Junge Studentin stirbt nach Stalking-Attacke: Staatsanwaltschaft ermittelt
Redaktion
28.11.2011
Eine aktuelle Pressemitteilung der Leipziger Staatsanwaltschaft und der Polizei, die betroffen machen muss. Die am 9. November schwerst verletzt in einem Wohnheim der Johannes-R.-Becher-Straße aufgefundene Studentin ist verstorben. Die 25-jährige war Opfer eines Stalkers geworden. Dabei war sie entweder bei einer Verfolgungsjagd zu Tode gestürzt oder wurde erschlagen.
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Laut Pressesprecher der Leipziger Verfolgungsbehörde, Oberstaatsanwalt Ricardo Schulz, wird der Tatvorwurf gegen den 27-jährigen Verdächtigen nun auf Mord lauten. Man gehe, so der Sprecher, von einer Tat aus niedrigen Beweggründen aus. Der mutmaßliche Täter, Sebastian T., war schon einen Tag nach der erschütternden Tat in Berlin, seinem derzeitigen Wohnort, festgenommen worden und sitzt seit dieser Zeit ununterbrochen in Untersuchungshaft.
Das Opfer war am Nachmittag des 9. November blutüberströmt im Treppenhaus des Wohnheims aufgefunden und mit schweren Schädelfrakturen in die Uniklinik gebracht worden. Seither lag die junge Frau im Koma. Der mutmaßliche Täter, ein ehemaliger Chemiestudent, soll der Studentin schon seit Jahren nachgestellt haben. Wie sie nun genau zu Tode gekommen ist, ob sie erschlagen wurde oder bei der Verfolgungsjagd im Treppenhaus tödlich stürzte, sollen nun weitere Ermittlungen und eine angeordnete Obduktion ans Tageslicht bringen.
Dabei hatte es schon 2009 und 2010 Anzeigen seitens des Opfers wegen Stalkings gegeben, weil die junge Frau sich von dem mutmaßlichen Täter bedroht gefühlt hatte. Warum es letztendlich zu dem brutalen Gewaltausbruch gekommen war, ist laut Angaben der Verfolgungsbehörden noch unklar. Sollte der junge Mann schuldig gesprochen werden, erwartet ihn zumindest lebenslange Haft.
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