Rock in der Eisenstadt: Kansas nun auch live bei Dessau
Redaktion
14.03.2011
Kansas - Progressive Rock-Pioniere, Millionenseller und nun live in Dessau.
Bild: Wizard Promotions
Es ist eine gigantische Reise alter Dinosaurier. Im Juni setzen vier dieser angegrauten Bands aufs Bundesgebiet und lassen die alten Zeiten wieder aufleben. Foreigner, Saga, Journey und Night Ranger heißen die Kapellen, die seit den Siebzigern auf der Erde ihre Fußstapfen hinterlassen. Jetzt kommt eine fünfte hinzu, deren Name nicht minder groß klingt: Kansas.
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Schon die britische Presse bezeichnet die "Rock The Nation"-Open-Air-Tour als "Event des Jahres". Und irgendwie scheint es auch so, wenn die alten Rocker aus ihren Löchern gekrochen kommen, um ihre alten Hits zu spielen. Wie schon bei Magnum, Uriah Heep und Nazareth gesehen, die ebenfalls auf Tour sind, kommen die Rocker von Kansas ebenfalls aus der Hüfte.
1972 im amerikanischen Sonnenblumenstaat gleichen Namens gegründet, avancierte die Truppe um Sänger und Gründungsmitglied Steve Walsh schnell zur Progressiv-Rockband schlechthin in der damaligen Zeit, nimmt man die englischen Pink Floyd und Genesis gedanklich mit. Kansas rockten jedoch in härteren Tönen, konnten aber auch bei Stücken wie "Dust In The Wind" ganz sanft klingen.
Seit 1972 in der Rockwelt unterwegs - Kansas.
Bild: Wizard Promotions
Steve Walsh ist wie seine Kollegen Kerry Livgren, Rich Williams und Phillip Ehart seit 1972 immer noch am Start, und wie es immer bei solchen Bands ist: alle fünf Jahre ist Bandjubiläum. Die Einschläge fallen immer dichter, was das Alter der Musikanten angeht. So haben Kansas 2009 ihr 35-jähriges zum 1974 erschienenen Debütalbum gefeiert und natürlich etwas besonderes auf die Bühne gebracht. In ihrer Heimatstadt Topeka, haben sich Kansas mit einem Sinfonieorchester zusammengetan und ihren Geburtstag besonders stilvoll zelebriert. Resultat ist die DVD "There's Know Place Like Home" - einem Konzert-Mitschnitt für alle dabei- und nicht-dabeigewesenen.
14 Studioalben lang haben Kansas mit hoher Kopfstimme, harten Rockklängen und Melodien den Weg vieler Menschen begleitet. Seit 2000 gibt es aber kein neues Material zu hören. "Somewhere To Elsewhere" von 2000 ist das letzte neue Lebenszeichen der Millionenseller aus Amerika. Und eben das haben sie noch im Original-Line-Up von 1972 eingespielt. Danach kamen nur noch Live-Alben und Best-Of-Scheiben auf die Ladentische. Die Band wird wohl nicht müde geworden sein? Die "alten Zeiten" liegen hier jedenfalls besonders fern.
Die größten Erfolge feierte die Band in den Siebzigern. Das 1980 erschienene "Audio-Visions" ist die letzte vergoldete Scheibe, die meist verkauftesten Platten sind "Leftoverture" (1976) und "Point Of Know Return" (1977) mit ihren mehrfachen Platinauszeichnungen. Favorit der Band ist aber das 1988 erschienene "In the Spirit of Things", wobei auch der heutige Deep Purple-Gitarrist Steve Morse mitwirkte.
2011 können Fans der alten Schule erwarten, dass Kansas zumindest eine handfeste Rockshow auf die Bühne bringt. Gemeinsam mit Mr. Big, Manfred Mann's Earth Band und Unbuttoned Heart stehen Kansas im Line up mit den Rock-Dinosauriern Foreigner, Journey und Saga am 25. und 26. Juni auf der Bühne in Ferropolis. Rockfans der neuen Generation dürfen getrost interessiert schauen, moderne Acts wie Dream Theater mögen die alten Sounds auch und beziehen sich oft zu Kapellen wie Kansas. Für guten Musikgeschmack muss man sich nicht schämen.
Bei einen Ticketpreis von 70 Euro zzgl. Gebühren für beide Festivaltage, darf man nicht nur die Hardrock-Vollbedienung des Jahres abgreifen, gebührenfrei parken und natürlich vor Ort zelten. Tickets sind an allen bekannten Vorverkaufsstellen erhältlich.
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