Kulturpatenschaft an Leipziger Wänden: Werbeflächen zu verschenken!
Inga Hölker
20.05.2010

Addmission-Plakat für die Kulturfabrik.
Foto: Addmission
Schon gehört von der Kulturfabrik? Werk II, Halle 5, Frauenkultur und Cammerspiele entwickelten diese neue gemeinsame Dachmarke, um die Vielfalt ihrer Veranstaltungen zu unterstreichen. Das Werk II am Connewitzer Kreuz kennt jeder, aber wie können der neue Name Kulturfabrik und das dazugehörige K-Logo in Leipzig bekannt werden?
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Eine Plakat-Aktion gehört auf jeden Fall zum Werbetrommeln dazu. Doch die Preise für Verteilung und Plakatflächen sind nicht nur in der Freien Szene kaum zu stemmen: Die notwendigen Tausender haben die Kulturetats für Öffentlichkeitsarbeit einfach nicht übrig.
Konkrete Hilfe erscheint in Gestalt eines Leipziger Werbespezialisten. Die Kulturpaten konnten ihn als neuen ehrenamtlichen Förderer aus der Wirtschaft gewinnen und an die Kulturfabrik vermitteln. Die Addmission GmbH platzierte kostenlos ein Plakatmotiv für die kreativen und gemeinnützigen Angebote der Kulturfabrik. Katja Krause von Werk II ist begeistert: „Eine großartige Aktion, die unser neues Logo und das Besondere der Kulturfabrik den Leipzigern unkompliziert ans Herz legt.“
Akki Notbohm und Olaf Kabelka, die Macher von Addmission, finden es für ein erfolgreiches Unternehmen unverzichtbar, sich in der Stadt, in der man lebt, zu engagieren. „Wir werden die Kulturfabrik bis Juni unterstützen und dann zusammen mit den Kulturpaten neue Projekte suchen.“ Das ist ein großzügiges Angebot, das vielen Kultur- und Kunstprojekten Werbung erst ermöglicht, die sie sich sonst niemals leisten könnten. Zur Verfügung stehen in Zukunft in verschiedenen Zeiträumen im Jahr freie Plakatflächen (die großen: Doppel A0) im gesamten Stadtgebiet von Leipzig. Sie werden an Initiativen oder förderungswürdige Vereine für besondere Projekte und Werbeaktionen vergeben. Es geht bei den Kulturpaten aber nie um Geld. Die Druckkosten der Plakate muss die jeweilige Initiative selbst finanzieren.

Werbung auch in Frost und Eis: Gesponsertes Plakat für die Kulturfabrik.
Foto: Addmission
Bewerben können sich Vereine oder Projektverantwortliche aus dem Bereich Kunst und Kultur in Leipzig. Wichtige Info: Eine offizielle Gemeinnützigkeit oder Spendenfähigkeit ist nicht ausschlaggebend. Die Auswahl werden Addmission und die Kulturpaten gemeinsam treffen. „Unsere Kriterien sind durchaus subjektiv, jedoch zielgerichtet.“ Gefragt sind wertvolles Engagement für die Kulturszene Leipzigs, Vertrauen in die Durchführung, gesicherte Finanzierung und passendes Timing. Die angebotenen Freiflächen von Addmission werden auf Grund von Buchungsschwankungen und Saisonbelegung frei, können also langfristig angeboten werden. Das ist eine sinnvolle Chance besonders für kleinere Initiativen vom Kunstprojekt bis zur Musikstiftung. „Aber einen guten Aufhänger muss es geben wie ein Jubiläum, eine Imagekampagne oder eine Veranstaltung.“
Bekannt ist diese Form der Unterstützung schon länger. Auch andere Werbeunternehmen nutzen freie Kapazitäten, um Gutes zu tun. Und schon lange gibt es eine Absprache für die Rückseiten der Citylights, auf denen abwechselnd die größeren Kultureinrichtungen der Stadt auftauchen. Doch diese Ausschreibung über die Kulturpaten eröffnet neue Chancen gerade für kleinere Einrichtungen der Freien Szene, die nicht mehr als Bittsteller direkt anklopfen müssen.
Für die nächsten Plakat-Aktionen von Addmission in verschiedenen Zeitfenstern der zweiten Jahreshälfte 2010 und Anfang 2011 können sich Kultureinrichtungen jederzeit bewerben. Einfach kurz Botschaft und Motiv oder die Motividee beschreiben und unter Betreff „Addmission“ eine Mail senden an
kontakt@leipzigerkulturpaten.de
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