Und raus bist du: Lok Leipzig erteilt Gruppierung "Blue Caps" Hausverbot im Plache-Stadion
Redaktion
15.10.2008
"Der 1. FC Lokomotive Leipzig e. V. distanziert sich hiermit ausdrücklich von der Gruppierung 'Blue Caps', welche eigenem Bekunden nach der Fanszene des Vereins angehört", teilt de Fußballverein 1. Fc Lokomotive Leipzig in einem Rundschreiben am Abend des 14. Oktober mit.
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Die Fan-Gruppierung hatte zuvor auf ihrer Website Werbung für einen rechtsradikalen Aufmarsch gemacht. Die LIZ berichtete. Es war nicht der erste Narrenstreich der etwa 20 jungen Herren.
"Nachdem die Gruppierung bereits in der Vergangenheit negativ auffällig geworden ist, nimmt der Verein den derzeit auf der Homepage der Gruppierung beworbenen Aufruf zu einer von den 'Freien Kräften Leipzig' organisierten Demonstration, die am 25.10.2008 stattfinden soll, zum Anlass, der Gruppierung 'Blue Caps' ein umfassendes Hausverbot für das Bruno-Plache-Stadion auszusprechen", teilt der Verein weiter mit.
"Ab sofort sind sämtliche durch Symbole, Schriftzüge oder Ähnlichem der Gruppierung zuordenbare Kleidungsstücke verboten, ebenso deren Fahne. Es erhalten die Personen Hausverbot, welche sich öffentlich zu der Gruppierung 'Blue Caps' bekennen."
Der Verein will auch seinen Rechtsbeistand einschalten, um gegen die Verwendung seines markenrechtlich geschützten Vereinslogos auf der Homepage der Gruppierung "Blue Caps" vorzugehen, da für dessen Verwendung keine Genehmigung vorliege.
"Der 1. FC Lok fordert das Leipziger Fanprojekt auf, endlich auch selbst gegen die Gruppierung vorzugehen und die Zusammenarbeit mit dieser Gruppierung einzustellen", heißt es außerdem. "Der Verein betrachtet auch weiterhin die sozialpädagogische Arbeit, die vom Fanprojekt geleistet werden soll, als wichtig, stellt das Fanprojekt selbst nicht in Frage und bewertet Rückschläge als Teil eines Lernprozesses."
Das Fanprojekt werde auch zukünftig dringend benötigt, um gerade den Entwicklungen, wie sie die Gruppierung "Blue Caps" zeige, entgegen zu wirken und den zahlreichen anderen Fans Angebot und Anlaufpunkt sein zu können, eine wirkliche Fankultur ausleben zu können.
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