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Die Linke will's wissen: Was kostet Hartmanns letzter Akt?

Martin Schöler
Hartmann ließ für die "Leipziger Festspiele" den Zuschauerraum zu einer Agora umbauen.
Hartmann ließ für die "Leipziger Festspiele" den Zuschauerraum zu einer Agora umbauen.
Foto: Centraltheater
Heute Abend beginnen im Centraltheater die "Leipziger Festspiele". Ein munterer Stückereigen unter Mitwirkung einiger Gaststars, der den den letzten Akt des gescheiterten Intendanten Sebastian Hartmann markiert. Der Theatermacher ließ hierfür den Zuschauerraum zu einer Agora nach griechischem Vorbild umbauen. Geschätzte Kosten laut einem Medienbericht: Rund 450.000 Euro.


Leipzigs Linke gibt sich weder mit Gerüchten zufrieden noch ist sie Fan des Hartmannschen Regietheaters. "Wir möchten wissen, was der Umbau des Centraltheaters zur Arena gekostet hat und ob dauerhafte Schäden für den denkmalgeschützten Raum zu erwarten sind", erklärte Stadträtin Skadi Jennicke am Donnerstag.

Die kulturpolitische Sprecherin ihrer Fraktion hat eine Anfrage an OBM Burkhard Jung gerichtet. Neben den Kosten für Um- und Rückbau interessiert die Kommunalpolitikerin, mit welchem Ergebnis der Umbau beim Bauordnungsamt und beim Brandschutzamt angezeigt worden ist. Außerdem fragt Jennicke nach der Höhe der Abweichung vom Wirtschaftsplan, die durch das verringerte Fassungsvermögen (300 Plätze) entsteht. Was ihrer Fraktion aber am dringlichsten unter den Nägeln brennt: "Mit welchem Defizit schließt die Ära Hartmann voraussichtlich ab?"

Weiterhin erkundigt sich Jennicke nach der Zukunft der Skala. Im März 2012 schloss Hartmann die Spielstätte erstmals, um sie im Herbst wieder zu eröffnen. Grund war der Konsolidierungsbeitrag des Eigenbetriebes in Folge der Mittelkürzungen im Rahmen des Sächsischen Kulturraumgesetzes durch den Freistaat Sachsen. "Immer wieder war aber auch davon die Rede, dass die technische Ausstattung einen Spielbetrieb nicht mehr erlauben würde", so Jennicke.

Als zweite Spielstätte stellte der Intendant die ehemalige Diskothek "Schauhaus" in Aussicht. "Völlig unklar ist jedoch, ob die Skala auch zukünftig weiter genutzt werden kann, bis der Ausbau der ehemaligen Diskothek Schauhaus zur neuen Zweitspielstätte erfolgt", so die Stadträtin. OBM Jung soll sich daher sowohl zur Zukunft der "Skala" als auch zum Umbau der Disko-Räume äußern.



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