Sven Rogowskis Komparsentagebuch: Rainald Grebe und die "WildeWeiteWeltSchau" (16)
Sven Rogowski
22.01.2012
Die "WildeWeiteWeltSchau" zieht es nach Hamburg.
Bild: R. Arnold / Centraltheater
Auf geht's nach Hamburg! Sven Rogowski, schreibender Komparse bei Rainald Grebes "WildeWeiteWeltSchau", schlägt wieder sein Tagebüchlein auf und komplettiert die 16. Seite. Vor Kurzem stand er wieder in Leipzig auf der Centraltheater-Bühne. Nach einem tagelangem Kater konnte er seine Eindrücke wieder in Worte fassen.
Anzeige
War das ein Erlebnis! Die letzte Vorstellung unseres Stücks vor der großen Hamburg-Sause, sorry dem Gastspiel, ist gelaufen. Anfang Januar war sie. Liegt das schon so weit zurück? Ich denke, dass ein ausverkauftes Leipziger Centraltheater einen guten Rahmen für eine gelungene Generalprobe bot. Der Abend zeigte vor allem eins: Das Stück lebt, verändert sich und alle haben ihren Spaß. Nach dem nüchternen Abend folgt eine weniger nüchterne Nacht. Von wegen Sachsensumpf. Wenn es einen gibt, dann im sächsischen Bierglas. Die Nachtschicht in der "Canteen" des Leipziger Schauspiels hatte es in sich.
Dieses Mal war es damit aber nicht getan und wir zogen noch etwas weiter. Über den Rest breiten wir lieber den Mantel des Schweigens. Am nächsten Morgen schaute mich im Spiegel ein dicker blauer Kater an, dessen Erscheinen ich aber auf eventuelle Wetterumschwünge und den für mich ungewohnten Zigarettenqualm schieben möchte. Was hat der auch hier zu suchen? Gibt es nichts Wichtigeres?
Bleckt in Hamburg seine Zähne: Sven Rogowski.
Bild: Christoph Busse / christophbusse.de
Gibt es: Vor der versumpften Nachtschicht erhielten wir unsere organisatorischen Informationen zum Gastspiel. Wir werden am 31. Januar während der "Lessingtage“ im Hamburger Thalia-Theater auftreten und reisen in einem Tross von über fünfzig Frau und Mann zwei Tage vorm Auftrittstermin an.
Geschlafen wird in einem Hotel, dessen Kette durchaus etwas mit dem Bezug Hamburgs zur Seefahrt zu tun hat. Schleichwerbung umschifft! Ob wir die Reeperbahn umschiffen, weiß ich noch nicht. Wahrscheinlich werden wohl nur unsere Koffer das Etablissement sehen. Denn wir sind ja nicht zum Schlafen dort, sondern, genau, zum Arbeiten! Ob Hamburg auch einen Sumpf bereit hält? Könnte eine Herausforderung werden.
Die Aufführung selbst wird uns auch fordern. Warum? Ein anderes Theater heißt auch, dass wir eine andere Bühne bespielen werden. Technisch einfach wird es für die Jungs vom Aufbau nicht.
Auch wir werden wohl nicht nur ein paar Nuancen der "WildenWeitenWeltSchau" ändern. Da wird wohl die alte Zauberformel "Improvisation" greifen müssen. Geht nicht gibt's nicht. Außer für Neugierige, die uns nachreisen möchten. Dem sei in bester Lemmy-Kilmister-Manier gesagt: "Too Late! Too Late!". Ausverkauft! Allen, die Karten in ihrem Besitz haben, versprechen wir: "Wir werden Hamburg rocken!“
Am 27. Mai, um 19 Uhr, lädt der Freundeskreis „Gohliser Schlösschen“ e.V. herzlich zu einer „Pfingstlesung“ in den Festsaal des Hauses ein: „Erleben Sie mit uns die abenteuerlichen Geschicke des Reineke Fuchs, und wie es ihm, mehrfach angeklagt und verurteilt, immer wieder gelingt, mit verblüffender Intelligenz, mit Witz und Verschlagenheit, mit Lug und Trug, den Kopf aus der Schlinge zu ziehen, um schließlich sogar 'Kanzler des Reichs' zu werden.“ mehr…
Die Drogenpolitik und der Umgang mit Suchtkranken in Leipzig ist und bleibt offenbar ein heißes Eisen, das von dem einen oder anderen Protagonisten mit mehr oder weniger Eifer am Glühen gehalten wird. So schlug ein Interview von Michael Burgkhardt in der LVZ hohe Wellen. Der Chef der Bürgerfraktion im Stadtrat, gleichzeitig Suchtmediziner, ging mit der Stadt und dem Umgang mit der Drogenszene Leipzigs hart ins Gericht. mehr…
Am Dienstag, 22. Mai, wurden im Festsaal des Neuen Rathauses die Leipziger Agenda-Preise 2012 verliehen. In fünf Kategorien wurden Preisgelder in einem Gesamtumfang von 14.000 Euro sowie Sachpreise im Wert von rund 10.000 Euro vergeben. mehr…
