Immer rein damit: Zoo Leipzig schafft 2007 den geplanten Besucherrekord
Redaktion
08.01.2008
Foto: Zoo Leipzig
Am Ende noch ein bisschen drücken und schieben und aufs Wetter fluchen. Aber es hat doch noch geklappt - der Leipziger Zoo hat - wie bereits in den vergangenen Jahren - die Vorjahresbesucherzahl übertroffen werden: 1.774.587 Gäste besuchten im Jahr 2007 den Zoo, 15.000 mehr als im Jahr 2006 (1.759.963 Besucher). "Wir sind überglücklich über das sehr gute Ergebnis", sagt Zoodirektor Jörg Junhold. Was auch sonst?
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Ich freue mich wie ein Affe? Ich bin froh wie ein Leguan? Da tanz ich doch wie ein ausgelassener Pinguin? Da bin ich zufrieden wie ein erfolgreicher Löwe? - Wäre mal was anderes. Nur der Eisbär fällt als Vergleichstier aus. Auch aus naheliegenden Gründen. Das ganze Konzept "Zoo der Zukunft" ist darauf angelegt, in der Spitzengruppe der deutschen Tiergärten mitzumischen.
Im Jahr 2000 - mit weniger als 800.000 Besuchern - rangierte der Leipziger Zoo noch auf Platz 12 der deutschen Zoos. Hinter Duisburg und Münster. Im Münstlerland weiß man wahrscheinlich, was man seinem Tierpark hat. 2004 machten sich die Millioneninvestitionen in Leipzig schon bemerkbar, da landete das Junhold-Projekt mit knapp 1,3 Millionen Besuchern schon auf Platz vier im deutschen Vergleich. Immernoch weit hinter den großen Drei: Berliner Zoo, Hannover und Stuttgart.
Mit Stuttgart ist Leipzig seit dem letzten Jahr auf Augenhöhe. Und dass Jörg Junhold auch mit dem bis 2009 fertigzustellenden Gondwana-Land in die Regionnen von Berlin will (2,2 Millionen Besucher), hat er schon 2006 verraten, als er seine Riesentropenhalle erstmals öffentlich präsentierten. Und als Sachsens Wirtschaftsminister den ersten Scheck dafür ausstellte.
Neben der fortlaufenden Umgestaltung des traditionsreichen Tierparks zu einem "Zoo der Zukunft" verbunden mit einer artgerechten Tierhaltung führt die Zoo-Leitung den Erfolg auch auf die Nachzuchten von bedrohten Tierarten zurück, das sichtbare Engagement im Artenschutz sowie das stetig zunehmende Angebot an Entertainment. Große Feste bringen - so scheint's - auch feste Besuchergrößen in den Park. Und Effekt habe augenscheinlich auch die beiden Zooserien im MDR und in der ARD.
"Das heißt aber nicht, dass wir einen Gang zurückschalten können", sagt Junhold, "im Gegenteil. Auch in diesem Jahr werden wir alles daran setzen das hohe Niveau zu halten und weitere potentielle Zoogäste auf uns aufmerksam zu machen, um sie auf eine Entdeckungsreise ins Reich der Tiere mitzunehmen und sie für diese zu sensibilisieren. Aber auch die bereits begonnenen Projekte, wie der Bau der Riesentropenhalle, werden weiter fortgeführt."
2008 feiert der Leipziger Zoo auch seinen 130. Geburtstag. Außerdem ist es das "Jahr des Frosches". Da wird ein nächster Höhepunkt der "Froschtag" am 29. Februar, an dem Spenden zur Unterstützung von Schutzprojekten vor Ort gesammelt werden. Eingeladen sind die Zoofreunde natürlich auch, zuzuschauen, wie es im Zoo lebt und gedeiht. Und zwar weniger spektakulär als anderswo, was zumindest ein paar rabiate Ordnungskräfte überflüssig macht. Da ist das Aufwachsen des im Dezember geborenen Orang- Utan- Mädchens zu beobachten, wirbt die Zooleitung für den ersten Besuch im neuen Jahr, die ersten Sichtkontakte mit dem neu eingetroffenen Ohrenschuppentier seien möglich. Und mit Spannung erwartet wird zum Beispiel Nachwuchs bei den Gorillas sowie den Schimpansen im Pongoland.
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