Laith Al-Deen in Leipzig: Bodenständig und mit Leistenbruch geht's ins Werk 2
Daniel Thalheim
24.01.2012
Bodenständig und mit verheiltem Leistenbruch: Laith Al-Deen beim Tourauftakt in Lüneburg.
Bild: Axel Herzig ( Argo Konzerte)
Noch einige Termine stehen auf seinem Plan. Pop-Sänger Laith Al-Deen will Anfang Februar nach Leipzig kommen. Hat er sich mit seiner Gastspielreise überhoben? Am 16. Januar erlitt der Künstler einen Leistenbruch, den er schon so gut wie überstanden hat. Einem Tourstart stand nichts im Wege. Der beliebte Sänger will Anfang Februar im Werk 2 viele Gäste sehen.
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Am 16. Januar musste sich Laith Al-Deen kurzfristig einer Operation nach einem Leistenbruch unterziehen. Der unaufschiebbare Eingriff sei wenige Tage vor dem Tourstart in Lüneburg vorgenommen worden. Laut seiner Künstleragentur verlief alles gut. Auch seine Heilung scheint reibungslos verlaufen zu sein. "Schmerzen habe ich dennoch ein wenig, aber für mich war ganz klar, keine Termine abzusagen“, erklärt der 1972 in Karlsruhe geborene Künstler zu dem kleinen körperlichen Zwischenfall.
Seit 2000 fühlt sich der beliebte Sänger auf den deutschen Konzertbühnen wie zu Hause. Beliebt ist er auch bei den Menschen, die etwas mit Rhythm & Blues und Hip Hop anfangen können. Für sein zweites Album "Melomanie" 2002 sollte der Deutsch-Iraker den Musikpreis "Viva-Comet" erhalten, den er ablehnte. Zu seiner Begründung soll er gesagt haben: "Ich kämpfe damit (…) für die Anerkennung deutschsprachiger Popmusik (…) Vom Grundgedanken her werbe ich einfach dafür, die deutsche Sprache zu nutzen. Sie ist eine sehr reiche Sprache, alle sehen das ein, außer die Deutschen selbst.“ Den Preis "Goldene Stimmgabel" nahm er im selben Jahr hingegen dankend an.
Laith Al-Deen.
Bild: www.laith.de/Presse
Auf Erfolgsspur blieb Laith Al-Deen weiterhin. Hohe Einstiege in den Hitparaden waren und sind ihm gewiss. Ebenso gut besuchte Konzerte wie am 22. Januar im Klub "Vamos" in Lüneburg. 800 Gäste sollen beim Tourauftakt anwesend gewesen sein und gemeinsam mit Al-Deen um die Wette gesungen haben. Auch sein neues Album "Der Letzte deiner Art" scheint gut anzukommen. Dass Laith Al-Deen nicht nur Hip Hop kann, sondern auch Rock, soll er bei seinem zweistündigen Konzert in Lüneburg auch bewiesen haben. Den Strom schaltete er ebenfalls für kurze Zeit ab und ließ nur die Akustikklampfen klimpern. "Unplugged" hieß es für eine kleine Weile.
Ob der engagierte Sänger aus Mannheim auch in Leipzig eine ähnliche Stimmung entfachen kann, können Besucher am 7. Februar im Leipziger Werk 2 in der Halle A feststellen. Der Botschafter für das internationale Kinderhilfswerk "World Vision“ will nach seiner vierjährigen Veröffentlichungspause auch in der Messestadt einen vollen Klub sehen. Vielleicht sind die Leipziger so begeisterungsfähig wie die Gäste in Lüneburg und singen lauthals mit. Die Nachfrage für das Konzert in Leipzig soll jedenfalls groß sein. Karten gibt es noch an allen bekannten Vorverkaufsstellen.
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