Babys und Brötchen: Interview mit Zen Zebra-Sänger Marv Endt
Daniel Thalheim
02.02.2012
"Awaystation": Zen Zebra sind 2012 mit neuer Scheibe am Start.
Bild: Zen Zebra/Presse
Marv Endt ist Sänger bei den Leipziger Rockern von Zen Zebra. Ihm fühlt die L-IZ auf den Zahn, was gerade bei den Zebras los ist. Derzeit schaut die Band aus dem Studio und geht mit der Rockband Blackmail auf Gastspielreise. Deren Gitarrist produzierte Zen Zebras neue Scheibe. Marv Endt erzählt über Babys, Brötchen und Rumba. Schau'n wir mal.
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Wie war es eigentlich, mit Kurt Eberlhäuser zu arbeiten? Das Resultat hört sich richtig saftig und auch live an.
Danke! Das war das Ziel. Für uns war es eine sehr gewinnbringende Angelegenheit. Wir haben zum großen Teil live eingespielt. Kurt Ebelhäuser als einer der "alten Schule" arbeitet auch mit so gut wie keinen Effekten. Da ist alles echt. Da wird kein "Melodyne" benutzt, um kleine Fehler bei der Gesangsmelodie zurechtzurücken, da muss so lange gesungen werden, bis alle Töne akkurat sitzen. Und als alter Gitarren-Guru ist er ähnlich pingelig, was die Gitarren-Sounds angeht. Das Ganze hat uns und unserem Sound ziemlich gut getan.
Wie heißt eurer Baby? Seid ihr zufrieden mit dem Stoff, den ihr ab März über die Rockgemeinde gießen werdet?
Unser neues Baby soll "awaystation" heißen. In den Texten dreht sich viel um das Thema Flucht, um Neuanfänge, um die Kunst des Loslassens. Der Name steht also für den Punkt, an dem man neu anfangen will oder muss, der aber gleichzeitig auch nur eine Durchgangsstation, eine "way station", markiert. Wann genau wir das Album rausbringen, ist noch nicht klar. Wir sind in Verhandlungen mit einigen potentiellen Unterstützern und hoffen da in Kürze genaue Termine zu haben.
On Stage ein Energiebündel: Marv Endt von Zen Zebra.
Foto: Daniel Thalheim
Im Leipziger Sweat-Club habt ihr eure Scheibe bereits gefeiert. Was waren eure Eindrücke im Nachhinein?
Ja. Wir spielen die neuen Sachen schon live. Alles andere wäre auf Dauer langweilig geworden, für uns selbst und die, die zu unseren Konzerten kommen. Der Gig im Sweat-Club war einer der Höhepunkte unserer Herbsttour. Ein kleiner voller Club, der seinem Namen an diesem Abend alle Ehre gemacht hat. Es war echt heiß, im wahrsten Sinne des Wortes, trotzdem es draußen eher kalt war... Wir mögen das sehr, wenn wir so nah am, ja fast im Publikum stehen. Und wenn dann noch so Viele mitsingen und mitgröhlen, wie an diesem Abend, dann ist das einfach das Schönste, das es gibt.
Kommt mehr von euch live nach eurem Februar-Abstecher in vier deutsche Städte?
Nach der Support-Tour für Twin Atlantic im Januar, wo wir in für unsere Verhältnisse mächtig vollen Clubs in Hamburg, Berlin und Köln spielen konnten, sind jetzt vier Shows mit Blackmail dran. Danach und zwischendurch backen wir wieder "normale" Brötchen. Marburg, Berlin und Rastatt sind fest, dazu am Samstag in Kassel mit Frau Potz. Und am 24. März ist auch Leipzig wieder dran. Im Rahmen des HonkyTonk werden wir Unplugged spielen und uns quasi selbst covern, Zen Zebra im Rumba-, Salsa- und Reggea-Gewand. Das wird lustig!
Für solche Unplugged-Abstecher seid ihr ja mittlerweile berühmt-berüchtigt. Wann sind das Hurricane oder das Highfield eure Spielwiesen?
Ja bitte so schnell wie möglich! Nein, das ist natürlich nicht so einfach. Nach dem Release des Albums, so hoffen wir zumindest, werden solche Türen einfacher zu öffnen sein. Mal sehen. Wir machen uns da keinen Druck. Spielen, spielen, spielen. Solche Supports wie für Twin Atlantic und Blackmail sind da schonmal extrem hilfreich. Schaun mer mal.
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