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MENSCH.MACHT.KLIMA. Ökofete am 17. Juni und 10 Empfehlungen für die eigene Klimabilanz

Redaktion
Anja Naschokin. Um dem Klimawandel Herr zu werden, muss Kohlendioxid (CO2) eingespart werden. Denn der Mensch.Macht.Klima! Überall auf der Welt verursacht er CO2-Emissionen. Deshalb kann er überall auf der Welt auch CO2 einsparen, um dem Klimawandel entgegen zu treten. Doch wo anfangen? Der Ökolöwe präsentiert im folgenden 10 Tipps, wie jeder Bürger seinen Teil dazu beitragen kann, den Klimawandel zu Hause aufzuhalten und ohne große Opfer den Klimaschutz in seinen Alltag zu integrieren.


Herausgekommen ist dabei nichts bahnbrechend Neues, aber viel Nachahmenswertes: Jeder Bürger in Deutschland produziert im Durchschnitt im Jahr 10 Tonnen (t) CO2. Eine eingesparte Kilowattstunde (kWh) bedeutet bereits 600g weniger CO2. Wenn 500.000 Leipziger ihren Energieverbrauch im Jahr allein um eine (!) KWh reduzieren, könnten damit 300 t CO2 eingespart werden. Ein Singlehaushalt verbraucht aber durchschnittlich 1.500 KWh. Ein 4-Personenhaushalt im durchschnitt ca. 4.000 KWh/a. Bei einer Einsparung von einer KWh macht das gerade 0,15% bzw. 0,4% Einsparung des jährlichen Stromverbrauches. Der Ökolöwe meint, dass, und noch viel mehr, kann jeder!

Dabei geht es nicht um kleine und zu vernachlässigende Beiträge zum Klimaschutz: Wenn JEDER Leipziger nach den genannten 10 Empfehlungen handeln würden, könnte er damit im Jahr ca. 7,3 Tonnen CO2 einsparen! ALLE Leipziger zusammen könnten es im Jahr auf 3,65 Mio. Tonnen Einsparung bringen!

Im UN-Klimabericht wurde festgehalten, dass der CO2-Ausstoß bis zum Jahr 2050 weltweit um mindestens 80% reduziert werden muss, um einen Klimakollaps zu verhindern. Dieses Ziel ist mit den hier vorgestellten Handlungsempfehlungen natürlich allein nicht zu realisieren. Denn Klimaschutz ist ein "Mehrfrontenkrieg". Deshalb ist es unerlässlich, dass nicht nur Privatpersonen weltweit, sondern auch andere Staaten, der Bund, die Länder und Kommunen aktiv werden müssen. Jeder sollte sich aber zunächst an die eigene Nase fassen, bevor er mit Fingern auf andere zeigt.

Vielfältige Hintergrundinformationen zum Thema Klimaschutz selbstgemacht erhalten Sie auch auf der Ökofete am Sonntag, 17. Juni, am Springbrunnen im Clara-Zetkin-Park. Dort erwartet die Besucher zudem noch eine buntes Straßenfest mit Weltmusik, Reggae und viele, viele Angebote für Kinder.

Sparen beim Duschen geht auch zu zweit. Foto: Ökolöwe
Sparen beim Duschen geht auch zu zweit. Foto: Ökolöwe
Tipp 1 - Schalten Sie mal ab!

Allein in Deutschland sind zwei Atomkraftwerke notwendig, um den Bedarf an Strom für Geräte im Stand-By-Modus zu stillen. Installieren Sie deshalb zwischen Geräten und Steckdose eine abschaltbare Steckdosenleiste. Das verhindert den unnötigen Verbrauch von Strom und spart im Jahr bei nur ca. fünf Geräten 135,4 kg CO2 und ca. 225 kWh, was ungefähr Kosten in Höhe von 50,00 EUR entspricht. Die Investitionen dafür belaufen sich dagegen gerade mal auf ca. 5,00 EUR pro Steckdosenverteiler.

Tipp 2 - Bleiben Sie cool!

Waschen Sie weniger stark verschmutze Wäsche nicht bei 90°, sondern bei 60°, 40° oder 30° C. Schon bei 60° C und einer Waschmaschinenladung pro Woche spart das im Jahr ca. 27,6 kg CO2 und 46 kWh, was ungefähr 10 EUR entspricht. Dafür sind keinerlei Investitionen nötig.

Tipp 3 - Seien Sie altmodisch!

Benutzen Sie öfters eine Handzahnbürste, lassen Sie Ihre Wäsche Lufttrocknen oder waschen Sie per Hand ab. Bei dem täglichen bzw. wöchentlichen Verzicht auf derartige Elektrogeräte kann man im Jahr mit eine Einsparung von ca. 365 kg CO2 und 608 kWh rechnen, was ungefähr 116 EUR jährlich entspricht.

