Drei Einakter mit Paarungsspielen in einer Komödie: "Zärtlichkeit des Sonntagsbratens“ im Theater fact
Karsten Pietsch
01.02.2011
Die Zärtlichkeit des Sonntagsbratens.
Foto: Theater Fact
Man nehme eine Wohnung, eine verreiste Dame, die wachsamen Nachbarn und den Söhnen leichtfertig Schlüssel anvertraute. Es kommt, wie es kommen muss. Die dienstbeflissenen Geister schauen mal nach dem Rechten. Doch sie tun das nicht allein, ob bewusst oder unbewusst.
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Fremdgehen für Ungeübte
Drei Akte, drei kleine Dramen, aus den Tragödien des Alltags werden drei wandlungsvolle Feiern ganz privater Art. Ausnahmsweise sei die Pointe verraten: Nicht alle landen im Bett.
Als Edwin will Uwe Kraus, der sich adrett in Schlips und Anzug geworfen hat, endlich mal fremdgehen und engagiert sich Julia Shvets als Eva. Doch Fremdgehen will gelernt sein. Hier prallen phantasievolle aber abtrainierte Erwartungen und vordergründiges weibliches Temperament aufeinander.
Wachsame Nachbarn
In der zweiten Episode taut die ältliche Inge von Nele Hartmann im Zusammenspiel mit dem Küstenmenschtemperament des Hausmeisters Stefan Senf genauso langsam auf wie er, allerdings, darf man sagen, auch so nachhaltig.
Die Zärtlichkeit des Sonntagsbratens.
Foto: Theater der Jungen Welt
Du willst es doch auch
Nele Hartmann begegnet uns dann handzahm im dritten Stück wieder, wenn sie sich auf die draufgängerische Lebenskunst des Hajo von Johannes Setzer mal mehr, mal weniger einlässt.
Keiner verlässt hier die Szene, wie er gekommen ist. Alle Personen haben irgendwann im Verlauf ihres Dramas ihren ganz großen Auftritt. Und manchmal zeigen sie sich die Grenzen nur mit Sofakissten oder Wohnungsinterieur.
Nur die Liebe zählt
Zwischen den klappenden Türen und geworfenen Requisiten geht’s immer um pure Liebelei, ein bisschen Eifersucht hier, Angst vor Entdeckung da. Statussymbole, verletzte Ehren und Alltagskram bleiben außen vor. Beneidenswerte Zustände.
Ev Schreiber hat die von Thea Novela nach Figurenkonstellationen aus Stücken von Neil Simon, Christian Martin und Nino Manfredi erdachte Collage inszeniert, die grandiose Schauspielereien für ihre Darsteller bietet. Zu Beginn sagt es die Chefin selbst an, grüßt alle Liebenden und Liebewollenden - mit dem Hinweis, dass Handynotrufe, seien sie noch so leise, im Unterhoftheater fact nicht erhört werden können.
Ein amüsanter Blickfang ist die ungewöhnliche Bedienung des CD-Schallplattenspielers! Empfohlen den Fans leiser Zwischentöne jenseits von Luftschlössern und viel Lärm um nichts.
Nächste Vorstellungen am 4., 5. und vom 8. bis 12. Februar, 20.00 Uhr, Special zum Valentinstag am 12. Februar, 19.00 Uhr: Verwöhntheatertag mit einem 3-Gänge-Menü.
Die Drogenpolitik und der Umgang mit Suchtkranken in Leipzig ist und bleibt offenbar ein heißes Eisen, das von dem einen oder anderen Protagonisten mit mehr oder weniger Eifer am Glühen gehalten wird. So schlug ein Interview von Michael Burgkhardt in der LVZ hohe Wellen. Der Chef der Bürgerfraktion im Stadtrat, gleichzeitig Suchtmediziner, ging mit der Stadt und dem Umgang mit der Drogenszene Leipzigs hart ins Gericht. mehr…
Am Dienstag, 22. Mai, wurden im Festsaal des Neuen Rathauses die Leipziger Agenda-Preise 2012 verliehen. In fünf Kategorien wurden Preisgelder in einem Gesamtumfang von 14.000 Euro sowie Sachpreise im Wert von rund 10.000 Euro vergeben. mehr…
Die Lebenshilfe Leipzig organisiert vom 8. bis 10. Juni zum zweiten Mal ein Geschwisterseminar mit der renommierten Sozialwissenschaftlerin Marlies Winkelheide (Bremen/Geschwisterkinder.de) und ihrem Team. Dieses wendet sich an die Eltern und Geschwisterkinder in Familien mit behinderten Kindern und findet in der Jugendherberge in Dahlen bei Leipzig statt. mehr…
Den 29. Mai kann, wer Lust hat, sich über diese seltsame Stadt am sächsischen Westrand ein paar Gedanken zu machen, vormerken im Kalender. Es ist ein Dienstag. Und die Stadt lädt ein in die Kongresshalle, konkret in den Händelsaal. Ab 19 Uhr darf man rein und schon mal die Fühler ausstrecken, 19.30 Uhr beginnt die Auftaktveranstaltung für ein Leipziger Zukunftsprojekt. Motto: Leipzig weiter denken. mehr…
