Der Stadtrat tagt: FDP fragt nach Besucherentwicklung und Zuschussbedarf für Leipzigs Freibäder
Daniel Thalheim
12.10.2011
Sport- und Umweltdezernent Heiko Rosenthal.
Foto: Daniel Thalheim
Der Sommer ist vorbei, die Freibäder schließen. Das Open-Air-Badevergnügen ist zu Zeiten, als es noch kein Neuseenland gab, das einzig mögliche Ding für die Stadtbewohner gewesen. Auch jetzt sind Leipzigs Freibäder die Alternative für die weit weg gelegenen Seen in Leipzigs Südraum. Kurze Wege, schnell ist man wieder "daheeme". Doch das nasse Vergnügen muss nach wie vor mit städtischem Geld unterstützt werden.
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Und der diesjährige Sommer machte das Badevergnügen sprichwörtlich "zur Schnecke", vermutet die FDP in ihrer Anfrage an den Oberbürgermeister. Das Ökobad Lindenthal verzeichnet einen Besucherrückgang. Gilt das für alle Freibäder in Leipzig?
Nur 8.000 Besucher seien bis September 2011 ins Ökobad Lindenthal gepilgert, zitiert Leipzigs FDP-Fraktion einen Mitarbeiter der Sportbäder Leipzig GmbH. 2010 haben 14.000 Leipziger das Freibad aufgesucht. Grund für den Rückgang sieht die FDP im "verunglückten" Sommer, wovon auch die anderen Leipziger Freibäder betroffen sein könnten.
Rosenthal konstatiert, dass 2011 bislang die schlechteste Freibadsaison Leipzigs ist.
Foto: Daniel Thalheim
Und so fragt sie heute nach den genauen Besucherzahlen für den Badesommer 2011 in Leipzigs Freibädern. Auch möchten die Liberalen eine genaue Aufschlüsselung an Zuschüssen pro Besucher für jedes einzelne Freibad von der Stadtverwaltung haben. Durch den Besucherrückgang ergibt sich für die FDP-Fraktion die Frage, ob ein erhöhter Zuschussbedarf der Sportbäder Leipzig GmbH besteht und in welchem Umfang. Und natürlich: Kann die Stadtverwaltung bereits einen Gesamtzuschussbedarf im Jahr 2012 prognostizieren?
Heiko Rosenthal, Sport- und Umweltdezernent antwortet. 2011 suchten insgesamt 98.253 Leipziger ihre Freibäder auf. Durch die schlechte Wetterlage ist das ein Rückgang von 51.916 Besuchern oder 30 Prozent weniger im Vergleich zu 2010. Das ergibt ein Umsatzdefizit von knapp über 25.000 Euro. Das wird durch die Umsätze in den Hallenbädern kompensiert, so dass keine zusätzlichen Zuschüsse nötig sind. Rosenthal konstatiert, dass 2011 bislang die schlechteste Freibadsaison Leipzigs ist.
Nach seiner Prognose werden auch 2012 keine zusätzlichen Mittel nötig sein, so dass die 5 Millionen Euro eingesetzten Kommunalmittel für die Freibäder nicht unter- oder überschritten werden.
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