Die Lebenshilfe Leipzig organisiert vom 8. bis 10. Juni zum zweiten Mal ein Geschwisterseminar mit der renommierten Sozialwissenschaftlerin Marlies Winkelheide (Bremen/Geschwisterkinder.de) und ihrem Team. Dieses wendet sich an die Eltern und Geschwisterkinder in Familien mit behinderten Kindern und findet in der Jugendherberge in Dahlen bei Leipzig statt. mehr…
Den 29. Mai kann, wer Lust hat, sich über diese seltsame Stadt am sächsischen Westrand ein paar Gedanken zu machen, vormerken im Kalender. Es ist ein Dienstag. Und die Stadt lädt ein in die Kongresshalle, konkret in den Händelsaal. Ab 19 Uhr darf man rein und schon mal die Fühler ausstrecken, 19.30 Uhr beginnt die Auftaktveranstaltung für ein Leipziger Zukunftsprojekt. Motto: Leipzig weiter denken. mehr…
Am 24. Mai um 15 Uhr lädt der Garten Annalinde mit Kaffee und Kuchen herzlich zur Eröffnung seiner Gartensaison ein. Seit Juni 2011 gibt es den mobilen Nutzgarten auf der Freifläche hinter der Bibliothek Plagwitz. Neben Kohl und Kartoffeln in Säcken werden dort Radieschen, Salat und Tomaten zusammen mit einer Vielzahl weiterer, teils alter Kultursorten in mobilen Hochbeeten angebaut. mehr…
Das nächste Monatlich Gespräch über Wissenschaft findet am Mittwoch, 23. Mai, um 19:30 Uhr im Haus des Buches (Gerichtsweg 23) statt. Moderiert wird es von Bettina Kremberg und Ulrich Johannes Schneider. Im Mittelpunkt steht Martin Seel, der über "111 Tugenden. 111 Laster" spricht. mehr…
Die Königin der Instrumente, die Orgel, ist zu Pfingsten in der Kirche Zuckelhausen, Zuckelhausener Ring, zu entdecken und zu hören. Am Sonnabend, dem 26. Mai 2012, erläutert Orgelbauer Stefan Pilz bei einer Orgelführung um 10 Uhr die Funktionsweise der Johann-Gottlob-Mende-Orgel (1822). mehr…
Mitteldeutschland befindet sich mitten in der Luther-Dekade. 2012 ist das Jahr der Musik. 2017 jährt sich Luthers Thesenanschlag zum 500. Mal. Und die Evangelische Verlagsanstalt hat ein Heft-Projekt gestartet, das im Mai 2011 mit Nürnberg startete und den Verlag auf Jahre beschäftigen wird: Orte der Reformation. Das wichtigste Heft liegt jetzt mit "Wittenberg" vor. mehr…
In Verfassungsschutzberichten landen nicht nur die wirklich staatsgefährdenden Organisationen. Oft beobachten die Schlapphüte auch Parteien und Vereine, von denen sie die Gefährdung nur vermuten. Manchmal über Jahrzehnte ohne Ergebnis. Da ist es schon erstaunlich, dass die Bundesregierung allein diese Beobachtungen zum Vorwand nehmen will, Vereinen ihre Gemeinnützigkeit abzuerkennen. mehr…
Am 2. Juni beginnt in Leipzig die Automesse AMI. Der Zweijahresturnus, den die Automobilbranche ausgehandelt hat für den Leipziger Branchentreff, zeigt Früchte: Die Aussteller zerreißen sich nicht mehr zwischen den Messen. Die Ausstellerzahl in Leipzig steigt. Das Messetrio aus AMI, AMICOM und AMITEC verzeichnet ein zweistelliges Flächenwachstum von über 10 Prozent. mehr…
Die Reihe "Recht auf Stadt" erlebt am 31. Mai eine weitere Auflage. Die zweite Veranstaltung, diesmal im Werk 2, dreht sich dabei rings um Fragen moderner Stadtentwicklung und die Rolle aller Beteiligten dabei. Diesmal unter dem Motto: "Kapitalanlage - Von Investoren-UFOs und Stadtteilzentren". mehr…
Flotte Sprüche, schwarze Business-Anzüge, dunkle Sonnebrillen. Die "Men in Black" sind nach zehn Jahren Leinwandabstinenz zurück. Im dritten Teil des SciFi-Franchise reist Will Smith ins Jahr 1969, um seinem Partner Tommy Lee Jones das Leben und die Menschheit vor einer vernichtenden Alien-Invasion zu retten. mehr…
Mit dem Sieg bei Fortuna Chemnitz hat der 1. FC Lok sein Saisonziel erreicht, steigt als Sechster in die neue Regionalliga auf. Geplant war alles ein wenig anders. Eigentlich sollte es der dritte Platz werden, eigentlich sollten die Neuzugänge einschlagen und von einem Trainerwechsel war vor der Saison auch nicht die Rede. Ein Saisonrückblick. mehr…
„Mut zu machen, dass wir Zeichen gegen Willkür und Gewalt setzen können“. Das ist für die in Berlin lebende Filmemacherin Karin Kaper die Botschaft ihres Filmes „Aber das Leben geht weiter“. Es geht um die - authentische - Vertreibungsgeschichte der Familien Queißer und Zukowscy, die in einem Bauernhof bei Görlitz aufeinander treffen. Ein L-IZ-Interview. mehr…