Auftritten kommen.
Nach dem besinnlichen und stimmungsvollen Auftritt ist noch ein wenig Warten angesagt. Umgebaut werden muss ja nicht, die Instrumente von Alin Coen & Band stehen schon während des Gigs von Sabiin & The Craft Club Houseband an ihren Plätzen.
Besonderes Leipzig: Alin Coen ist sichtlich begeistert von der kuscheligen Atmosphäre in der naTo.
Foto: Daniel Thalheim
Dann läuft nach dem Abdunkeln des Saallichts der Drummer Fabian Stevens zu seinem Drumkit auf der linken Seite der Bühne. Aufbrausender Applaus, Pfiffe, Jauchzen, als Alin Coen zusammen mit dem Gitarrist Jan Frisch und Bassist Philipp Martin auftaucht, sich ihre Akustikgitarre schnappt und Leipzig herzlich begrüßt.
"Kuschelig sieht es bei euch aus", sagt sie lachend. Mit "Hold" und "Ich war hier" aus ihrem Debütalbum "Wer bist Du?" steigt die Kapelle ein und weiß von Anbeginn an jeden Einzelnen der anwesenden Gäste hinter sich. Es folgt das umjubelte "Same Boat", bevor dann Alins rauchig zarte Stimme mit Freude die neuen Stücke vorstellt, die noch Arbeitstitel wie "Ambient Peter", "Psycho Peter" und "Pierre" tragen.
Das Publikum lacht entspannt mit und lauscht andächtig den neuen Klängen, bis auch die neuen Titel unter lautem Jubeln angenommen werden. Niemand hier kennt die Lieder, doch das ist egal. Die neuen Songs, wovon laut Band fünf bereits fertig komponiert sind, vier weitere auf ihre Vollendung warten, schlagen sozusagen umgehend ein - Heimspielatmosphäre in der naTo.
Die Band arbeitet also bereits mit gelassenem Hochdruck zum nächsten Überfliegeralbum hin.
Mit "Common Terrain" hat die Combo ein ganz fertiges Stück hervor gezaubert. Hier steht schon der Titel fest. Mit Titeln wie "Wolken", "Stream", "Wer bist Du?", "Left Behind" und einem französisch vorgetragenen Stück mit Namen "Amêtre" verabschiedet sich die Alin Coen Band vorerst mit tiefen Verbeugungen an das Publikum, das unter lang anhaltendem Applaus nach Zugabe ruft, während die Vier die Bühne verlassen.
Nach zwei Zugabenteilen muss sich die sympathische Formation doch von ihrem Publikum verabschieden, dafür kaufen die Fans nach dem Konzert die CD-Vorräte der Band leer. Die Band bleibt aber in der Sitzgruppe für ihre Fans zum Anfassen, Plaudern und Signieren der frisch erworbenen Alben lange da und haben für jeden ein Ohr und freuen sich sichtlich über die überschwänglichen Reaktionen der vor allem jungen Gäste.
Mit einem Kopf voller Erinnerungen an ein stimmungsvolles Konzert und wohl dem Live-Ereignis des bisherigen Jahres, schwirren die vorwiegend jungen Frauen aus der naTo.
Die gekaufte CD und das ebenfalls erhältliche Poster sind da schöne Erinnerungsstücke für alle Anwesenden. Vielleicht kommt Alin Coen mit ihrer Band im neuen Jahr wieder nach Leipzig.
Dass sie größere Konzerthäuser wie das UT Connewitz füllen können, haben sie am 31. August eindrucksvoll bewiesen. Mit Sicherheit wird auch das alte Kino nicht ausreichen. Leipzig ist eben etwas ganz besonderes für die Combo, wie Alin Coen auch feststellt.
„Pro Organo“ - eine Konzertreihe zugunsten der Orgel in der Emmauskirche Sellerhausen - beginnt am Freitag, 10. Februar, mit einem Familienkonzert. „Pro Organo“ heißt die Konzertreihe mit der die evangelische Kirchgemeinde Sellerhausen Spenden für die notwendige Reparatur und Erneuerung ihrer Orgel in der Emmauskirche (Wurzner Straße 160) sammelt. mehr…
Am Mittwoch, 8. Februar, um 19:00 Uhr lädt Das Fundbuero ein zur Diskussion unter dem Thema „Freiheit und Demokratie – Eine offenen Debatte.” - Freiheit und Demokratie, das waren die zentralen Forderungen im Herbst 1989. Mit dem Ende der SED-Herrschaft, den Runden Tischen und den ersten freien und geheimen Wahlen zur Volkskammer im März 1990 waren diese Forderungen erfüllt. mehr…
Nel Arta alias Cornelius Artjens hat ein Problem. Sie ist ein bisschen außer Rand und Band. Verständlich nach ihrem recht turbulenten Ausflug nach Brasilien, wo sie ihre Geschlechtsumwandlung eigentlich perfekt machen lassen wollte. Aber billig ist auf dem Markt der Geschlechtsumwandlungen mordsgefährlich. Und das Abenteuer endet keineswegs mit der geglückten Rückkehr nach Deutschland. mehr…
Sein Opfer wird den 11. Juli 2008 nie vergessen: Bei sommerlichen Temperaturen soll Andreas S. in der Nähe des Mockau Centers einen jungen Fan der BSG Chemie Leipzig angegriffen haben. Der Lok-Fan, der von seinen Freunden "Bowale" genannt wird, schlug laut Anklage mehrfach auf sein wehrloses Opfer ein. Der 16-Jährige erlitt eine Platzwunde, entkam aber zunächst seinem Peiniger. mehr…
