Putziger Nachwuchs in Gondwanaland: Leipziger Zoo freut sich über Riesenotter-Babys
Matthias Weidemann
24.12.2011
Foto: Matthias Weidemann
Wenn sie sich wohlfühlen, dann versprühen sie reinste Lebenslust. Die verspielten und intelligenten Riesenotter in der Leipziger Tropenerlebniswelt Gondwanaland sind eine Besucherattraktion. Jetzt freut man sich dort über ein echtes Weihnachtsgeschenk. Gleich fünf Jungtiere brachte das vierjährige Weibchen Madija am Montag zur Welt.
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Wie ein Honigkuchenpferd strahlte Zoodirektor Jörg Junhold als er meinte: „Das ist ein wunderbares Geschenk zum Fest. Die Geburt hat insgesamt drei Stunden gedauert und ist problemlos verlaufen.“ Papa Riesenotter ist das dreijährige Ottermännchen Jao. Der Zoochef: „Riesenotter werden nur selten gehalten und sind extrem sensible Tiere. Dass uns schon im ersten Jahr in Gondwanaland eine Nachzucht gelungen ist, ist hervorragend. Jetzt warten wir mal ab, ob die noch unerfahrene Mutter alle Jungtiere ohne Probleme großziehen kann.“
Gleich fünf Jungtiere brachte das vierjährige Weibchen zur Welt.
Foto: Matthias Weidemann
Noch sind die Otterbabys vor den Augen der Besucher geschützt. Das gleiche gilt auch für neugierige Journalisten. Dazu sei es noch zu früh, so ein Pfleger. Die Mutter säugt die Kleinen und diese würden sich gut entwickeln, heißt es aus dem Zoo. Der Riesenotter (Pteronura brasiliensis) ist eine im amazonischen Regenwald verbreitete Otterart.
Zu den Flusssystemen, in denen er beheimatet ist, gehören der Amazonas, der Orinoco und der Rio de la Plata. Er ist mit einer Länge von zwei Metern, wovon 70 cm auf den Schwanz entfallen und einem Gewicht über 20 Kilogramm der mit Abstand größte im Süßwasser lebende Otter.
Die stolzen Eltern Madija und Jao.
Foto: Matthias Weidemann
Der Seeotter ist zwar nicht so lang, wird dafür aber deutlich schwerer. Im Gegensatz zum entfernt verwandten europäischen Fischotter ist der Riesenotter tagaktiv und gesellig. Er ist entlang der südamerikanischen Flüsse in Trupps von fünf bis acht, selten bis zu zwanzig Individuen anzutreffen. Im Wasser jagt er nach Fischen, er frisst aber auch Wasservögel, Mäuse und Vogeleier. Die Jagd wird in der Gruppe organisiert, das heißt, die Mitglieder einer Ottergruppe treiben sich die Fische gegenseitig zu.
Ein Wurf umfasst ein bis fünf Junge. Die große Zahl der Feinde junger Otter wie zum Beispiel Kaimane und Jaguare) macht zwei Geburten pro Jahr notwendig. Nach zehn Monaten haben die Jungen die Größe der Elterntiere erreicht und sind im Alter von zwei Jahren geschlechtsreif. Die Lebenserwartung der Riesenotter beträgt etwa zehn Jahre.
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