Grünes Foyer Theaterfabrik: Glissa und Flimmerfrühstück laden zu einem besonderen Konzert ein
Daniel Thalheim
15.10.2010

Glissa bringen selbst den Herbst in satten Farben zum Strahlen - am 11. November live in der Theaterfabrik.
Foto: glissa-music.de
"Grüne Mafia" nennt sich der Verein, der sich die Förderung junger Musiker und Künstler auf die Fahnen schreibt. In der Theaterfabrik, wo nun seit dem 3. Oktober auch die frisch gegründete Musikfabrik untergebracht ist, steigt im November ein interessantes Konzert. Mit zwei wirklich guten Musikprojekten aus Leipzig: Glissa, und den nicht minder zauberhaften Flimmerfrühstücklern.Maler im Hemd sind auc h frisch dazu gekommen.
Es ist der Start der neuen Veranstaltungsreihe in der Theaterfabrik, die sich "Das grüne Foyer" nennt und am 11. November die jazzigen Popper von Flimmerfrühstück empfängt, die in und um Leipzig 2009 kräftig mit ihrem Album "Augenwischerei" aufgemischt hatte.
Ganz vorne gehandelt, bei der letztjährigen Veranstaltung "Sturakete" kräftig abgesahnt und bei "Courage zeigen 2009" als erste dabei. Lothar, Eva, Karl und Mark haben sich einen Namen gemacht. Und nun ist es Zeit, dass sich mit Glissa ein weiterer Name in Leipzig etabliert, die so ganz anders Musik stricken als Flimmerfrühstück.

Flimmerfrühstück räumten 2009 kräftig in Leipzig ab.
Foto: www.stiftundzettel.de
Deutsch gesungener Balsam für die Ohren, schießt nach dem Hören von "Gartenarbeit", "Ohhh" und "Reise" so manchem sofort aus der Pistole. Glissa bereiten Musik mit viel Tiefgang, arbeiten weniger mit Jazz und Pop, vielmehr mit sensibler Liedermacherkunst als mit hemdsärmeligen Rocktönen aus der ewig gleichen Rückschauperspektive.
Sänger Franz Belger und Pianist Helge Nitzschke backen derzeit wirklich große Brötchen. "Artig und tot" klingen ihre Lieder nicht, sie schrauben sacht, leise und mit Bedacht klanglich und textlich an den Gehirnwindungen. Auf die große Pauke hauen Glissa nicht. Oberflächliche Musik sollen andere fabrizieren.
Wenn's Glissa ums Verkaufen gehen würde, so stempelten man ihrer Musik vielleicht ein großes Rio Reiser oder Selig als Etikett auf. Das tun und brauchen sie sselbst nicht und überlassen die Vergleicherei den Musikjournalisten. Ihre Musik will entdeckt werden, ohne aufdringliche Kampagnen im Radio und aufgewirbelten Sand in die Augen von jedermann.
Dass sich Musik live besser entfaltet als im sterilen Studioklang, weiß der neugierige Musikfreund schon lange. Er muss sich nur am 11. November in die Theaterfabrik hinbewegen und im "Grünen Foyer" seinen Platz einnehmen.
Dann sorgen Flimmerfrühstück mit ihrem augenzwinkernden Jazz und Glissa mit ihrer munter machenden Mischung aus Liedermacherkunst, einem gewissen Quentchen Blues und auch ein wenig Jazz sicher für große Ohren. Auch mit von der Partie nun als dritte im Bunde "Maler im Hemd". Und wenn man sich hier und da beim Mitsummen erwischt, ist die Musik von Glissa genau dort angekommen, wo sie eben auch hinzielt.
Glissa mit Hörproben und Texten im Internet
www.glissa-music.de
Flimmerfrühstück mit ihrer Webseite
www.stiftundzettel.de
Maler im Hemd bei Myspace
www.myspace.com/malerimhemd