Am 19. Januar: Premiere für "Der Ring für Kinder" zur Eröffnung des Wagner-Jahres
Redaktion
06.01.2013
James Allen Smith als Siegfried im "Ring für Kinder".
Foto: Oper Leipzig / Kirsten Nijhof
Am Samstag, 19. Januar, feiert "Der Ring für Kinder" um 19 Uhr in der Musikalischen Komödie Premiere. Die Oper Leipzig eröffnet das Wagner-Jubiläumsjahr 2013 mit dem „Ring des Nibelungen“ in einer Fassung für Kinder. Diese Neuproduktion ist zugleich der Auftakt einer weitreichenden Kooperation mit den Bayreuther Festspielen.
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Der „Ring des Nibelungen“ in der Fassung von Hartmut Keil und Maximilian von Mayenburg begeisterte bereits bei den Bayreuther Festspielen 2010 eine große Schar von „Jungwagnerianern“. Jetzt ist der „Ring für Kinder“ in einer Inszenierung von Jasmin Solfaghari an der Musikalischen Komödie zu sehen. Stefan Diederich dirigiert das Orchester der Musikalischen Komödie.
Was ist Wagners „Ring des Nibelungen“ anderes als eine große Sammlung von Sagen und Märchen? Und die scheinbar so schwere Musik des größten Geschichtenerzählers auf der Opernbühne des 19. Jahrhunderts ist auf Grund seiner Leitmotive und seiner streckenweise illustrativen Lautmalerei kinderleicht. Schreibt zumindest die Oper. Und das ist richtig schöner Tobak und dürfte einige Wagner-Freunde an dieser Stelle richtig bezaubern.
So, wie es einige Musikerkollegen des 1813 in Leipzig Geborenen auch schon zu seinen Lebzeiten bezaubert hat. "Auf Grund seiner Leitmotive und seiner streckenweise illustrativen Lautmalerei kinderleicht." Was übrigens Wagner in einem Kosmos verortet, zu dem auch die Grimmschen Hausmärchen, die Schwabschen Volksbücher und die Tieckschen Novellen gehören, Carl Spitzweg und Ludwig Bechstein nicht zu vergessen.
Wagner als Komponist der deutschen (Kunst-)Märchenwelt. Besser hätte es auch Felix Mendelssohn Bartholdy nicht auf den Punkt bringen können, wenn er nicht so früh gestorben wäre.
James Allen Smith als Siegfried im "Ring für Kinder".
Foto: Oper Leipzig / Kirsten Nijhof
Und nun also Siegfried, hübsch geharnischt für die lieben kleinen Leipziger.
Während die einen mitfiebern, wenn der furchtlose Held Siegfried eigenhändig den Drachen Fafner erlegt, sind die anderen fasziniert von den quicklebendigen Rheintöchtern, die in schillernden Kostümen das Rheingold verteidigen. Alles dreht sich um den sagenumwobenen Schatz des Nibelungen, jenes hässlichen Zwergen Alberich, der zuvor das Gold aus dem Rhein geraubt hat, um daraus Tarnkappe und Ring zu schmieden. Wer diesen Schatz besitzt, dem gehört die Herrschaft über die ganze Welt. Kein Wunder, dass alle hinter ihm her sind.
Richard Wagner "Der Ring für Kinder": "Der Ring des Nibelungen", Fassung für Kinder von Hartmut Keil und Maximilian Mayenburg, musikalische Bearbeitung von Saskia Bladt.
Premiere am Samstag, 19. Januar, 19 Uhr in der Musikalischen Komödie. Weitere Aufführungen: 20. und 23. Januar, 2. und 3. Februar, 13. März und 21. Mai.
Werkstatt-Gespräch mit anschließender Bühnenprobe am Samstag, 12. Januar, 11 Uhr in der Musikalischen Komödie.
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