Am 24. Mai um 15 Uhr lädt der Garten Annalinde mit Kaffee und Kuchen herzlich zur Eröffnung seiner Gartensaison ein. Seit Juni 2011 gibt es den mobilen Nutzgarten auf der Freifläche hinter der Bibliothek Plagwitz. Neben Kohl und Kartoffeln in Säcken werden dort Radieschen, Salat und Tomaten zusammen mit einer Vielzahl weiterer, teils alter Kultursorten in mobilen Hochbeeten angebaut. mehr…
Das nächste Monatlich Gespräch über Wissenschaft findet am Mittwoch, 23. Mai, um 19:30 Uhr im Haus des Buches (Gerichtsweg 23) statt. Moderiert wird es von Bettina Kremberg und Ulrich Johannes Schneider. Im Mittelpunkt steht Martin Seel, der über "111 Tugenden. 111 Laster" spricht. mehr…
Die Königin der Instrumente, die Orgel, ist zu Pfingsten in der Kirche Zuckelhausen, Zuckelhausener Ring, zu entdecken und zu hören. Am Sonnabend, dem 26. Mai 2012, erläutert Orgelbauer Stefan Pilz bei einer Orgelführung um 10 Uhr die Funktionsweise der Johann-Gottlob-Mende-Orgel (1822). mehr…
Mitteldeutschland befindet sich mitten in der Luther-Dekade. 2012 ist das Jahr der Musik. 2017 jährt sich Luthers Thesenanschlag zum 500. Mal. Und die Evangelische Verlagsanstalt hat ein Heft-Projekt gestartet, das im Mai 2011 mit Nürnberg startete und den Verlag auf Jahre beschäftigen wird: Orte der Reformation. Das wichtigste Heft liegt jetzt mit "Wittenberg" vor. mehr…
In Verfassungsschutzberichten landen nicht nur die wirklich staatsgefährdenden Organisationen. Oft beobachten die Schlapphüte auch Parteien und Vereine, von denen sie die Gefährdung nur vermuten. Manchmal über Jahrzehnte ohne Ergebnis. Da ist es schon erstaunlich, dass die Bundesregierung allein diese Beobachtungen zum Vorwand nehmen will, Vereinen ihre Gemeinnützigkeit abzuerkennen. mehr…
Am 2. Juni beginnt in Leipzig die Automesse AMI. Der Zweijahresturnus, den die Automobilbranche ausgehandelt hat für den Leipziger Branchentreff, zeigt Früchte: Die Aussteller zerreißen sich nicht mehr zwischen den Messen. Die Ausstellerzahl in Leipzig steigt. Das Messetrio aus AMI, AMICOM und AMITEC verzeichnet ein zweistelliges Flächenwachstum von über 10 Prozent. mehr…
Die Reihe "Recht auf Stadt" erlebt am 31. Mai eine weitere Auflage. Die zweite Veranstaltung, diesmal im Werk 2, dreht sich dabei rings um Fragen moderner Stadtentwicklung und die Rolle aller Beteiligten dabei. Diesmal unter dem Motto: "Kapitalanlage - Von Investoren-UFOs und Stadtteilzentren". mehr…
Flotte Sprüche, schwarze Business-Anzüge, dunkle Sonnebrillen. Die "Men in Black" sind nach zehn Jahren Leinwandabstinenz zurück. Im dritten Teil des SciFi-Franchise reist Will Smith ins Jahr 1969, um seinem Partner Tommy Lee Jones das Leben und die Menschheit vor einer vernichtenden Alien-Invasion zu retten. mehr…
Mit dem Sieg bei Fortuna Chemnitz hat der 1. FC Lok sein Saisonziel erreicht, steigt als Sechster in die neue Regionalliga auf. Geplant war alles ein wenig anders. Eigentlich sollte es der dritte Platz werden, eigentlich sollten die Neuzugänge einschlagen und von einem Trainerwechsel war vor der Saison auch nicht die Rede. Ein Saisonrückblick. mehr…
„Mut zu machen, dass wir Zeichen gegen Willkür und Gewalt setzen können“. Das ist für die in Berlin lebende Filmemacherin Karin Kaper die Botschaft ihres Filmes „Aber das Leben geht weiter“. Es geht um die - authentische - Vertreibungsgeschichte der Familien Queißer und Zukowscy, die in einem Bauernhof bei Görlitz aufeinander treffen. Ein L-IZ-Interview. mehr…
Das Fazit der "Frankfurter Rundschau" war am Ende eindeutig: Was da am Wochenende in Frankfurt zu erleben war, war ein Sieg für die Blockupy-Bewegung. Die Stadt Frankfurt selbst blamierte sich mit ihrem martialischen Großaufgebot an Polizei gründlich, mit ihrer Argumentation gegen vermeintliche "Linksextremisten" sowieso. Ein weiterer Versuch, die berechtigte Kritik der Demonstranten an der Erpressungspolitik gegenüber Griechenland zu diskreditieren. mehr…