Am Donnerstag, 2. Februar, und Freitag, 3. Februar, kam die SPD-Fraktion im Sächsischen Landtag zu ihrer Jahresauftaktklausur in Radebeul zusammen. Neben dem diesjährigen Schwerpunktthema „Starke Wirtschaft. Faire Arbeit. In Sachsen.“ wurden auch aktuelle parlamentarische Initiativen beraten. So diskutierten die Abgeordneten die weitere Vorgehensweise bezüglich eines Untersuchungsausschusses rund um das Thema der Zwickauer Terrorzelle. mehr…
Was für ein wichtiger Sieg für die Uni-Riesen. Die Grünweißen besiegten in ihrem Heimspiel am Freitagabend die zuvor fünfmal siegreichen White Wings Hanau mit 80:68 (49:36) und sicherten sich damit die Playoff-Teilnahme um den Aufstieg in die ProA. Doch die Schlussphase geriet zur Nervenschlacht. Spielentscheidend waren insgesamt sechs dunkelgrüne Streifen. mehr…
Gutti getortet! Hahahaaha! Hä? Das könnte man einen klassischen Zielkonflikt nennen. Oder schlicht ein Zeichen für galoppierende Hirnschmelze durchs "24-Stunden-Netzen". Eigentlich hätte die Torten schmeißende "Hedonistische Internationale" einen Aufnahmeantrag für den Gockel dabei haben sollen. Oder wär gleich zu Hause geblieben. Aber eitle Menschen unter sich im hippen Berlin - da konnte man schlecht widerstehen, da musste man hin. mehr…
Die Handballer des SC DHfK Leipzig müssen die kommende Saison ohne Spielgestalter Philipp Seitle planen. Das 26-jährige Kraftpaket wechselt im Sommer zurück in seine Heimatregion und wird dort für den Noch-Ligakonkurrenten TV Neuhausen auflaufen. mehr…
Jim Cantona nennt sich der Gitarrist der Rocker aus Altenburg. Er nahm sich Zeit, um etwas aus dem Nähkästchen zu plaudern. "Daniel Orange" hat 2012 einiges vor. Der Klampfer stellt viele Live-Auftritte in Aussicht, schaut zurück und nach vorne. Wie aber alles am Ende klingen wird, verrät Jim noch nicht. mehr…
Lok Leipzigs Präsident Michael Notzon ist nicht mehr Geschäftsführer beim Lok-Hauptsponsor goldgas. Zusammen mit den anderen drei bisherigen Anteilseignern hat der Geschäftsmann seine Anteile am Gasversorger an den Finanzinvestor Fonds bluO verkauft. Auswirkungen auf den FCL soll das jedoch nicht haben, würde also weiterhin eingeplanten Verstärkungen nicht im Weg stehen. mehr…
Die Leipziger Polizei ist nicht müde auf eine wichtige Verhaltensregel hinzuweisen. Es geht nicht ums Radfahren ohne Licht, oder um Geisterfahrten mit dem Auto oder Schwarzfahren mit der Tram. Anscheinend gibt es ein paar Leipziger, die so vertrauensselig sind, dass sie ihre Wohnung unverschlossen verlassen. Erneut kommt ein Hinweis aus dem Pressebüro der Polizei zum Verlassen der eigenen Häuslichkeiten: "Schließen Sie Ihre Hütte ab!" mehr…
Gero Künzel wird 50. Seit 1990 gehört der Erfurter Maler zum Künstlerstamm der 1989 gegründeten Galerie Schwind. Es ist in Leipzig das Zuhause der "Leipziger Schule" geworden. Der einstige Meisterschüler von Bernhard Heisig ist einer ihrer Vertreter. Die Galerie Schwind ehrt ihn im Februar und März im Tübkehaus in der Springerstraße mit einer Geburtstagsausstellung. mehr…
Noch 2001 endete eine Wagner-Aufführung von Dirigent Daniel Barenboim in Israel mit einem Eklat. Eigentlich wird Richard Wagner in Israel boykottiert. Der Leipziger Sohn galt selbst als "anti-jüdisch". Sogar Philosoph Friedrich Nietzsche wendete sich mit Grausen von ihm ab. Adolf Hitler soll aufgrund des Hörens von Wagner-Opern "erleuchtet" worden sein. Israelis setzten Wagner als Soundtrack für den Holocaust gleich. Es gibt viele Gründe, Wagner nicht zu mögen. Jetzt scheint es anders zu werden. mehr…
Ende August dieses Jahres wird das Pflegewohnstift Gohlis in Leipzig fertiggestellt. Das teilt die Wohnungsbaugesellschaft Th. Semmelhaack GmbH mit. Mit einem Investitionsvolumen von rund 13,5 Millionen Euro entsteht an der Ecke Lindenthaler/Georg-Schumann-Straße derzeit eine Pflegeeinrichtung mit 122 Einzelzimmern auf einer Fläche von insgesamt rund 6.765 Quadratmetern. mehr…
Dass sich die Kooperation mit der Justiz lohnen kann, beweist der Prozess gegen Tom M. Das Landgericht verurteilte den 23-jährigen Colditzer am Freitag wegen räuberischer Erpressung und Körperverletzung zu 14 Monaten auf Bewährung. Er hatte am 7. März 2010 offenbar aus Liebe zusammen mit seiner damaligen Partnerin deren Ex-Freund abends auf dem Aldi-Parkplatz in der Essener Straße in einen Hinterhalt gelockt, angegriffen und ausgeraubt. Die magere Beute: Ein Handy und 110 Euro. mehr…