Tipp 4 - Seien Sie romantisch!

Duschen und Baden Sie öfters mit Ihrem/r Partner/In. Wenn Sie dazu noch einen Sparduschkopf installieren, sparen Sie im Jahr mindestens 548 kg CO2, ca. 900 kWh und 8760 Liter Wasser, was mindestens 150 EUR entspricht. Die Investitionen dafür belaufen sich gerade auf ca. 20,00 EUR.

Tipp 5 - Verwenden Sie frische Produkte!

Frische Produkte sind in den meisten Fällen gesünder und nur unwesentlich teurer, aber Sie sparen im Vergleich zu Tiefkühlprodukten jede Menge Kohlenstoffdioxid ein.

Tipp 6 - Unterstützen Sie die heimische Wirtschaft!

Kaufen Sie regionale Produkte. Das spart enorme Anfahrtswege und -flüge und fördert das wirtschaftliche Wachstum in der Region. Mit einem Kilo eingefahrener Erdbeeren aus Europa spart man im Vergleich zu eingeflogenen Erdbeeren aus Südafrika 114,5 kg CO2. Bei saisonalen Produkten aus Deutschland ist der Einspareffekt noch höher.

Tipp 7 - Kaufen Sie BIO!

Die ökologische Produktion von Lebensmitteln verbraucht in den meisten Fällen weniger Kohlendioxid.

Tipp 8 - Seien Sie nicht verschwenderisch!

Nutzen Sie Ihre alten Geräte - schließlich waren sie teuer genug! Hinzu kommt, dass die Herstellung eines neuen Haushaltsgerätes sehr CO2-intensiv ist. Aber achten Sie beim Kauf eines neuen Gerätes auf die Energiezertifizierung. Beispielsweise spart ein150 Liter Kühlschrank mit der Effizienzklasse A++ im Vergleich zu einem Kühlschrank der Kategorie A im Jahr ca. 522 kg CO2 und 870 kWh, was ungefähr 165 EUR entspricht. Die Mehrinvestitionen dafür belaufen sich auf ca. 200 EUR.

Tipp 9 - Machen Sie Licht!

Aber bitte mit Energiesparlampen. Pro Lampe spart das im Jahr ca. 84,2 kg CO2 und ca. 140 kWh, was ungefähr 30,00 EUR jährlich entspricht (bei ca. 9 Std. Brenndauer täglich). Die Investitionen dafür belaufen sich auf ca. 5,00 EUR pro Lampe.

Tipp 10 - Seien Sie nicht ganz so unbequem!

Benutzen Sie öffentliche Verkehrsmittel oder das Fahrrad für Ihren Arbeitsweg! Auf der Hin- und Rückstrecke Grünau - Innenstadt und angenommenen 200 Fahrtagen spart man mit der Straßenbahn beispielsweise 250 kg CO2 ein. Ist man im Besitz einer Monatskarte, zahlt sich das Umsteigen auf Öffentliche Verkehrsmittel auch für den eigenen Geldbeutel aus.

Mit dem Erdgas-Cafe auf die Ökofete

Marion Danneboom. Auch die Stadtwerke Leipzig präsentieren sich am 17. Juni auf der Ökofete im Clara-Zetkin-Park: mit einem mobilen "Erdgas-Cafe". Dazu wurde ein erdgasbetriebener Fiat-Doblo umgerüstet. Besucher am Erdgas-Cafe können sich dort mit Kaffeespezialitäten, zum Beispiel Cortado kondensato oder Moccachoni, verwöhnen lassen. Informationen rund um das Thema Erdgas und die Förderaktion der Stadtwerke Leipzig erhält man ebenfalls am Stand der Stadtwerke: Die Anschaffung eines neuen Erdgasfahrzeuges bzw. Umrüstung eines mit Benzin betriebenes Fahrzeug fördern die Stadtwerke mit 500 Euro pro Fahrzeug.

Interessierte können sich außerdem zum Projekt "Grüner Strom" informieren. Die Stadtwerke bieten seit 1999 ihren Kunden "Grünen Strom" zur Förderung neuer regenativer Stromerzeugungsanlagen an und tragen damit einen wichtigen Teil zur umweltfreundlichen Ressourcenschonung bei. Erst kürzlich wurde ein bewegliches Solarmodul, das sich nach dem Stand der Sonne ausrichtet, auf dem Dach der HTWK sowie der Generator der Dölitzer Wassermühle aus den Mitteln des "Grünen Stroms" gefördert.



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