Leipziger Bands im Swimmingpool: Club Mate und Zigaretten - Bonsaii im Interview
Daniel Thalheim
31.01.2012
Bonsaii aus Leipzig: Sanfter Pop mit Frühlingsboten fürs Ohr.
Bild: bonsaii/Presse
Es sind Richard Tautenhahn, Jakob Junhold, Dominik Gauglitz und Philip Hebestreit, die unter dem Namen des Kleingewächses firmieren. Bonsaii heißt das neue Kleinod für Popmusik aus Leipzig. Mit Titeln wie "Du, ich und das Meer" und "Gelbes Blatt" sendet die 2010 gegründete Combo erste Frühlingsboten für ihr neues Album aus. Einen Vorgeschmack auf das Scheibchen gibt der Vierer am 7. Februar zusammen mit Grünfeuer beim "Swimmingpool" - die Konzertreihe für Leipziger Bands. Jakob Junhold erzählt.
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Warum habt ihr euch "bonsaii" genannt?
Wir haben nach einem Namen gesucht der verdeutlicht, worum es uns als Band geht. "Bonsaii" entstand aus dem Wunsch heraus, ein Musikprojekt wachsen zu lassen. Wir schlagen Wurzeln, wachsen zusammen und sehen wie weit wir vordringen können. Darum "bonsaii"!
Seit wann gibt es euch schon?
Wir sind mit "bonsaii" seit ungefähr drei Monaten an der Öffentlichkeit und haben im letzten Jahr intensiv zu viert gearbeitet. Als Band waren wir in anderer Besetzung schon vorher in Leipzig aktiv. Anfang 2010 entschieden wir, uns musikalisch neu zu orientieren. Wir haben uns im Proberaum eingeschlossen, haben experimentiert, immer weiter gedacht und neue Instrumentierungen ausprobiert. Mit Richard als Sänger waren wir komplett und konnten richtig anfangen.
Jakob Junhold: Ein bisschen Chris Martin, mit Thees Uhlmann und einer Flasche Rotwein.
Bild: bonsaii/Presse
Auf welche Weise fand sich eure Band zusammen?
Wie das halt immer so ist, man trifft sich irgendwo zufällig und stellt dann irgendwann fest, dass man sich über zehn Ecken eigentlich schon seit Jahren kennt. Oder besser gesagt, über "Facebook"!
Derzeit seid ihr im Studio. Was dürfen nicht nur Leipziger von eurer ersten EP erwarten?
Ein bisschen Chris Martin, mit Thees Uhlmann und einer Flasche Rotwein.
Wie gestaltet sich die Arbeit im Studio?
Da wir schon einige Aufnahmen hinter uns haben, läuft alles sehr entspannt. Wir sind aufeinander eingespielt, die Songs stehen und müssen nur noch aufgenommen werden. Dabei werden wir bestens ergänzt durch unseren Produzenten André Gorjatschow. Wir versuchen unsere Songs so authentisch wie möglich auf Platte zu bringen. Das heißt für uns persönlich: viel Club Mate und Zigaretten.
Fast schon "Oasis"-Anspruch mit ihrem Song "Alcohol & Cigarettes". "Du, ich und das Meer" darf man schon über das Streamingportal "Soundcloud" hören. Auf Anhieb fallen mir keine Vergleiche ein. Ein gutes Zeichen?
Sicher gefällt es den meisten Musikern, wenn du ihnen sagst, dass du etwas wie ihre Musik noch nie gehört hast. Auch wir erfinden das Rad nicht neu, wir wollen es nur ein bisschen weiterdrehen...
War der Auftritt am 13. Januar im Four Rooms eurer erster?
Für uns das erste Konzert seit Anfang 2010, für "bonsaii" das Live-Debüt. Wir sind eine Live Band, und endlich wieder aufzutreten ist wunderbar! Wir freuen uns sehr!
Was wird 2012 neben dem Swimmingpool-Konzert am 7. Februar von euch noch kommen? Oder besser gefragt: Wohin soll euch die Reise führen?
Die Aufnahmen sind so gut wie beendet, nun konzentrieren wir uns im Moment auf den Live-Auftritt. Ganz konkret steht als nächstes, neben unseren Konzerten der Dreh für unser erstes Musik-Video an. Alles in Eigenproduktion natürlich.
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