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Spielplätze in Leipzig: Mit weiteren Investitionen und einem Leitplan auf der Höhe der Zeit

Gernot Borriss
Spielplatz Reichsstaße.
Spielplatz Reichsstaße.
Foto: Gernot Borriss
Jährlich 250.000 Euro will die Leipziger Stadtverwaltung bis 2015 in die Instandhaltung der öffentlichen Spielplätze investieren. „Wir wollen konzeptionell auf der Höhe der Zeit sein und die vorhandenen Mittel optimal einsetzen“, sagt Umweltbürgermeister Heiko Rosenthal (Die Linke) im L-IZ-Gespräch. Diesem Ziel dient auch der Spielleitplan, der 2012 vorgestellt wird.

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Für insgesamt 4,05 Millionen Euro will die Leipziger Stadtverwaltung zwischen 2008 und 2015 die Spielplätze in der Messestadt sanieren und weiterentwickeln. Mittlerweile sind davon 2,27 Millionen auf 51 öffentlichen Spielflächen verbaut, hießt es Dienstag dieser Woche nach der Dienstberatung des Oberbürgermeisters.

Um den verbleibenden Investitionsbedarf von 1,78 Millionen Euro weiter abzuarbeiten, sind in der Mittelfristplanung der Stadt bis 2015 derzeit jährlich 250.000 Euro vorgesehen, sagt Umweltbürgermeister Heiko Rosenthal (Die Linke) im L-IZ-Gespräch.

Die Möglichkeiten des Aufenthaltes im Grünen haben nach Ansicht des Umweltdezernenten einen hohen Stellenwert für die Lebensqualität in der Stadt. Gerade mit Spielflächen für Kinder wolle man den erfreulichen Geburtenzahlen entsprechen. Dabei verweist Rosenthal auf das strategische Ziel der Kommunalpolitik einer ausgeglichenen Altersstruktur.

Spielplatz Grünauer Allee, eröffnet am 10.11.2011
Spielplatz Grünauer Allee, eröffnet am 10.11.2011
Foto: Gernot Borriss

„Wir wollen konzeptionell auf der Höhe der Zeit sein und die vorhandenen Mittel optimal einsetzen“, beschreibt der Bürgermeister das Anliegen der städtischen Spielplatzplanung über die einfache Instandsetzung hinaus. Mit dem Projekt „Spielen in der Stadt“ habe man bereits neue Wege beschritten, wofür exemplarisch der Spielplatz an der Reichsstraße in der City stehe.

Aktuell erarbeitet die Stadtverwaltung nach den Worten des Bürgermeisters einen Spielleitplan. Darin sollen die Schwerpunkte der räumlichen Entwicklung der Stadt ihren Niederschlag finden. Neue Formen der Spielplatzgestaltung würden dort ebenso aufgelistet wie „mögliche andere Orte“ für Spielplätze. Der Plan soll 2012 erstmals vorgestellt werden.

Umweltbürgermeister Heiko Rosenthal.
Umweltbürgermeister Heiko Rosenthal.
Foto: Gernot Borriss
Um die Zweckentfremdung von Spielplätzen zu vermeiden, setzt Rosenthal auf den „sanften Weg“. Er ist davon überzeugt, dass natürliche Barrieren wie Strauchwerk beispielsweise frei laufende Hunde am ehesten davon abhalten würden, sich auf Spielplätzen zu tummeln. Solcherart natürliche Barrieren hält er für die beste Möglichkeit, dem aus dem Stadtrat verschiedentlich geäußerten Wunsch nach abgegrenzten Spielplätzen zu entsprechen. Die Ergebnisse von fünf Pilotprojekten würden gerade verwaltungsintern ausgewertet.

Zudem führt der Ordnungsdezernent die Hundekomplexkontrollen des Stadtordnungsdienstes in der letzten Zeit an. Hierbei hätten die 35 eingesetzten Mitarbeiter auch an Spielplätzen kontrolliert, inwieweit die geltende Polizeiverordnung der Stadt eingehalten wird.

Des Lobes voll ist Rosenthal über den „sehr ordentlichen Zustand“ der 120 Spielflächen, die in kommunalen Kleingartenanlagen von den dortigen Vereinen betreut werden. „Das machen die Verantwortlichen wirklich wunderbar“, sagt der Umweltdezernent.

Sorgen bereitet dem Umweltbürgermeister die Zukunft des Bund-Länder-Programms „Soziale Stadt“. Mit Fördermitteln aus dem Programm sind gerade in dem Plattenbaustadtteil Grünau in den letzten Jahren Schulhöfe saniert, Rad- und Gehwege angelegt und eben Spielplätze modernisiert worden. „Wenn das wegfällt, wird es ganz brenzlig“, schätzt Rosenthal ein. Denn zum einen stünden für solcherart Maßnahmen keine eigenen Fördermittel aus Landestöpfen bereit.

Und zum anderen entsprechen Programme wie „Soziale Stadt“ für Rosenthal der Wunschvorstellung eines jeden Stadtplaners. Im Rahmen dieser Programme würde bei der Stadtteilentwicklung Bürgerbeteiligung möglich. Der Bürger sehe sich durch die Realisierung seiner Vorschläge im Wohnumfeld bei dieser Entwicklung mitgenommen.


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