"Into The Wild“ Haus Auensee: Uriah Heep mit neuem Album in Leipzig
Daniel Thalheim
12.03.2011
Uriah Heep sind seit 40 Jahren ganz vorne in der Hardrock-Oberliga dabei - nun live in Leipzig.
Bild: MAWI/Presse
Naturschutzgebiet - Haus Auensee - Wildnis? Nicht ganz. Die britische Hardrocklegende Uriah Heep scheint schon das Aussterben der Dinosaurier erlebt zu haben, sind immer noch am Ball. Dabei dürften sie bei so manchem Plattensammler der frühen Tage schon eh und je ein ganz großer Name neben Black Sabbath, Deep Purple, Led Zeppelin, Rainbow und Judas Priest sein. "Into The Wild" heißt das neue Album. Live im April zusammen mit Nazareth in Leipzig.
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Unerschütterlich wie ein Fels überdauert Uriah Heep seit 1969 die Zeit. Mehrstimmiger Gesang, wuchtige Riffs, verträumte Balladen wie "Lady in Black" zeichnet die Kapelle um das einzig verbliebene Gründungsmitglied und Gitarrist Mick Box aus. Gefühlte hundert Besetzungswechsel, mal durch unglückliche Umstände, mal ganz regulär überstand die Band ebenso wie alle möglichen Trends.
Schon das 2008 erschienene Studiowerk "Wake the Sleeper" hat Kritiker Kopf stehen und mit den Füßen klatschen lassen. Das neue Studioalbum "Into The Wild" soll an diesen Erfolg anknüpfen. Dabei hat die Band ihre besten - am Verkaufserfolg der Alben gemessenen - Tage schon längst hinter sich. Vielleicht kommen sie wieder, wenn am 15. April "Into The Wild" über das Plattenlabel Frontiers Records erscheint.
Uriah Heep sind live eine Macht.
Bild: Rosenheim Rocks
"Into The Wild“ ist schon die 23. Geburt in der wechselhaften Bandkarriere. Die Scheibe soll auch das nunmehr über vierzigjährige Schaffen der Kapelle krönen, die in den Siebzigern mit Hits wie "The Wizard", "Easy Livin'", "Gypsy" und mehr ihre größten Erfolge einheimste. 30 Millionen verkaufte Alben sprechen für die Band.
Wenn man den Namen Uriah Heep irgendwo im Plattenregal stehen sieht und denkt, das sei doch alter Orgel-Rock'n'Roll bei der sich der olle "Frank" in seiner speckigen Jeansjacke wohlig schüttelt und sein schütteres Haar mit einem schwarzen Kamm glatt streicht, wird sich wohl ein wenig täuschen. Man darf nicht vergessen, dass Uriah Heep zu den tourfreudigsten Bands überhaupt gehört und 250 Shows pro Jahr auf einer Pobacke sitzend locker abreißt. Da sind Bands wie Iron Maiden und Metallica deutlich müder geworden. Jüngere Acts können sich von dieser Spielfreude eine Scheibe abschneiden - völlig unabhängig vom Sound, den viele als "altbacken" ansehen wollen.
"Wir haben immer noch den Eindruck, etwas bewegen zu können“, so Gründungsmitglied und Gitarrist Mick Box. "Und, was das Wichtigste ist, es macht uns nach wie vor riesigen Spaß.“ Diese Einstellung erklärt wohl von selbst, was die Maschine von Uriah Heep am Laufen hält. Viele ihrer Nachahmer, Zöglinge und Eiferer haben nicht durchgehalten. Kann man schließlich eine gewisse Unverwechselbarkeit durch den mehrstimmigen Gesang, die versöhnlich klingenden Melodien dem Original auch kaum absprechen, geschweige streitig machen. Bis heute hat Uriah Heep diesen Sound konserviert und gepflegt. Dagegen stehen die energiegeladenen Shows, wo die Band nicht lange fackelt. Alte Männer sind sie noch lange nicht, könnten so manchem jungen "Hübber" zeigen, wie man professionell eine Tournee durchzieht und seinen Charakter dabei bewahrt.
"Into The Wild" von Uriah Heep ist ab April im Handel.
Bild: www.uriah-heep.com
Wer jetzt also immer noch glaubt, Uriah Heep wären genau die hüftlahmen Kapellen, die die Hits ihrer vergangenen Ruhmestage nachspielt, der hat sich kräftig in der Band getäuscht. Eine Oldie-Nacht wird das Konzert am 23. April im Haus Auensee nicht sein, haben Uriah Heep noch einen stolzen Altergenossen in der Rückhand. Die 1968 gegründeten Nazareth sind mit von der Partie, die einst mit "Love Hurts" für den gekonnten Balladen-Schieber auf der Tanzfläche gesorgt hat.
Man muss nur seine Großeltern und Eltern fragen, wie das in den Siebzigern gewesen ist. Oder 1992, als beide Bands schon einmal eine gemeinsame Tournee bestritten. Die Schottenrocker haben für ihre Fans dieses Jahr auch ein neues Album in der Pipeline, wollen das "Z" auch auf "Big Dogz" zeichnen, wie sie es schon mit "The Newz" 2009 gemacht haben. Die meisten können jedoch nur über Weg weisende Scheibchen der Marke von " Razamanaz", "Loud’n’proud" und "Hair Of The Dog" aus den Siebzigern berichten. Danach werden sie die Band wohl in den Achtzigern aus den Augen verloren haben und heute auf der Ü-50-Party an seine Jugend erinnert werden. So sind für viele Nazareth nur noch, bei "Love Hurts" mit der Liebsten schunkeln.
Auch wenn inzwischen Darrel Sweet gestorben ist, kommt die in weitestgehender Ur-Besetzung nach leipizg. Dan McCafferty (Gesang) und Peter Agnew (Bass), ergänzt durch neue Mitstreiter wie Sänger Jimmy Murrison und Schlagzeuger Lee Agnew. Gemeinsam mit ihren Altersgenossen von Uriah Heep möchte Nazareth auch in Leipzig Jung und Alt ins Haus Auensee locken. Karten sind erhältlich bei allen bekannten Vorverkaufsstellen, telefonisch unter der Tickethotline 0341 – 98 00098 oder im
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