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Jubiläumsjahr bei Mad X-Ray: Eine Leipziger Rockband feiert 20-jähriges Bestehen

Daniel Thalheim
Mad X-Ray
Mad X-Ray
Foto: Detlef Endrun / Mad X-Ray Myspace
Sie sind im tiefen Untergrund verwurzelt, haben sieben Alben veröffentlicht. Das jüngste Werk der Leipziger erschien erst vergangenes Jahr. "Mad X-Ray" heißt die Rockband, die nun seit zwanzig Jahren in Leipzig und im vereinigten Deutschland ihr Unwesen treibt. 2010 heißt es feiern.

Wer ist die Band, die schon seit zwanzig Jahren ihr Unwesen in Leipzig treibt, mit originellen Klängen internationales Format besitzt und trotzdem ganz bescheiden im Untergrund verwurzelt ist? "Mad X-Ray" spielen treibenden Alternative-Rock. Mit dem Herzen stehen sie staubig rockenden Acts wie "Queens Of The Stone Age" nahe, mit dem Geist treiben sie irgendwo zwischen den längst verblichenen "Jane's Addiction" und den seit vier Jahren schlafenden "Tool" umher.

Sie selbst sagen von sich, sie würden "Rolls Royce Rock" und "Polka Pop" spielen. Bestätigte Aussagen - beim Hören ihrer 2009 erschienenen Scheibe "N.E.O.N.".

Ein verrückter Röntgenstrahl: Mad X-Ray spielen verschrobenen Alternativerock irgendwo zwischen Queens Of The Stone Age und Voivod
Ein verrückter Röntgenstrahl: Mad X-Ray spielen verschrobenen Alternativerock irgendwo zwischen Queens Of The Stone Age und Voivod
Foto: Detlef Endrun / Mad X-Ray Myspace
Schwere Gitarren, pulsierender Bass, Schweinsgalopp in der wummernden Basis sind wohl die Markenzeichen der drei Musiker Mirko Schulze (Gitarre, Gesang), Mario Noll (Bass, Gesang) und Mika Snider (Schlagzeug). Dazu kontrastiert der psychedelisch klingende Gesang mit seinen schwebenden Strophen. Und da ist auch noch eine Referenz-Formation, die wohl Pate gestanden hatte für den unverwechselbaren Klang von "Mad X-Ray":

Die kanadische Schwermetall-Combo "Voivod" arbeitet auch mit eben jenem starken Kontrast aus schweren Gitarren und nasal, hellem Gesang. Nur gehen die Kanadier weitaus krachiger und hektischer vor, als die Leipziger.

Auch wenn mancherorts steht, "Mad X-Ray" hätten sich 1992 gegründet und noch längst ihr 20-jähriges Jubiläum nicht erreicht, so verkünden sie nicht ohne Stolz, es gäbe sie schon seit 1990. Die beiden Gründungsmitglieder Mirko Schulze und Mario Noll müssen es schließlich besser wissen.

Ein Interview mit dem Trio steht bereits im Terminplan der L-IZ, dann wird es wohl darum gehen, was nach so langer Zeit noch Sache ist - im Hause Mad X-Ray.

In der Zwischenzeit können sich Anhänger der schmutzig, ölig und staubig klingenden Töne der Rockmusik bei Lauschen ihres letzten Longplayers "N.E.O.N." vergnügen und nach Mad-X-Rays Auftritten Ausschau halten. Im Herbst geht das Trio auf kleine Jubeltour, die auch in die Leipziger Moritzbastei führen wird. Am 20. November können Fans und Unterstützer der Leipziger Rockszene Mad-X-Ray beim Rocken zuschauen.

Moritzbastei im Internet
www.moritzbastei.de

Mad X-Ray bei Myspace
www.myspace.com/madxray


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