Leipziger Puzzle-Mord: Suche am Palmengartenwehr wird fortgesetzt – Leichenspürhunde haben angeschlagen
Matthias Weidemann
22.11.2011
Die Polizei sucht weiter
Foto: Matthias Weidemann
Die Suche nach Leichenteilen am Leipziger Palmengartenwehr wird fortgesetzt. Dafür senkte man den Flusspegel erneut ab. Grund für die weitere Suche ist, dass Spürhunde angeschlagen hatten. Ob die speziell abgerichteten Hunde nun tatsächlich die Witterung von Leichenteilen aufgenommen, ist aktuell noch nicht klar.
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Dabei machten sich die Ermittler den Umstand zu Nutze, dass die Wetterlage nach wie vor stabil und trocken ist. Die Hunde können zwar durchaus auch bei schlechtem Wetter die Witterung aufnehmen, profitieren aber durchaus davon, wenn es nicht regnet oder schneit und ihr hervorragender Geruchssinn so abgelenkt werden könnte. Den Behörden ist es indes immer noch nicht gelungen, den Toten vom Elsterwehr zu identifizieren.
Bei der makabren Untersuchung der bisher gefundenen Körperteile war man zu dem Schluss gelangt, dass es sich bei dem Opfer um einen Mann jüngeren Alter handeln muss. Gefunden wurden nach jüngsten Erkenntnissen zwei Arme, ein Torso sowie das Gesäß des Opfers.
Im Elsterflutbett wurde die Leiche gefunden, nun geht die Suche am Palmgartenwehr weiter
Foto: Matthias Weidemann
Darüber hinaus handelt es sich bei dem Ermordeten nach Vermutungen der Ermittler um einen Bodybuilder, da die Körperteile entsprechende gewebetypische Veränderungen aufweisen, die szenetypisch für Menschen sind, sie abwechselnd starken Muskelzuwachs und Muskelschwund aufweisen.
Bekanntermaßen tritt dieses Phänomen eben genau bei Bodybuildern auf, die dazu noch zu entsprechenden Präparaten greifen, die ein unnatürlich schnelles Muskelwachstum hervorrufen.
Fest steht jedoch, dass es sich um einen jüngeren männlichen Menschen gehandelt haben muss, der nicht besonders groß war. Er war sportlich schlank und von dunkler Körperbehaarung. Ebenfalls mehr Klarheit herrscht auch über den Todeszeitpunkt, der nicht so lange zurück liegt, wie es der schlechte Auffindungszustand der Körperteile am Anfang glauben gemacht hat.
Das Opfer muss demnach ungefähr im Oktober zu Tode gekommen sein. Wie schon anfangs berichtet, macht es die Tatsache, dass der Täter den Kopf hat verschwinden lassen und die Fingerkuppen abgetrennt hat, sehr schwierig, das Opfer einwandfrei zu identifizieren. Somit ist weder ein Abgleich über das Gebiss, eine Rekonstruktion der Physiognomie über den Schädel noch eine Identifizierung über die Fingerabdrücke möglich.
Sachdienliche Hinweise an die Kriminalpolizei in der Dimitroffstraße 1, telefonisch unter 0341 96642553 oder per E-Mail via emuk.elster@polizei.sachsen.de zu melden.
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