Keine Zweifel in Sachen Pop: Delphic machen im Conne Island Halt
Daniel Thalheim
29.07.2010

Delphic
Foto: delphic.cc
Kein Jahr ist die Band alt und schon zählen sie zu den Großen. Delphic aus Manchester haben mit "Acolyte" 2010 ein bemerkenswertes Album veröffentlicht, das sie im August auch in Leipzig vorstellen wollen. Warum die Kapelle bei der Musikpresse so viel Aufsehen erregt? Man sagt ihr eine musikalische Nähe zu den legendären New Order nach.
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New Order war jene Band, die Anfang der Achtziger die Nachfolge von der New Wave-Band Joy Division antraten und mit "Blue Monday" einen ihrer wichtigsten Hits schrieben. Mit ihrer erfolgreichen Mischung aus Ohrwürmern, elektronischen Flirren und Rockband-Besetzung ziehen sie noch heute Musikliebhaber in den Bann. Nun wird den Jungspunden von Delphic ein ähnliches Potenzial vorher gesagt, wie New Order es einst hatten.
Delphic verfahren ein wenig anders als New Order. Ihre elektronischen Einsprengsel suchen die Nähe zum Euro-Dance der Neunziger.
Das paaren die vier Mitglieder James Cook (Gesang), Richard Boardman (Keyboard), Matt Cocksedge (Gitarre) und Dan Hadley (Schlagzeug) auf ihrem frischen Debüt "Acolyte" mit der schroffen Gangart des Rock'n'Roll, sofern er in den sanft gesungenen und glatt gebügelten Kompositionen durch eine leicht verzerrte E-Gitarre durchklingt. Selbst dann jagen Delphic diese Klänge durch den Synthesizer.

Debütanten auf den Spuren von New Order: Delphic mixen Dance mit Indie-Rock und zaubern so schillernde Pop-Perlen auf ihrem Album "Alcolyte" hervor.
Foto: delphic.cc
Dass diese fluffig-leichten Töne heute Erfolg haben, beweist Delphics Anfang des Jahres veröffentlichte Debüt "Acolyte", das zumindest in England in die Top Ten schoss, wo es sich sechs Wochen hielt. Zu verdanken haben es die vier jungen Männer dem Musikproduzenten und DJ Ewan Pearson, der u.a. auch für Remixe der Pop-Urgesteine Depeche Mode, Goldfrapp und The Chemical Brothers anfertigte, selbst auf Gwen Stefanis Solo-Album "Love. Angel. Music" zwei Songs beisteuerte.
Warum Delphic Rockmusik mit elektronischen Mittel tanzbar machen wollen, erklären sie in ihren Interviews sehr gerne. Denn sie ziehen ihre Inspirationen direkt aus ihrer Heimatstadt und bekräftigen die Musikpresse in ihrer Annahme, dass Delphic stilistisch so nahe bei Bands wie New Order steht.
Mit ihrem Mix aus hauchfein gewebten Elektro-Klangflächen und treibenden Rockmusik-Takten scheinen Delphic den Sound den verblichenen Factory Records und dem legendären Hacienda Club zu beschwören.

Am 18. August im Conne Island: Delphic
Foto: Melt! Booking
Damit meinen Delphic den so genannten "Madchester", oder den anderen, besser bekannten Begriff "Manchester Rave". Eine Musikbewegung, die schon vor knapp über zwanzig Jahren mit den Happy Mondays, New Order, The Stone Roses und Primal Scream, den Lightning Seeds, EMF und The Charlatans in die Tanzclubs steuerte.
„Manchester hat diese lange Tradition von Bands, die Dance und Rock vermischen”, erklären Delphic immer und überall. „Aber das ist sehr lange nicht mehr so gemacht worden. Neuerdings steht Manchester eher für Gitarrenbands wie The Ting Tings oder The Courteeners. Unser Job ist es, Dance Music wieder auf die Landkarte zurückzuholen. Wir machen Musik für illegale Raves in Fabrikhallen.“
Dass sie auch in normale Clubs passen, werden sie im Jahr 2010 live zeigen. In den Leipziger Club Conne Island laufen die vier Musiker am 18. August ein. Mit Hilfe vieler anwesender Fans wollen Delphic den Szeneclub in einen Rave verwandeln, zu einer ausgelassenen Party. Wie sich das anhört, kann man sich im Vorfeld auf ihrer Myspace-Seite anhören, wo das aktuelle Album "Acolyte" zum Lauschen komplett zur Verfügung steht.
Das Conne Island im Internet
www.conne-island.de
Delphic bei Myspace
www.myspace.com/delphic
Delphic auf Tour
13.08 Rees-Haldern Haldern Festival
14.08 Hamburg Dockville Festival
17.08 Frankfurt Nachtleben
18.08 Leipzig Conne Island
21.08 Erlangen E-Werk
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