Uni-Frauenklinik meldet: Das 2000. Baby heißt Margarethe
Ralf Julke
13.11.2011
Grußkartenservice in der Uniklinik.
Foto: Uni-Klinikum Leipzig
Diese Meldung hob sich die Universitätsklinik Leipzig für den 11. 11. auf: "Das kleine Mädchen war das 2000. Kind, das in diesem Jahr am Universitätsklinikum Leipzig zur Welt gebracht wurde." Natürlich kam „Nummer 2000“ nicht am 11. zur Welt, sondern schon drei Tage früher - am 8. November 2011, um 20:49 Uhr.
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Da wurde die kleine Margarethe durch einen Kaiserschnitt bei Beckenlage in der 38. Schwangerschaftswoche entbunden. Sie war 3.460 g schwer und 49 Zentimeter groß, meldet das Klinikum. Und freudige Gesichter gab's natürlich bei den Eltern Monika und Felix Schiemann. Die 26-jährige Logopädin und der 26-jährige Apotheker aus Leipzig sind schon lange Patienten in der Uniklinik, wie Prof. Holger Stepan, Leiter der Abteilung für Geburtsmedizin am Universitätsklinikum, berichtet: "Nun ist der Kinderwunsch der Familie in Erfüllung gegangen. Margarethe ist gesund und hat sich in den ersten drei Tagen normal entwickelt."
Grundsätzlich ist nach Auffassung Stepans der Aufwärtstrend bei den Geburten weiterhin erkennbar. "Allein im letzten Jahr konnten wir 2.200 Geburten verzeichnen, und mit dem 2.000. Kind Anfang November erwarten wir, dass wir diese Zahl noch einmal überbieten werden", so der Mediziner.
Insgesamt wurden in Leipzig im letzten Jahr 5.414 Geburten gezählt. 2011 deutet auch nach Aussage von Sozialbürgermeister Thomas Fabian alles darauf hin, dass die Zahl noch einmal übertroffen wird. Im September lag die Geburtenzahl schon über dem Wert des Vorjahres. Dabei war zwar 2010 das Saldo aus Geburten und Todesfällen noch negativ. Doch kleinräumig betrachtet haben sich einige Stadtteile längst zu Wachstumsmotoren entwickelt, wo die Geburtenzahl deutlich die Zahl der Sterbefälle übersteigt. Allen voran der Stadtbezirk Süd mit einem Plus von 228, der Stadtbezirk Nord (mit Gohlis) mit 157 und der Stadtbezirk Südwest (mit Schleußig und Plagwitz) mit einem Plus von 148.
Grußkartenservice in der Uniklinik Leipzig.
Foto: Uni-Klinikum Leipzig
Das Foto zeigt übrigens nicht die glückliche Mutter. Könnte es aber. Denn seit Anfang November gibt es am Uniklinikum einen elektronischen Grußkartenservice. Der Service bietet Freunden oder Verwandten die Möglichkeit, über die Klinikseite www.uniklinikum-leipzig.de ein Kartenmotiv je nach Anlass auszuwählen und einen individuellen Text zu formulieren. Nach dem Klicken des "Versenden"-Buttons wird dieser Genesungswunsch dann auf der betreffenden Station als Karte ausgedruckt. In einem versiegelten Umschlag wird die Genesungspost dem Patienten durch das Pflegepersonal persönlich ans Bett gebracht. So können Freunde und Verwandte, die keine Zeit für einen Besuch am Krankenbett haben, jederzeit ihre Anteilnahme ausdrücken.
Der Service ist - leider - nicht gleich auf der ersten Seite sichtbar. Man findet ihn in der Rubrik "Patienten" ganz rechts unter "Serviceangebote" und dem Menü-Punkt "Post". Das ist die Ecke, wo man auch ein paar der neugeborenen Stars sehen kann, die heuer nicht nur Margarethe heißen wie die berühmte Dramenheldin von Goethe, sondern auch Jeremy (der tatsächlich am 11. 11. geboren wurde), Paul-Konrad, John-Luca oder Louisa Regina. Eine stolze Generation, die sich da zu Wort meldet.
Hier können frisch gebackene Eltern auch gleich allen Freunden und Bekannten per Mail mitteilen, dass ihre Prinzessin oder ihr Prinz angekommen ist.
Und umgekehrt müssen sich Freunde und Bekannte vom Wort "Genesungskarte" nicht abschrecken lassen. Es gibt verschiedene fröhliche Motive. Den Text muss man sich dann sowieso selbst ausdenken. Etwa so: "Auf den kleinen Schnuddel freun wir uns! Weiter so!" Oder: "Das habt ihr prima hingekriegt. Wir sind stolz auf euch!"
Möglich wurde der Service durch das Klinikportal der i-fabrik GmbH - einer mitteldeutschen Internetagentur mit Sitz in Leipzig. Sie betreut das Universitätsklinikum bereits seit zehn Jahren.
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